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Eigentlich kommt Hans-Peter Krecker aus Norddeutschland, ist aber in der Rhein-Main-Region inzwischen heimisch geworden. Hier steht er vor einer seiner Fotografien, die derzeit im Hofheimer Rathaus ausgestellt sind.

75. Geburtstag

Hans-Peter Krecker: Lebensfroh und mit Sinn für Kultur

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Hans-Peter Krecker gehörte 1976 zu den Gründern des Kulturkreises „Wallauer Fachwerk“ und steht vom ersten Tag an der Spitze dieser Gemeinschaft. Am Montag, 20. August, feiert der Sulzbacher seinen 75. Geburtstag.

Neben dem 75. Geburtstag kann der gebürtige Kieler in diesem Jahr weitere „Jubiläen“ aufzeigen. „Seit 50 Jahren arbeite ich als Ingenieur, seit 25 Jahren bin ich selbstständig, und seit 20 Jahren wohnen wir in Sulzbach“, erzählt Hans-Peter Krecker, der im kulturellen Bereich ein Hansdampf in allen Gassen ist. Der 150 Mitglieder zählende Kulturkreis „Wallauer Fachwerk“ lädt im Zwei-Jahres-Rhythmus zu dem Großereignis „Offene Höfe und Kunst“ ein, organisiert immer wieder bemerkenswerte Ausstellungen und hat im Laufe der Jahre auch etliche Kontakte ins Ausland, zum Beispiel nach Japan, geknüpft.

Krecker war nach seinem Studium in Wolfenbüttel als Diplom-Ingenieur bei der Stadt Kiel beschäftigt. „Ich empfand die Arbeit dort als langweilig und bat einen Freund aus Mainz, mir im Rhein-Main-Gebiet einen Job zu besorgen“, erinnert sich Krecker. Auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch ging bei Hannoversch Münden sein Auto kaputt, doch die Episode nahm ein gutes Ende. Krecker: „Ich hatte innerhalb von drei Tagen ein neues Auto, einen neuen Job und eine neue Wohnung.“ Die neue Wohnung war in Hofheim-Wallau. Der Waschraum des Hauses in Wallau wurde zur Wiege des „Wallauer Fachwerk“, denn dort durfte getöpfert werden. Später fand der Verein sein Domizil im Fachwerkkeller, der früheren Milch-Annahmestelle.

Auch nach seinem Umzug nach Sulzbach hielt Krecker stets engen Kontakt nach Wallau. Aber auch in der neuen Umgebung engagierte sich Krecker, der seit 46 Jahren SPD-Mitglied ist. Bis 2012 war er als Beisitzer im Sulzbacher Parteivorstand für Kulturelles zuständig und organisierte mit Erfolg Veranstaltungen, zum Beispiel mit den „U-Bahn-Kontrolleuren in tiefgefrorenen Frauenkleidern“ und mit Sabine Fischmann. Krecker war Delegierter im Unterbezirk Main-Taunus und kandidierte bei den Kommunalwahlen.

Engagiert ist Hans-Peter Krecker zudem als Chef des Vereins „Wallauer Bücherstube“, als Beiratsmitglied im Kunstkaufhaus Kelkheim, beim Verein

„Plattdüütsch leevt“

, in der Hofheimer Bürgerstiftung und in der George-Marshall-Gesellschaft. Bis heute arbeitet Krecker, der für die Firma Uhde auch einige Zeit im Ausland tätig war, mit Begeisterung als selbstständiger Ingenieur mit dem Fachbereich „Heizung, Klima, Sanitär, Solar“. Ein Großauftrag bei der Sanierung des Klosters Eberbach ist nahezu abgeschlossen, das aktuelle Projekt ist das Moorbadehaus auf dem Gelände der Landesgartenschau in Bad Schwalbach.

In seiner Freizeit ist Hans-Peter Krecker mit seiner Frau Engelie viel auf Reisen und in Sulzbach mit seinem Hund Mauri in den Feldern unterwegs. Der lebensfrohe Mann mit dem vollen grauen Haar, den buschigen Augenbrauen und dem grauen Bärtchen spielt bei der SG Kelkheim Volleyball und geht zur TuRa Niederhöchstadt zur Gymnastik. Zum Geburtstag gratulieren unter anderen seine Frau, drei Kinder und sechs Enkelkinder.

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