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Die Erzieherinnen des Kindergartens bei der Musikeinlage.

Aus der Bütt

Eine riesige MTZ-Stadt? Der Horn, „der spinnt total“

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„Ein Frankfurter Ghetto auf Sulzbacher Land – so einen Blödsinn hat man noch nie gekannt“, reimte Protokoller Martin Brylka und erteilte der von Thomas Horn vorgeschlagenen MTZ-Stadt aus der Bütt eine klare Absage. Das war nur ein Höhepunkt der Fastnachtssitzung im Katholischen Pfarrheim.

„Sulzbacher Fassenacht, die ist Spitze“ lautete das Motto bei der närrischen Sitzung im ausverkauften Katholischen Pfarrheim. Dass dies kein leerer Spruch ist, unterstrichen die Akteure der Kirchengemeinde, die seit 45 Jahren Fassenacht feiern und nach viereinhalb Jahrzehnten erneut einen besonderen Knaller präsentierten. Mit Mutterwitz und Charme führten die beiden Sitzungspräsidenten Jürgen Brandt und Thorsten Moser durch das Programm, bei dem natürlich auch das Lokalkolorit nicht fehlte.

„Mc Moneysack“ als Protokoller

Protokoller Martin Brylka, der im Schottenrock als „Mc Moneysack“ auf die Bühne kam, kündigte an, dass sich Schottland in der Brexit-Diskussion von Großbritannien unabhängig macht, so wie es Sulzbach einst mit Bad Soden geschafft habe. Dass der einstige Kelkheimer Bürgermeiser Thomas Horn jetzt als Direktor des Regionalverbandes auf der grünen Wiese eine Stadt rund um das Main-Taunus-Zentrum errichten will, hält Brylka für eine Schnapsidee: „Für 6000 Leute, der spinnt total, das diskutieren wir noch nicht einmal.“ Denn: „Ein Frankfurter Ghetto auf Sulzbacher Land, so einen Blödsinn hat man noch nie gekannt.“

Brillant war der Auftritt von Marie Wagner, Thomas Wagner und Adrian Rypka als „Familie Struwwelisch“. Der Papa sollte dem Sohn eigentlich nur bei der Lösung der Rechenaufgabe „28:7“ helfen. Der sichtlich überforderte Vater entwickelte bei der Suche nach der Lösung erstaunliche gedankliche Ausflüge bis zum „Wolf und den sieben Geißlein“ und zum Schneewittchen, das mit den sieben Zwergen in einer 28-Zimmer-Wohnung residiert.

Protokoller Martin Brylka in seinem närrischen Element.

Mechthild Könecke und Gitte Merkel ernteten ebenso viel Applaus mit der Parodie „Anamirl“ wie die Erzieherinnen der katholischen Kita um Leiterin Bettina Watzl mit einer Musikeinlage sowie die der Kerbeborsche mit Marina Wildmann-Petry, John-Philipp Becher, Lenny Hochgesand und Parick Rypka mit der originellen Darbietung „Pinkelpause“.

Männerballett „Beichtstuhlrocker“ sorgt in Sulzbach für Stimmung 

Für Stimmung sorgten das Männerballett „Beichtstuhlrocker“, die „Wäschbach Dancer“ mit ihrer Hitparade und die Kirchturm-Combo, die nach dem Finale die große Party einleitete. Verstärkung erhielten die närrischen Kirchenleute erneut von den TSG-Karnevalisten mit der Garde, den Tanzgruppen „Happy Dancers“ und „No Name“ sowie mit den brillanten Büttenrednern Jakob, Lukas, Marius, Tobias und Thorsten Moser.

Thorsten Moser berichtete mit seinen Söhnen Jakob und Lukas von der jüngsten abenteuerlichen Urlaubsreise. Die Brüder Marius und Tobias Moser rockten dagegen als Bayern- und Eintracht-Fan den Saal.

Sitzungspräsident Jürgen Brandt war schon zu Beginn bei der Begrüßung der Gäste sicher, dass die Narrenschau grandios wird. Denn er rief dem katholischen Pfarrer Alexander Brückmann zu: „Das Programm wird Ihnen so gut gefallen, dass Ihre Enkelkinder noch davon schwärmen.“

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