1. Startseite
  2. Region
  3. Main-Taunus
  4. Sulzbach

Feuerwehr erlebt einen heißen Dezember

Erstellt:

Kommentare

Am 21. Dezember standen auf dem hinteren Parkplatz des Main-Taunus-Zentrums zwei Autos in Flammen.
Am 21. Dezember standen auf dem hinteren Parkplatz des Main-Taunus-Zentrums zwei Autos in Flammen. © Feuerwehr Sulzbach

Aufwendigster Einsatz war ein Gasalarm in der Bahnstraße. Bewohner mussten evakuiert werden.

Sulzbach -Die Sulzbacher Feuerwehr hat einen heißen Dezember mit vier aufwendigen Einsätzen erlebt. Höhepunkt war ein Einsatz wegen Gasalarms im unteren Teil der Bahnstraße am Dienstag vergangener Woche, bei dem sogar die Bewohner anliegender Häuser für mehrere Stunden evakuiert und die Bahnstraße einige Zeit gesperrt wurde.

Denn in einer Garage in der Bahnstraße 6 war aus einem mit Gas betriebenen Fahrzeug Flüssiggas ausgetreten. Als der Besitzer des Anwesens dies bemerkte, alarmierte er umgehend die Rettungskräfte, die schnell anrückten. Doch am Einsatzort erwies es sich als Problem, dass das Garagentor elektrisch betrieben und die Beleuchtung über einen Bewegungsmelder geschaltet wird. Deshalb konnten die Einsatzkräfte nicht ausschließen, dass bei einer Öffnung Funken fliegen, die sogar eine Explosion hätten auslösen können.

Aus diesem Grund musste der komplette Straßenzug - Straßenlampen und die angrenzenden Häuser - vom Strom abgeschaltet los werden und die Bewohner mussten für einige Stunden die Häuser verlassen. Angerückt waren Einsatzkräfte der Sulzbacher Feuerwehr, die GABC-Messgruppe der Eschborner Feuerwehr, die Polizei der Rettungsdienst sowie Mitarbeiter des Netzbetreibers Syna und der Mainova. Auch Kreisbrandinspektor Kai Beuthien war an Ort und Stelle. GABC ist die Abkürzung für Gefahrstoff-/atomare-, biologische und chemische Gefahren.

Niemand wurde verletzt

Nachdem der Strom angeschaltet war, wurde das Garagentor mit Muskelkraft geöffnet, die Garage gelüftet, Messungen vorgenommen und später das Auto aus der Garage geschoben. Es wurde auf einem Parkplatz in der Nähe abgestellt, nachdem sicher war, dass vom Fahrzeug keine Gefahr mehr ausgehen konnte. Der Einsatz dauerte von 20.40 bis 1 Uhr in der Nacht. Die Anwohner der Häuser mit den Hausnummern 7 und 9 verharrten zunächst einige Zeit vor der Bushaltestelle vor dem Bahnhof Mitte, als sie in der Dunkelheit von einem Feuerwehrmann darüber informiert wurden, dass kein Bus kommen würde und sie nicht zu warten brauchten.

Die Feuerwehr brachte die ausquartierten Anwohner ins katholische Pfarrheim. Dort feierte das Männerballett der Fassenachter der katholischen Kirchengemeinde gerade seine Weihnachtsfeier. Die Ausgesperrten wurden willkommen geheißen und gleich mit Getränken versorgt, bis sie gegen 1 Uhr in der Nacht wieder nach Hause durften.

Wie der Einsatzleiter der Sulzbacher Feuerwehr, der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Martin Reich, mitteilte, wurde bei dem mehrstündigen Einsatz niemand verletzt. Der Linienbusverkehr musste während der Sperrung umgeleitet werden.

Zwei Autos standen in Flammen

Begonnen hatte der „heiße Dezember“ der Sulzbacher Feuerwehr in der Nacht zum 8. Dezember, als in der Santander-Bank im Main-Taunus-Einkaufszentrum mehrere Geldautomaten gesprengt wurden. Die Sulzbacher Feuerwehr sorgte für Brandschutzsicherheit und sperrte den betroffenen Bereich ab.

Am 9. Dezember musste die Wehr schließlich ausrücken, weil ein Brand auf einem Balkon gemeldet wurde und am 14. Dezember wegen eines Fassadenbrands. Am 21. Dezember standen im Main-Taunus-Zentrum gegen 14.15 Uhr zwei Autos lichterloh in Flammen. Die Sulzbacher Feuerwehr löschte den Brand. wm

Auch interessant

Kommentare