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Weniger Platz für Windkraftwerke

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Die sogenannten Vorranggebiete für Windräder bei Langenhain sollen kleiner ausfallen als geplant. Aber ganz vom Tisch sind sie nicht.

Aus Sicht des Regionalverbandes Frankfurt Rhein-Main fallen die Veränderungen für den Main-Taunus-Kreis nicht besonders ins Gewicht. Um 20 Hektar verkleinern sich die Flächen, die im Kreisgebiet für die Aufstellung von Windrädern reserviert werden sollen. Das ist wenig im Vergleich zu Gebieten, die 175 und 191 Hektar groß sind, und die in der Wetterau aus dem „Teilplan Erneuerbare Energien“ gestrichen wurden.

Aber wie fällt die Beurteilung aus Hofheimer Sicht aus? Nachdem die einzige Fläche, die im Eppsteiner Stadtgebiet noch zur Debatte stand, ebenfalls weggefallen ist, gibt es im Kreis Flächen für Windräder nur noch in Hofheim und zwar vor allem im Stadtteil Langenhain.

Die fallen kleiner aus als bisher. Reduziert wird das Gebiet auf der Karthaus, das die Nummer 3004 trägt, von 26,3 auf 24,2 Hektar. Nach den Worten von Regionalverbands-Pressesprecher Frank Tekkilic sind dort der Landschaftsschutz und der Naturschutz ausschlaggebend gewesen. Eine weitere Fläche mit der Nummer 3005 Richtung Bahnholz und Breckenheim ist statt 29,5 nur noch 22,6 Hektar groß, damit ausreichende Abstände zur Wohnbebauung eingehalten werden können. Das dritte Gebiet, das zwischen Wildsachsen und Bremthal liegt, wurde von 41,8 auf 31 Hektar reduziert, in erster Linie wegen des Denkmalschutzes.

Der Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main möchte den Regionalen Flächennutzungsplan für Südhessen um einen sogenannten „Teilplan Erneuerbare Energien“ ergänzen, der festschreibt, welche Flächen für Windkraftwerke reserviert werden sollen. Der Entwurf wurde öffentlich ausgelegt, 5250 Stellungnahmen aus der Bürgerschaft sind eingegangen, außerdem haben sich 100 Kommunen und andere Behörden und Institutionen geäußert. Viele Änderungen hat es danach an dem Teilplan gegeben, der im Dezember von der Regionalversammlung und von der Verbandskammer verabschiedet werden soll. Damit ist das Verfahren abgeschlossen.

Das bedeutet aber noch lange nicht, dass auf den noch verfügbaren Flächen tatsächlich Windräder aufgestellt werden können. In Hofheim gibt es einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, nachdem die Stadt, der dort fast alle Flächen gehören, dafür kein Gelände zur Verfügung stellen soll. „So lange die Stadt dabei bleibt und nichts verkauft, ist alles okay“, sagt Olaf Bertko, Sprecher der Bürgerinitiative gegen die Vorranggebiete.

Ganz wohl ist ihm bei diesem Gedanken allerdings nicht. Er erinnert daran, dass die Stadt bei ihrer ersten Stellungnahme keine Einwände gegen die Vorrangflächen erhoben hatte und sich dies erst änderte, nachdem es erheblichen Widerstand aus der Bevölkerung gab. Der Magistrat hatte schließlich selbst erklärt, Windräder in diesem Bereich seien nicht durchsetzbar.

Allerdings hatten gegen den damaligen Beschluss sowohl die Grünen wie auch die Linken gestimmt. Die beiden Fraktionen haben zusammen zwar bei weitem keine Mehrheit, aber Bertko ist sich nicht sicher, ob nicht eines Tages unter irgendeinem Vorwand die Stadt doch bereit sein könnte, Windräder zuzulassen. Deshalb hätte er es lieber gesehen, wenn der ganze Plan noch einmal neu offengelegt werden würde, was zu weitergehenden Änderungen hätte führen können. Das aber ist offensichtlich nicht geplant. Auch Rathaus-Sprecherin Iris Bernardelli betont, dass der neue Plan nicht der Beschlusslage der Stadtverordnetenversammlung entspräche. Weitere Möglichkeiten, den Plan zu beeinflussen,

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