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Autor Thomas Berger (links) schreibt seit seiner Jugend, Christian Meeßen ist ebenfalls von Jugend an Musiker aus Leidenschaft. Nun wurden die beiden mit dem Kulturförderpreis der Stadt geehrt.

Förderpreis

Thomas Berger und Christian Meeßen sind Kelkheims Kultur-Favoriten

Im Plenarsaal des Kelkheimer Rathauses wurden die diesjährigen Preisträger des Kulturförderpreises der Stadt geehrt. Die alle zwei Jahre verliehene Auszeichnung ging an Dirigent Christian Meeßen und Autor Thomas Berger. Beide setzen sich seit langem außerordentlich für die kulturelle Vielfalt der Stadt ein.

Im Plenarsaal trifft sich heute ganz besonderes Publikum. Plenum bedeutet „voll“ und das ist der treffliche Begriff für den Raum im ersten Stock des Kelkheimer Rathauses. Man tummelt sich um Bistrotische, sitzt oder steht ungezwungen beisammen und freut sich auf das in wenigen Minuten startende Ereignis. Die Verleihung des Kulturförderpreises der Stadt hat einen besonders hohen Stellenwert unter Kulturliebhabern und Kulturschaffenden.

Seit 1986 wird die Ehrung zur Darstellung und Förderung des kulturellen Lebens im zweijährigen Turnus an Personen und Gruppen vergeben, die sich um die Kultur Kelkheims verdient machen. Die diesjährigen Preisträger sind Christian Meeßen und Thomas Berger. Beide wohnen in Kelkheim und haben sich unter den 22 von den Bürgern zur Ehrung vorgeschlagenen Persönlichkeiten durchgesetzt.

„Wir freuen uns so sehr, dass Christian Meeßen den Preis erhält. Er hat es wirklich verdient“, erklären beispielsweise Sigrid und Werner Schöllhorn. Hans und Monika Scholz als begeisterte Literaturliebhaber gestehen: „Wir haben nicht nur alle Bücher von Thomas Berger im Bücherschrank.“ Hans Scholz ergänzt: „Ich lese die Literatur von Herrn Berger sehr gerne.“

Erfahren von seiner Ehrung hat Autor Thomas Berger „bereits am 12. September. Stadtverordnetenvorsteher Wolf-Dieter Hasler rief mich an und verkündete mir die Botschaft. Ich war im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos“, erinnert sich der Autor.

Christian Meeßen vernahm die Nachricht kurz vor „meiner Reise mit dem Partnerschaftsverein nach High Wycombe.“ Er fühle sich sehr geehrt über die hochkarätige Auszeichnung.

„Wir haben hier keinen Preis, der von oben herab vergeben wird, sondern einen Preis, der auf Vorschlägen der Bürger basiert“, so Bürgermeister Albrecht Kündiger. Er ergänzt: „Die zehnköpfige Jury aus Vertretern der Politik und Kultur mit Stadtverordnetenvorsteher Hasler als Vorsitzenden des Kulturfördergremiums gewähren eine breite Kompetenz für die Auswahl der Preisträger.“ Die Summe der zur Verfügung gestellten Dotierung von 3000 Euro werde in gleichen Teilen an die beiden Preisträger vergeben. Er sei sich sicher, dass Christian Meeßen und Thomas Berger auch in Zukunft das kulturelle Leben der Stadt bereicherten.

Christian Meeßen ist seit mehr als zwanzig Jahren in der Gemeinde aktiv und nicht nur durch Auftritte solo oder in Gemeinschaft mit seiner Ehefrau Stephanie Weimer-Meeßen bekannt. Zwischen 1997 und 2012 leitete er als Dirigent das Blasorchester St. Dionysius und von 1999 den gleichnamigen Chor, dem er bis zum heutigen Tag als Chorleiter vorsteht. „Christian Meeßen bietet regelmäßig auf ganz großartige Weise geistliche und weltliche Konzerte“, betont der Bürgermeister. Die Breite und Vielfalt seiner Musik begeistere Jung und Alt.

Kinderkonzerte, Musicals oder Bühnenauftritte förderten die frühkindliche musikalische Erziehung, die den Meeßens auch privat wichtig ist. Seit 14 Jahren ist das Musikerehepaar verheiratet und hat drei Söhne im Alter zwischen Vier und Zehn.

Autor Thomas Berger war bis 2016 Gymnasiallehrer für Latein und Evangelische Religion. Seine private Leidenschaft ist das Schreiben – und zwar seit seiner Jugend. Seither hat der Autor mehrere Bücher geschrieben und Beiträge in Anthropologien und Zeitschriften verfasst. Seit 2010 ist er in Kelkheim mit zahlreichen Lesungen, Projekten und Vorträgen aktiv. Literarisch widmet sich Thomas Berger der Prosa, Lyrik und Essayistik. „Für mich ist Sprache ein hohes Gut“, sagt der Autor, der gerade sein aktuelles Werk „Gutenberg und die Reformation“ fertiggestellt hat.

Musikalisch eröffneten Stephanie Weimer-Meeßen an der Violine, Reiner Engelmohr am Klavier und Preisträger Christian Meeßen auf der Trompete die Feierstunde mit „You raise me up“ von Josh Groban. Nach der Begrüßung von Bürgermeister Albrecht Kündiger und der Laudatio des Stadtverordnetenvorstehers Wolf-Dieter Hasler gab es Glückwünsche für die beiden Preisträger. Mit Häppchen und einem Umdruck endete der offizielle Teil der Verleihung. „Wir werden zu Hause noch ein kleines Konzert unserer Kinder hören und den Nachmittag mit der Familie ausklingen lassen“, verriet Stephanie Weimer-Meeßen.

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