Aktueller Stand

Kommunales Gipfeltreffen zur Regionaltangete West

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Heute tagen die Haupt- und Finanzausschüsse von Sulzbach und Bad Soden gemeinsam. Der Geschäftsführer der RTW-Planungsgesellschaft informiert über den aktuellen Stand zur geplanten Regionaltangente West.

Die endgültige Entscheidung zum Beitritt Sulzbachs zur Planungsgesellschaft der Regionaltangente West (RTW) trifft die Gemeindevertretung am Donnerstag, 23. August. Zuvor kommt es noch zu einem Gipfeltreffen zu diesem Thema: Am heutigen Dienstag tagen um 19.30 Uhr im Rathaus die Haupt- und Finanzausschüsse aus Sulzbach und der Nachbarstadt Bad Soden. Der Geschäftsführer der RTW-Planungsgesellschaft, Horst Amman, gibt in dieser Sitzung aktuelle Informationen zu dem Zukunftsprojekt Regionaltangente West.

Wie berichtet, hatten der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung Mitte Juni dieses Jahres in Bad Homburg beschlossen, die Gemeinde Sulzbach und die Stadt Bad Soden in den Kreis der Gesellschafter der RTW-Planungsgesellschaft aufzunehmen.

Die Planer haben vor, die Strecke, die von Bad Homburg über den Flughafen in den Kreis Offenbach führt, an der Dunant-Siedlung in Sossenheim zu flügeln. Ein Teil der Züge verkehrt nach Westen in Richtung Soden/Sulzbach. Der andere Teil fährt weiter nach Norden (Bad Homburg/Praunheim).

Im Sulzbacher Gemeindeparlament begrüßen bis auf die Freien Wähler alle Fraktionen den Beitritt zur Planungsgesellschaft und den Erwerb von Geschäftsanteilen. Dafür beträgt der Anteil von Sulzbach rund 190 000 Euro. In der jüngsten Routinesitzung des Haupt- und Finanzausschusses dankten die Fraktionschefs der Grünen, Christian Mathé, und FDP, Jörg Sydow, dass es mit dem Beitritt geklappt hat. Sydow: „Die FDP hat da ja auch mit angestoßen.“

Schweres Kaliber fuhr dagegen der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Manfred Reccius, auf: „Wir lehnen den Beitritt ab, weil wir keine Entlastung für Sulzbach sehen.“ Der Vertrag sei ein Spekulationsgeschäft, denn keiner könne sagen, dass die Maßnahme auch umgesetzt wird. Es bestehe die Gefahr, „dass wir ausgenommen werden wie eine Weihnachtsgans“.

Die 190 000 Euro – so Reccius – hätte man für sozialen Wohnungsbau einsetzten können. Bürgermeister Elmar Bociek konterte hingegen: „Wenn wir Teil einer Weiterentwicklung in der Region werden wollen, wiegt das mehr als 190 000 Euro.“

(wm)

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