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So viel ist klar: Auch Sulzbach soll an die RTW angeschlossen werden. Es könnte sogar sein, dass am Oberliederbacher Weg ein weiterer Haltepunkt eingerichtet wird. Entschieden ist das noch nicht. Die Planer prüfen diese Möglichkeit aber.

Regionaltangente West

Es werden immer mehr Millionen

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Die Planungen für die Regionaltangente West werden immer teurer. Der Main-Taunus-Kreis ist jetzt mit rund vier Millionen Euro dabei. Das sorgt für Diskussionen.

Kelkheims früherer Bürgermeister Thomas Horn hat sich auch nach dem Wechsel in den Regionalverband seine Vorliebe für plakative Formulierungen bewahrt. Es gebe, so der CDU-Politiker im Kreistag, eine „Ermessensreduzierung auf Null“. Die Bundeskanzlerin spricht in solchen Fällen von „alternativlos“, ist bei der geplanten Regionaltangente West aber nicht weiter gefragt. Dass die gebaut werden muss, ist in der Politik weitgehend unumstritten, die Linken allerdings haben an den konkreten Bedingungen so einiges auszusetzen. Zum Beispiel wenn es um die Planungskosten geht.

Dazu gibt es, um es neutral zu formulieren, bemerkenswerte Zahlen. Vor vielen Jahren sei von sechs Millionen Euro die Rede gewesen, so die Linken-Kreistagsabgeordnete Barbara Grassel. In einer Vorlage für den Kreistag wird jetzt ganz offiziell ein Betrag von 56,6 Millionen Euro genannt, wohlgemerkt nur für die Planung. Damit ist noch kein Meter Schiene gebaut. Der Kreis war bislang von 27 Millionen Euro ausgegangen und muss 2,1 Millionen Euro nachträglich bewilligen. Das bedeutet eine Beteiligung von rund 4 Millionen Euro.

Aber auch die Kommunen entlang der Strecke müssen drauflegen – Sulzbach 190 000 Euro, Bad Soden 329 000 Euro, Schwalbach 240 000 Euro und Eschborn 1,7 Millionen Euro. In Sulzbach und Bad Soden wird dies keine großen Debatten auslösen, können sich doch beide Kommunen durch ein spezielles Betriebskonzept, dass die Aufteilung von Zügen vorsieht, erst neuerdings einen direkten Abschluss an diese Schienenverbindung. In Eschborn wird das Projekt kritischer gesehen, auch wegen des damit verbundenen Verbrauchs von Ackerland.

Die Regionalpolitiker ficht das nicht an. „Es hakt an einigen Stellen im öffentlichen Personennahverkehr“, beschrieb Kreisbeigeordneter Johannes Baron die Situation. Bei der RTW gebe es eine realistische Aussicht auf Baubeginn, und daher sei es sinnvoll, das Geld für die Planung auszugeben, so Bad Sodens Bürgermeister Frank Blasch, der auch Chef der CDU-Kreistagsfraktion ist. Und Thomas Horn bezeichnete die RTW nicht nur als „Zauberschlüsse für die Entlastung Frankfurts“, sondern denkt schon einen Schritt weiter. Diese Strecke von Bad Homburg bis zum Flughafen könne nur der Anfang für einen Schienenring rund um Frankfurt sein.

Warum sich die Planungskosten jetzt aber mehr als verdoppelt haben, das geht aus der Vorlage des Kreisausschusses nicht genau hervor. Es gehe um die Betriebskosten der Planungsgesellschaft, Fortsetzung der Planungen, Gutachterkosten, das Genehmigungsverfahren und die Vorbereitung zur Vergabe des Baus.

Die Linken im Kreistag haben noch viel mehr Kritikpunkte als die explodierenden Planungskosten. Nachdem die Planungsgesellschaft lange vor allem Werbung für das Projekt gemacht hatte, würden jetzt Probleme offensichtlich, etwa bei der Trassenführung im Frankfurter Westen und der Anbindung im Höchster Bahnhof. Die Verkürzung der Fahrzeit von Bad Homburg nach Frankfurt habe sich als Märchen herausgestellt. Und der Flughafenbetreiber Fraport beteilige sich nicht an den Kosten, obwohl er erheblich von dem Projekt profitiere. Im einzelnen gingen die anderen Parteien auf diese Themen aber nicht ein. CDU-Mann Blasch wies darauf hin, dass es voraussichtlich Bundesmittel für den Bau der Strecke gebe, das Land wohl ebenfalls, so dass die Kommunen nur 15 Prozent zu tragen hätten „Gut angelegtes Geld“, findet der Sodener. Die Baukosten wurden zuletzt übrigens auf 376 Millionen Euro geschätzt. Der Kreistag stimmte übrigens nicht nur den höheren Planungskosten zu, sondern auch der Aufnahme von Bad Soden und Sulzbach in die Planungsgesellschaft.

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