Fuß- und Radweg

Keine Beleuchtung an der Limesspange: LED-Solar-Leuchten sollen Problem lösen

  • schließen

Im Planungs- und Bauausschuss gab es eine lange Debatte um die Beleuchtung für einen Fuß- und Radweg vom Wohngebiet Haindell zur Kreuzung Limesspange/Hauptstraße und zum Bahnhof Nord. Beschlossen wurde eine kleine preiswerte Variante.

Auf der Verbindung von der Kelkheimer Straße zur Limesspange sollen LED-Solar-Straßenleuchten installiert werden. Das kleine Stück Weg, über das heftig diskutiert wurde, ist ein schmaler dicht bewachsener Pfad, den die meisten Sulzbacher wahrscheinlich gar nicht kennen. Er führt von der Kelkheimer Straße zur Limesspange und wird von im Gewerbegebiet Otto-Volger-Straße Beschäftigten ebenso genutzt wie von Schülern der Mendelssohn-Bartholdy-Schule, die im Wohngebiet Haindell und Umgebung zu Hause sind.

Dort ist keine Beleuchtung vorhanden, so dass dieses Stück Weg in der dunklen Jahreszeit und in den Abend- und Nachtstunden einen Gefahrenherd darstellt. Mit LED-Solar-Straßenleuchten soll das Problem gelöst werden.

In der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses im Juni dieses Jahres wurden erstmals verschiedene Varianten zur Beleuchtung des Fuß- und Radweges von der Kelkheimer Straße bis zur Limesspange und dann weiter über die Kreuzung Limesspange/Hauptstraße hinaus bis zur Ampelanlage und der Unterführung zum Bahnhof Nord diskutiert.

Bei einer Untersuchung stellte sich aber heraus, dass die Beleuchtung des Weges von der Kreuzung Limesspange/Hauptstraße parallel zum Bahnhof Nord bis zur Ampelanlage an der Unterführung nur schwer umsetzbar ist. Deshalb soll nach Empfehlung der Experten in der Gemeindeverwaltung auf die Beleuchtung dieses Teilstückes verzichtet werden. So blieben zwei Varianten für eine Beleuchtung bis zur Kreuzung Limesspange/Hauptstraße nur mit LED-Solar-Straßenleuchten oder auch noch mit einer sogenannten Handlaufbeleuchtung.

Doch gegen beide Varianten wurden im Fachausschuss Bedenken geäußert. Friedrich Niederfeichtner von der Fraktion Pro Sulzbach: „Wir laufen in einen Präzedenzfall, wenn wir einen Teil der Straße beleuchten und den anderen nicht. Das könnte rechtliche Folgen haben.“ Er argumentierte zudem, dass entlang der Limesspange der Fuß- und Radweg durch die fahrenden Autos beleuchtet wird und warnte: „Wir dürfen kein Geld für Dinge ausgeben, die schön sind, sondern müssen auch fragen, ob das notwendig ist.“ Beide vorgeschlagenen Varianten hätten nach ersten Schätzungen 110 000 oder 87 000 Euro gekostet.

Weil die meisten Ausschussmitglieder Niederfeichtners Bedenken teilten, wurde einstimmig die kleine Lösung beschlossen, nämlich Solarleuchten auf dem Wegestück von der Kelkheimer Straße zur Limesspange. Dieser Beschluss ist eine Empfehlung für das Gemeindeparlament, das am Donnerstag, 23. August, die endgültige Entscheidung trifft.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare