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Soll sie abgerissen werden? Oder gibt es noch eine Chance, die Aussegnungshalle zu erhalten? Die Diskussionen laufen.

Aussegnungshalle auf dem alten Friedhof

Über das „baufällige Ding“ ist noch nicht entschieden

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Abreißen oder für eine künftige Parklandschaft umgestalten? Die Gemeindevertreter diskutieren seit längerem, was mit dem Friedhofsgebäude passieren soll. Nur eine Fraktion formuliert ohne Wenn und Aber, was sie will.

Er sucht erst gar nicht nach schönen Umschreibungen, sondern fordert klipp und klar: „Weg mit dem baufälligen Ding!“ Das sagt Helmut Christian von der Fraktion der Freien Wähler. Es geht um die Zukunft der Aussegnungshalle auf dem alten Friedhof an der Haingrabenstraße. Christians Standpunkt ist unmissverständlich. Doch es gibt auch andere Standpunkte.

„Wir wollen das Konzept einer anderen Nutzung des alten Friedhofes. Da könnte die Aussegnungshalle eine Rolle spielen“, hält der Vorsitzende des Planungs- und Bauausschusses, Stefan Hartmann (FDP), dagegen.

Martin Lissmann von der SPD verweist auf die Diskussion um einen möglichen Memoriam-Garten auf einem Sulzbacher Friedhof, die im Sozial-, Umwelt- und Kulturausschuss vertagt wurde, damit in den Fraktionen weiter beraten werden kann. Lissmann sieht einen engen Zusammenhang zwischen diesem Memoriam-Garten und der Aussegnungshalle. Der Genosse schlägt daher vor, auch diesen Punkt in den Fraktionen zu beraten.

Der Ursprungsgedanke bei den Sulzbacher Parlamentariern war, auf dem alten Friedhof einen Memoriam-Garten anzulegen und in diesem Zusammenhang die Aussegnungshalle in einen Verweilunterstand als gemütliches Fleckchen umzuwandeln. Doch die Präsentation der Experten zum Memoriam-Garten hat gezeigt, dass dessen Anlage nur Sinn ergibt, wenn an dem Ort auch Bestattungen vorgenommen werden, und das ist auf dem alten Friedhof nicht mehr der Fall.

Friedrich Niederfeichtner von Pro Sulzbach hält die Aussegnungshalle nicht gerade für ein Kleinod der Gemeinde, kann sich aber vorstellen, dass Studenten mit einem Projekt zur Gestaltung des alten Friedhofs beauftragt werden könnten. Das einstimmige Ergebnis der Beratungen im Planungs- und Bauausschuss: Auch über die Zukunft der Aussegnungshalle soll noch einmal in die Fraktionen beraten werden.

Dies Aussegnungshalle wurde Mitte der 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts erbaut und bis 1969 für Trauerfeiern genutzt. Die SPD hatte beantragt, die Bausubstanz zu überprüfen. Daraufhin hatte ein Sachverständigenbüro die erforderlichen Zimmermannsarbeiten auf 16 500 Euro geschätzt.

(wm)

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