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Von woher pendeln die Menschen in den MTK?

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Mehr als 67 000 Menschen kommen täglich in den Main-Taunus-Kreis. Die meisten aus den umliegenden Städten und Kreisen, manche jedoch auch von weiter her. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) hat aufgelistet, woher die Menschen konkret kommen und wohin sie auspendeln.

An jedem normalen Werktag kommen 4360 Menschen mehr in den MTK, als ihn verlassen. So steigt die Zahl der Tagesbevölkerung im MTK auf über 240 000. Maßgeblich sind drei Kommunen im Osten des Kreises für den Überschuss verantwortlich: Sulzbach, Schwalbach und – mit deutlichem Abstand – Eschborn.

Auf mehr als 47 000 steigt die Zahl der Menschen werktäglich in der finanzstärksten MTK-Kommune. Damit ist für die Stadt laut IHK ein Pendlersaldo von 26 000 Menschen zu verbuchen. Täglich kommen 32 500 Personen nach Eschborn, 6500 verlassen die Stadt, in der knapp 22 000 Bürger gemeldet sind.

In fast allen anderen Main-Taunus-Kommunen ist der Pendlersaldo negativ. Das heißt: Dorthin kommen weniger Menschen zur Arbeit als den Ort verlassen, um auswärts ihrem Broterwerb nachzugehen. Lediglich in Sulzbach und Schwalbach ist der Saldo positiv: Nach Schwalbach kommen 7900 Einpendler, 5000 verlassen den Ort. In Sulzbach ist das Verhältnis 6300 zu knapp 3500.

Das Ziel der meisten Main-Taunus-Auspendler ist Frankfurt. Insgesamt 35 Prozent von knapp 63 000 Personen fahren dorthin. Platz zwei bei den Zielorten ist auf den gesamten Kreis bezogen Wiesbaden (6 Prozent).

In den einzelnen Kommunen ist diese Position indes auf verschiedene Ziele verteilt – und natürlich überquert nicht jeder die Kreisgrenzen, der seinen Wohnort für die Arbeit verlässt. Bei den Bad Sodenern jedenfalls liegt Eschborn als Ziel auf dem zweiten Platz (7,3 Prozent), ebenso in den übrigen Kommunen im Osten des Kreises (Schwalbach, Sulzbach, Liederbach).

Bei den Eschbornern selbst ist Schwalbach das am zweithäufigsten angesteuerte Ziel. Hofheimer und Eppsteiner fahren hingegen in großen Scharen nach Wiesbaden. Dorthin orientieren sich auch sehr viele Flörsheimer, noch mehr Flörsheimer arbeiten indes in Rüsselsheim. In Hattersheim und Kelkheim geht Rang zwei der Auspendler-Ziele an Hofheim.

Interessant, dass bereits auf Platz 7 der Einpendler-Rangliste des Kreises eine Stadt weit außerhalb der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main steht: Berlin. 1000 Personen aus der Bundeshauptstadt arbeiten im MTK. Die meisten davon (600) in Eschborn, wo zum Beispiel mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Deutschen Bank sowie Mobilfunk-Unternehmen mehrere nicht nur in der Region agierende Unternehmen angesiedelt sind. Weitere 65 in Berlin beheimatete Menschen kommen nach Liederbach. Welcher Arbeitgeber diese Beschäftigten anlockt, kann die IHK nicht sagen. „Das gibt unsere Statistik nicht her“, heißt es.

Ansonsten kommen – weit hinter Frankfurt – die meisten einpendelnden Menschen aus Wiesbaden (4661), Mainz (1656), Offenbach (1174), Rüsselsheim (1147) und Oberursel (1071) in den MTK. Hinter Berlin folgen Königstein, Bad Homburg und Kronberg (jeweils mehr als 800).

Beim Blick in die Top-Ten der auf einzelne Kommunen bezogenen Statistiken fällt außerdem auf, dass 1,1 Prozent (61 Personen) der Einpendler nach Flörsheim aus Hamburg kommen. Auch Eppstein hat Ungewöhnliches zu bieten: Auf Rang 8 bis 10 der Einpendlertabelle stehen die nordrhein-westfälischen Städte Wesseling, Marl und Brühl. Konkretere Angaben kann die IHK auch dabei nicht machen.

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