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Raubkatze trifft Clown: Passend zum Dschungel-Motto kamen einige Gäste zur Kappensitzung in exotischen Kostümen daher.

Fastnachtssitzungen der TSG Sulzbach

Frankfurter Hof wird zum Dschungel

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Der Umzug der TSG-Narrenschau aus der Eichwaldhalle in das Bürgerzentrum Frankfurter Hof kann als Erfolg verbucht werden. Bei zweimal voller Hütte wurde dem Affen bei einem Ausflug in den Sulzbacher Dschungel Zucker gegeben.

Sulzbach - Bürgermeister Bociek im Bastrock: Keine Frage, die Kappensitzung der TSG Sulzbach begann schon vielversprechend. Er hatte ortsübliches Ornat angelegt, hatte sich das Bürgerzentrum Frankfurter Hof am Wochenende doch in einen Dschungel inklusive Lianen, wilden Tieren und Dr. Bob verwandelt. Die Prüfung als Narrenpraktikant bestand er zwar, überließ die Bühne dann aber wohlweislich den Profis in diesem Metier. Die Turn- und Sportgemeinde hatte ein fulminantes Programm auf die Beine gestellt, und das bemerkenswerterweise ausschließlich mit eigenen Kräften.

Lehrreich war es zudem: Wer hätte etwa gedacht, dass das Dschungelcamp im Eichwald gedreht wird? Das Sulzbacher Kandidatencasting endete mit der obligatorischen Ekelprüfung: Handkäs’ essen! Damit hatte André Wittich nichts am Hut beziehungsweise Kamm. Als stolzer Gockel erklärte er, warum ein guter Hahn selten fett wird. Erst recht, wenn er 40 Hinkel unter sich hat.

Die sind aber nur für Durchschnittsware zu haben. Ein extragroßes Ei für die Gewinnmaximierung? „Für 10 Cent mehr reiß’ ich mir doch den Boppes net auf!“

Personalrochade: Neuer Bürgermeister für Sulzbach

Durch die Veranstaltung führte Sitzungspräsident Florian Hellmeier, der damit in die Fußstapfen von Walter Mirwald trat (Bericht folgt). Aberwitzig war sein Vorschlag einer CDU-Personalrochade, deren Beteiligte am Freitagabend alle anwesend waren. Norbert Altenkamp wird Kanzler, Christian Heinz nimmt seinen Platz im Bundestag ein, Landrat Michael Cyriax geht für ihn nach Wiesbaden, Elmar Bociek wird neuer Landrat: „Und für Frank Blasch wird ein großer Traum wahr: Er darf Bürgermeister von Sulzbach werden!“

Das saß, reichte aber noch nicht. Der Unterschied zwischen Sulzbach und Bad Soden? „Die Sodener haben die netteren Nachbarn!“

Treffer, versenkt und Tusch für Protokoller und Malermeister Renke Moser. Das Weltgeschehen im Allgemeinen und das Lokale im Besonderen hatten ihm in den vergangenen zwölf Monaten reichlich Vorlagen geliefert. Die SPD beispielsweise „war früher doch so strahlend rot, und ist jetzt beinah mausetot“. Der Malermeister riet ihr, wieder mit bewährtem Kleister zu kleben.

Premiere für Tanzgruppe "No Names" auf der Sitzung

Oder Ribéry, der jüngst mit dem Verzehr eines goldenen Steaks für Aufmerksamkeit sorgte: „Was wieder mal auch hier beweist: Intelligenz wird nicht vom Geld gespeist.“ Noch deutlicher wurde Moser bei der diskutierten Trabantenstadt am Ortsrand: „Nicht mit uns, Ihr Planungskacker, nicht auf unserem schönen Acker!“

Weniger politisch, aber gleichfalls ur(wald)komisch gerieten die weiteren Redebeiträge. Da kämpfte Tarzan mit dem Dschungelkönig um die Vorherrschaft, bis Sulzbachs „Käsfraa“ Marianne Runge sie mit Handkäs’ versöhnte. Da war er wieder! Apropos Vorherrschaft: Auch Eintracht-Fan Marius Moser und Bayern-Anhänger Tobias Moser lieferten sich eine wortgewaltige Auseinandersetzung, während Thorsten, Jakob und Lukas Moser über Wohl und Wehe der Wahl eines Urlaubsziels sinnierten. Sie landeten schließlich im Dschungel des Fuchstanzes. Besser als in der alpinen Skiwelt, wie Thomas Siebenhaar in einer der besten Nummern des Abends plastisch vermittelte. Trubel allüberall, der Hang gesponsert von der Gipsindustrie, und drüber ein Schild, gehabt euch wohl, „es grüßt der Bestatterverband Osttirol“.

Abwechslung ins Programm brachten zahlreiche Musik- und Tanznummern, vom klassischen Gardetanz der Gardemädels über ein Männerballett und „Mary Poppins“ mit den Happy Dancern bis hin zu fantasiereichen Choreographien der Stoppelhopser und der Sunshine Kids.

Gelungene Premiere feierten die Damen der 2018 gegründeten Gruppe No Names mit einem „Showtanz Afrika“. Für die Musik der Abende zeichneten Meine Bäänd und Main Power verantwortlich.

Partysitzung am 22. Februar im Frankfurter Hof folgt

Zweimal volles Haus mit jeweils 220 Gästen – das kann sich für die erste Veranstaltung nach dem Umzug aus der Eichwaldhalle in das Bürgerzentrum Frankfurter Hof sehen lassen. Für eine endgültige Bilanz des neuen Konzepts ist es aber noch zu früh: Am Freitag steht erstmals eine Partysitzung mit DJ Smash auf dem Programm. Los geht es um 20.11 Uhr, Karten kosten 10 Euro im Vorverkauf und 12 Euro an der Abendkasse.

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