Claus Heide, hier beim Sommerfest des TVST 2019, ist im Alter von 75 Jahren gestorben.
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Claus Heide, hier beim Sommerfest des TVST 2019, ist im Alter von 75 Jahren gestorben.

Trauer

Claus Heide im Alter von 75 Jahren gestorben

  • vonWalter Mirwald
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Sulzbacher Stütze der CDU-Fraktion hat Kampf gegen schwere Krankheit verloren. Die Trauerfeier findet im engsten Familienkreis statt.

Sulzbach -Claus Heide, der dienstälteste Sulzbacher Kommunalpolitiker, hat wenige Wochen nach seinem 75. Geburtstag den Kampf gegen seine schwere Krankheit verloren und ist im Krankenhaus gestorben. Heide war 46 Jahre lang in wichtigen Positionen tätig und eine Stütze der CDU-Fraktion. Von 1974 bis 1977 wirkte er als Gemeindevertreter, rückte in den Gemeindevorstand und übte von 1998 bis 2011 das Amt des Ersten Beigeordneten aus. Damit war er stellvertretender Bürgermeister.

Von 2011 bis zu seinem Tode gehörte er wieder der Gemeindevertretung an. Er musste zuletzt wegen seiner angegriffenen Gesundheit etwas kürzertreten. Sein Rat war als Mitglied der CDU-Fraktion im Gemeindeparlament, besonders im Planungs- und Bauausschuss, aber bis zuletzt gefragt.

"Mit Claus Heide verliert die Gemeinde einen überaus engagierten Kommunalpolitiker, der sich über Parteigrenzen hinweg für das Wohl Sulzbachs eingesetzt hat", sagt der Erste Beigeordnete Hans-Jürgen Wieczorek (CDU), der derzeit für den im Urlaub weilenden Bürgermeister Elmar Bociek die Amtsgeschäfte im Rathaus leitet. Heide habe in seiner jahrzehntelangen Tätigkeit wichtige Akzente gesetzt.

Claus Heide fand zur Kommunalpolitik, als Anfang der 70er Jahre in Sulzbach bei einer Veranstaltung darüber diskutiert wurde, ob die Post auf dem Gelände des heutigen Arboretums eine große Funk-Überlandstation bauen darf. Während der Diskussionsveranstaltung kam Heide als damals junger interessierter Bürger in Kontakt mit dem langjährigen Ersten Beigeordneten Heinrich Christian (CDU). Der konnte den Neubürger zur Mitarbeit in der CDU-Fraktion gewinnen.

Ein Mann mit Ecken und Kanten

Claus Heide, Sohn des einstigen Kasseler Gartenbaudirektors, wohnte seit 1971 nach Sulzbach. Er war Absolvent der Fachhochschule für Weinwirtschaft, Landschaftsarchitektur und Gartenbau. Als Landschaftsarchitekt verschaffte er sich international einen guten Ruf - etwa mit der Planung zweier Robinson-Clubs auf der Kanareninsel Fuerteventura. Er wirkte aber auch in Deutschland, zum Beispiel als Gestalter der Coburger Fußgängerzone, und natürlich auch in der Rhein-Main-Region und in Sulzbach.

"Ein Drittel der heute in Sulzbach in der Kommunalpolitik tätigen Personen war noch nicht geboren, als du im Mai 1974 Gemeindevertreter in Sulzbach wurdest", hatte der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Odo Klais (CDU), im Mai 2019 gesagt, als Claus Heide beim Parlamentarischen Abend für 45 Jahre Kommunalpolitik geehrt wurde. Klais würdigt die Lebensleistung seines Parteifreundes so: "Fairness zu anderen politischen Parteien, Ehrlichkeit und Gradlinigkeit in der Vorgehensweise, und dies alles zum Wohle der Sulzbacher Bürgerinnen und Bürger."

Claus Heide, der auch einige Jahre als Vorsitzender an der Spitze des Sulzbacher Tennisvereins stand, war ein geselliger Mensch, aber auch ein Mann mit Ecken und Kanten, der es als notwendig ansah, "immer mal gegen den Strom zu schwimmen". 2011 war ein bitteres Jahr für Heide, als sich die Mehrheitsverhältnisse geändert hatten und sich die CDU gegen Heides Intention nicht für eine Kooperation mit der SPD, sondern für die Opposition entschieden hat.

Der Kommunalpolitiker wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht und war Träger des Bundesverdienstkreuzes. Um Claus Heide trauern neben Verwandten, Freunden und Weggefährten seine Frau Margitta, drei Kinder und zwei Enkelkinder. Die Trauerfeier wird im engsten Familienkreis stattfinden. wm

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