„Wir wollen eine gute Durchmischung“

Der Main-Taunus-Kreis ist der kleinste Flächenkreis Deutschlands und in Hessen der Landkreis mit der größten Bevölkerungsdichte – mehr als 1000 Einwohner pro Quadratkilometer.

Der Main-Taunus-Kreis ist der kleinste Flächenkreis Deutschlands und in Hessen der Landkreis mit der größten Bevölkerungsdichte – mehr als 1000 Einwohner pro Quadratkilometer. Das Thema Wohnungsbau ist auf Kreisebene Sache des Ersten Kreisbeigeordneten Wolfgang Kollmeier (CDU). Die Stabsstelle Wohnungsbaukoordinator ist seinem Dezernat angegliedert.

„Herr Lehn nimmt alles wie ein Schwamm auf, von oben, unten, von rechts, von links und gibt seinen Wissensstand weiter“, sagt Kollmeier über den Wohnungsbaukoordinator. Er komme aber nicht als Wunderheiler daher, der verkündet, alles lösen zu können. Die Bürgermeister müssten erfahren, dass sie von Herrn Lehn profitieren können. Wenn dieser als Besserwisser daherkomme, mache ein Bürgermeister die Tür schnell zu. Lehn selbst sei „ein Türöffner, der weiß, wo er beim Planungsverband oder dem Land Hessen reingehen kann“.

Zur Zukunft des Wohnungsbaus im MTK sagt Kollmeier: „Wir wollen nicht alles zubauen, sondern eine vernünftige Struktur erreichen.“ Der Kreis müsse zum Beispiel Fragen des Verkehrs und des Naturschutzes im Blick behalten. Es sei wichtig, dass der Charakter des Kreises erhalten bleibe. Kollmeier: „Wir müssen sehen, dass die Infrastruktur mitwächst.“ Der Kreis müsse zum Beispiel ausreichend Schulerweiterungsflächen finden; wie in Hattersheim, wo es eine dritte Grundschule geben soll, oder in Hochheim, wo das Neubaugebiet „Schänzchen 3“ entsteht.

Grundsätzlich müsse der Main-Taunus-Kreis schauen, wie viel Wohnungsbau er vertragen kann. Kollmeier: „Wir sind Teil des Ballungsraums Rhein-Main. Menschen wollen nicht nur in Städten wohnen, sondern auch in den Landkreisen und damit auch im Main-Taunus-Kreis. Da müssen wir die Identität des Kreises beachten und erhalten – und wir müssen für alle da sein: für jüngere, ältere, für behinderte Menschen, für ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger. Wir wollen eine gute Durchmischung.“ dmk

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