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Extra-Phase für Rechtsabbieger

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Queren Radfahrer die Limesspange, müssen aus Sulzbach-Mitte kommende Autos warten; was nicht alle machen.
Queren Radfahrer die Limesspange, müssen aus Sulzbach-Mitte kommende Autos warten; was nicht alle machen. © Knapp

Die SPD will mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer.

Sulzbach -Eigentlich ist es Alltag im Straßenverkehr. Fahrzeuglenker, die rechts abbiegen, müssen mit einer gleichzeitigen Grünphase für Fußgänger auf der Straße rechnen, auf die sie abbiegen. So ist es auch, wenn man in Sulzbach-Nord von der Hauptstraße aus nach rechts auf die Limesspange (L 3014) in Richtung Schwalbach abbiegt.

Die Sulzbacher SPD sieht da ein Gefahrenpotenzial. Gemeindevertreterin Daniela Verges sagte in der Parlamentssitzung: "Die Situation der Rechtsabbieger bei gleichzeitiger Fußgängerquerung ist oftmals sehr gefährlich. Die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer sollte immer über die schnelle Fahrt der Kraftfahrzeuge gestellt werden."

Auch Argumente der zuständigen Landesbehörde Hessen Mobil, dass es durch eine neue Ampelschaltung zu mehr Verkehrsstaus, längeren Wartezeiten für alle und auch Rotphasen, in denen Autos trotzdem fahren, kommt, können die Sulzbacher Genossen nicht überzeugen.

Die SPD brachte in der jüngsten Parlamentssitzung einen Antrag zur Ampelschaltung an der Kreuzung Limesspange/Hauptstraße ein. Darin wird gefordert, ein Planungsbüro mit einer Berechnung zur Änderung der Ampelschaltung zu beauftragen, welche die gleichzeitige Grünphase von Rechtsabbiegern aus Sulzbach Mitte kommend mit den querenden Fußgängern vermeidet.

Daniela Verges: "Wir sind durchaus der Meinung, dass man mit einer Umplanung der Ampelschaltung die Sicherheit für Fußgänger gewährleisten kann, ohne lange Rückstaus zu produzieren." Die SPD unterbreitet in ihrem Antrag auch diesen Vorschlag: Von der Sulzbacher Ortsmitte kommend ist derzeit die Grünphase für alle gleichgeschaltet und die Geradeausfahrer und die Rechtsabbieger auf der rechten Spur zusammengefasst. Dieses führt dazu, dass die Autofahrer, die geradeaus in Richtung Bad Soden (Getränkehandel Schluckspecht) fahren, immer warten müssen, bis die Rechtsabbieger fahren können.

Dies bedeutet nach Meinung der Sulzbacher SPD einen großen Rückstau, der sich vermeiden lässt. Wie? Grünphasen für links und geradeaus sind von den Rechtsabbiegern zu trennen. Deshalb der konkrete Ansatz der SPD: Wenn die Linksabbieger und die Geradeausfahrenden auf der linken Spur zusammengefasst werden und eigene Grünphasen haben, können die Fußgänger durchaus die Straße queren, ohne dass es gleichzeitig eine Grünphase für Rechtsabbieger gibt. Die Rechtsabbieger könnten ihre Grünphase mit den Abbiegern von Schwalbach und von Bad Soden kommend nutzen. Somit - so die Sulzbacher SPD - haben alle ihre Grünphasen, ohne dass es eine allgemeine Verzögerung der Ampelphasen gibt.

Zur Befürchtung von Hessen Mobil zum Überfahren der Rotphasen hat die SPD auch eine Idee: Dem kann man mit einer Blitzer entgegenwirken. Und mit den Einnahmen die Kosten des Planungsbüros begleichen. Vorschläge liegen also auf dem Tisch. Der Antrag wurde zur weiteren Diskussion in den Planungs- und Bauausschuss verwiesen. wm

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