+
Jan Christoph, Enrico und Harsimran von der Klasse 10R2 halten sich an die Hygieneregeln, tragen Masken, halten Abstand beim Betreten des Schulgeländes und desinfizieren ihre Hände am Automaten.

Bildung

Schüler an Sulzbacher Schule an Coronavirus erkrankt

  • schließen

An der Mendelssohn-Bartholdy-Schule in Sulzbach soll der Präsenzunterricht wieder beginnen. Doch kurz vor dem Start erkrankt ein Schüler an dem Coronavirus. 

  • Mendelssohn-Bartholdy-Schule in Sulzbach bereitet sich auf Unterricht nach der Corona-Pause vor
  • Es wird in Kleingruppen und mitMindestabstand unterrichtet
  • Schüler an Coronavirus erkrankt – Mehrere Kontaktpersonen in Quarantäne 
Update vom Mittwoch, 20.05.2020, 19.37 Uhr: Am Montag (25.05.2020) soll für die rund 700 Schüler und Schülerinnen der Unterricht an der Mendelssohn-Bartholdy-Schule nach der Corona-Pausewieder beginnen – wenn auch nur eingeschränkt. Doch kurz vor der Öffnung für alle Unterrichtsstufen ist ein Schüler der zehnten Klasse an dem Coronavirus erkrankt. Das hat der Main-Taunus-Kreis auf Facebook bekannt gegeben. 

Demnach stehen weitere Schüler und Lehrer als direkte Kontaktpersonen vorsorglich unter Quarantäne. Soweit bisher bekannt ist davon nur eine Kleingruppe betroffen.

Schule in Corona-Zeiten: Mendelssohn-Bartholdy-Schule in Sulzbach beginnt Präsenzunterricht wieder

Erstmeldung vom Mittwoch, 20.05.2020, 09.15 Uhr: Sulzbach - Corona und Schule! Das ist ein Drama für sich in diesen Krisenzeiten. Kinder und Eltern sind betroffen, die Lehrerinnen und Lehrer vor eine Herkulesaufgabe gestellt. Der Leiter der Mendelsohn-Bartholdy-Schule (MBS), Lothar Hennig, hat mit seinem Team in diesen Tagen an Lösungen gebastelt, damit die Schule unter den vorgeschriebenen Hygienevorgaben „endlich wieder zu einem Ort der sozialen Begegnung werden kann“, nachdem zuletzt über das Internet zwischen den Haushalten und der Lehrersch, aft kommuniziert wurde.

Schule in der Corona-Krise: In Kleingruppen und mit Mindestabstand

Seit Dienstag, 17.03.2020, bietet die Schule eine Notbetreuung für die Jahrgänge 5 und 6 während der regulären Unterrichtszeit und den bestehenden Betreuungszeiten der MBS an. Die Notbetreuung dient ausschließlich dazu, Kinder aufzunehmen, deren Eltern in so genannten kritischen Infrastrukturen wie zum Beispiel im medizinischen Bereich oder bei der Polizei tätig sind.

Die Abschlussklassen 10R1, 10R2, 10R3 und 9H - etwa 90 Schülerinnen und Schüler - sind seit Montag, 27.04.2020, wieder im Unterricht. Sie werden in zehn Räumen in Kleingruppen unterrichtet mit dem vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,50 Meter, darüber hinaus tragen sie Mund- und Nasenschutz zum Schutz vor Corona.

Es gilt die Kinder in der Corona-Krise aufzufangen

Der Start des Präsenz-Unterrichts in der Corona-Krise für die übrigen Kinder der von rund 700 Schülerinnen und Schülern besuchten Schule ist nächste Woche, am Montag, 25.05.2020. Dann sind die "Großen" bei ihrer Klausur in der Sporthalle. Auf verschiedene Tage und Stunden verteilt wird dann wieder unterrichtet.

„Für die Kleinen ist es ganz wichtig, dass sie wieder für ein paar Stunden in die Schule können. Dabei kommt es nicht auf Beurteilungen und Noten an“, sagt Schulleiter Hennig. Vielmehr sollen bei dem Präsenz-Unterricht in der Corona-Krise die Kinder „aufgefangen werden und wieder eine Struktur erleben“. Hennig berichtet von detaillierten Plänen der Vorsichtsmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen: „Drei Stunden Schule am Tag ohne große Pausen, mehrere Eingänge um Begegnungen größerer Gruppen zu vermeiden.“ 

Schule in der Corona-Krise: Eine Herausforderung der besonderen Art

Eine Herausforderung der besonderen Art. „Aber wir sind guter Dinge, dass wir das schaffen. Wir haben schon bei den älteren Schülerinnen und Schülern eine enorme Disziplin erlebt.“ Henning hofft aber, dass die Zeit für dieses Provisorium begrenzt ist: „Hoffentlich ist die Corona-Infektionsrate nach den Sommerferien so niedrig, dass wir nach und nach wieder in normalen Schulalltag zurückkehren können.“

Auf der Homepage der Mendelsohn-Bartholdy-Schule wird über die aktuelle Situation informiert. Da heißt es in einem Appell an die Eltern: „Bitte reden Sie mit Ihren Kindern, dass sie selbst zu ihrer Gesunderhaltung beitragen können, in dem sie persönlich Verantwortung für eigene Vorsorgemaßnahmen übernehmen und beispielsweise soziale Kontakte deutlich reduzieren.“ 

Von Walter Mirwald

Alle aktuellen Entwicklungen rund um das Corona-Virus in Hessen und den einzelnen Regionen erfahren Sie auch in unserem News-Ticker. 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare