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Übernahme der Tierklinik Hofheim durch Evidensia erlaubt

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Die Tierklinik in Hofheim deckt für Klein- und Heimtiere unter anderem die Bereiche Innere Medizin, Radiologie, Onkologie, Neurologie und Chirurgie ab. (Archivfoto)
Die Tierklinik in Hofheim deckt für Klein- und Heimtiere unter anderem die Bereiche Innere Medizin, Radiologie, Onkologie, Neurologie und Chirurgie ab. (Archivfoto) © Andreas Arnold/dpa

Die Tierklinik Hofheim darf von der Klinikkette Evidensia übernommen werden. Das hat das Bundeskartellamt entschieden. Es gebe „keine wesentliche Beschränkung des Wettbewerbs“.

Bonn/Hofheim - Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der Tierklinik Hofheim durch die international tätige Klinikkette Evidensia erlaubt. Nach intensiven Ermittlungen habe die Behörde den Erwerb der „mutmaßlich größten Tierklinik Deutschlands“ freigegeben, erklärte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, am Montag in Bonn. Die Klinikkette Evidensia baue zwar ihre starke Position in der Region aus, Tierhalter hätten aber im Großraum Frankfurt auch nach der Übernahme noch genug Behandlungsalternativen.

Das Bundeskartellamt habe „keine wesentliche Beschränkung des Wettbewerbs“ feststellen können, hieß es. Ein wesentlicher Wettbewerber sei die größte Tiermedizinkette AniCura. Daneben gibt es in und nahe Frankfurt weitere eigenständige Tierkliniken und Praxen.

Die Tierklinik Hofheim (Taunus) beschäftigt laut Bundeskartellamt rund 90 Tierärztinnen und -ärzte. Evidensia gehört zur IVC-Gruppe, die ein Netz von 2300 Tierkliniken und -praxen in 19 Ländern betreibt. In Deutschland ist sie laut der Angaben mit 60 Tierarztpraxen und Tierkliniken vertreten. Evidensia gehört mehrheitlich dem schwedischen Finanzinvestor EQT.

Auch in der Tiermedizin beobachte man Konzentrationstendenzen, sagte Mundt weiter. „Investoren beteiligen sich an Praxen und Kliniken und Tierklinikketten übernehmen einzelne Standorte.“ Unabhängige Tierärzte sähen die Verflechtung von Kliniken und Praxen meist nicht problematisch, da auch große Ketten von deren Zuweisungen abhingen. Zudem gebe es in Deutschland mittelständische Tiermedizin-Anbieter ohne Beteiligung von großen Konzernen, die noch expandieren könnten. Nicht alle Selbstständigen wollten an die Ketten verkaufen. dpa

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