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Spendenaktionen für die Ukraine

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Rund 200 Menschen waren gekommen, um gemeinsam für den Frieden zu beten. Unter der Ukraine-Fahne spricht Michael Gengenbach. Links von ihm: Catrin Lerch und Matthias Brandt.
Rund 200 Menschen waren gekommen, um gemeinsam für den Frieden zu beten. Unter der Ukraine-Fahne spricht Michael Gengenbach. Links von ihm: Catrin Lerch und Matthias Brandt. © gs

Die Gemeinde unterstützt eine private Initiative: Gebraucht werden vor allem Medizin, haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel.

Sulzbach -Vor wenigen Tagen hatte Bürgermeister Elmar Bociek in seinem Aufruf zur Hilfe für die Ukraine noch geraten, Geld zu überweisen und keine Sachspenden abzugeben. Doch die Situation hat sich schnell verändert. Dankbar unterstützt die Gemeinde die Privatinitiative des Sulzbacher Ehepaares Barbara und Gerard Rybka, das über beste Verbindungen zur Verwaltung der südpolnischen Stadt Andrychów verfügt. In diese Stadt sollen aus Sulzbach in der nächsten Woche Sachspenden geliefert werden.

Diese Sachen werden zum Teil an die rund 700 Flüchtlinge aus der Ukraine - vorwiegend Frauen, Kinder und ältere Menschen - verteilt, die in der südlich von Krakau gelegenen Stadt gestrandet sind. Ein anderer Teil der Sachspenden wird mit Bussen in die Kriegsgebiete in die Ukraine geschickt. Auf der Rückfahrt transportieren die Busse weitere Flüchtlinge nach Polen.

Es werden noch Helfer benötigt

Beim von rund 200 Menschen besuchten Friedensgebet am Platz an der Linde am Dienstag kündigten Bürgermeister Bociek und der aus Ratibor in Polen stammende Küster der katholischen Kirchengemeinde, Gerard Rybka, die Spendenaktion an. Die Sammelaktionen sind am Freitag, 11. März, von 14 bis 18 Uhr und am Samstag, 12. März, von 10 bis 18 Uhr im katholischen Pfarrheim, Eschborner Straße 2a. Zu diesen Terminen können gut erhaltene Sachspenden abgegeben werden - idealerweise bereits im Umzugskartons verpackt.

Die Helfer richten die eingegangenen Sachspenden transportgerecht her. Den Warentransport übernimmt die in Sulzbach ansässige Knorsch Transport GmbH. Bürgermeister Bociek bedankt sich bei dem Unternehmen "für die spontane und unbürokratisch signalisierte Hilfsbereitschaft".

Es wird darum gebeten, keine Kleidung und kein Spielzeug zu spenden. Gebraucht werden besonders Artikel für den medizinischen und täglichen Bedarf, haltbare und verzehrfertige Lebensmittel für Mensch und Tier, Haushalts, Hygiene- und Reinigungsartikel sowie Umzugskartons.

Die Gemeindeverwaltung hat auf einer Liste vorgeschlagen, was gebraucht wird. Dabei spannt sich der Bogen von B wie Badetücher jeder Größe, Batterien, Bettwäsche über K wie Kaffee, Kakao und Konserven bis Sch und S wie Schlafmatratzenauflagen, Schlafsäcke, Spannbetttücher und Streichhölzer.

Für die Abwicklung der Aktion werden Helfer benötigt. Interessierte wenden sich an Sandra Schiwy von der Kulturabteilung der Gemeindeverwaltung - vorzugsweise per E-Mail: sandra. schiwy@sulzbach-taunus.de oder Telefon (0 61 96) 70 21-1 21.

Kirchengemeinde stellt Räumlichkeiten

Bürgermeister Bociek dankt der katholischen Kirchengemeinde für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und den tatkräftigen Einsatz. Die Kirchengemeinde hält seit vielen Jahren Kontakt mit der Stadt Andrychów. Küster Rybka ist mit dem dortigen katholischen Pfarrer Zak befreundet, der schon mehrfach als Geschenk zum Erntedankfest ein 1,70 Meter hohes und 30 Kilogramm schweres Strohgebinde nach Sulzbach geschickt hat.

Wegen Corona musste das zuletzt ausfallen. "Die Tradition soll aber fortgesetzt werden, wenn Corona und Krieg hoffentlich bald vorbei sind", sagen die Eheleute Rybka. wm

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