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Glasfaserausbau wird vorangetrieben

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Von: Walter Mirwald

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Gemeindevertreter beschließen zudem eine Baulandumlegung. Und Regeln für die Bebauung.

Sulzbach -Der Ausbau von hochgeschwindigkeitsfähigen Internetnetzen ist auch in Sulzbach von erheblicher Bedeutung. Um dies schneller und effizienter zu erreichen, hat die Gemeindevertretung einstimmig den Beitritt zu den Rahmenkooperationsvereinbarungen zwischen der "Gigabitregion FrankfurtRheinMain", Deutsche Glasfaser Wholesale und Deutsche Telekom Deutschland beschlossen.

Diese Vereinbarungen sollen durch eine einheitliche Steuerung und Koordinierung der Rahmenprozesse sowie durch Vereinfachung und Standardisierung einen Beitrag zur flächendeckenden Versorgung der Gemeinden in der Region mit einem frei zugänglichen Glasfasernetz bis an jedes Haus und Unternehmen sicherstellen. Bürgermeister Elmar Bociek: "Wir wollen damit das Schnellste und Beste für Sulzbach erreichen."

Voraussetzung für Vorkaufsrechte

Ebenfalls einstimmig beschloss die Gemeindevertretung die Anordnung einer Baulandumlegung in dem Bebauungsplangebiet Nr. 80 "Am Rosenweg". In diesem Bereich entlang der alten Bundesstraße 8 hinter der Bebauung der Bahnstraße (gegenüber vom früheren Autokino) soll ein Mischgebiet von Wohnen und Gewerbe entstehen.

Ein großer Teil der Grundstücke ist im Besitz der Gemeinde Sulzbach. Trotzdem verteilt sich das Eigentum noch auf 24 verschiedene Eigentümer beziehungsweise Eigentümergemeinschaften, mit denen die Baulandumlegung im Auftrag der Gemeinde von dem Hochheimer Vermessungsbüro Dr. Riehl geregelt werden soll. Der dritte einstimmige Beschluss des Gemeindeparlaments ist ein Grundsatzbeschluss über die künftigen Voraussetzungen zur Einleitung von Bebauungsplanverfahren, bei Projekten mit preiswertem Wohnraum und Vorkaufsrechten für gemeindeeigene Grundstücke.

"Wir wollen und brauchen Wohnraum"

Es wurde beschlossen, dass Bauleitverfahren mit Ausnahme der Bebauungspläne der Innenentwicklung nur dann über ein ergebnisoffen geführtes Verfahren begonnen werden, wenn die Gemeinde Sulzbach im Eigentum aller betroffenen Grundstücke ist.

Bürgermeister Bociek: "Wir wollen und brauchen Wohnraum, aber nicht über Investoren, die Objekte anbieten, die kaum bezahlbar sind." Jörg Sydow von der FDP hatte in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses diesen Beschluss begrüßt: "Wir beobachten, wie sich Sulzbach in die falsche Richtung entwickelt, wenn Einfamilienhäuschen abgerissen werden und auf dem Grundstück Wohnquartiere entstehen, die nicht mehr ins Ortsbild passen."

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