Michael Madsen – ein Hollywoodstar leibhaftig im Programmkino

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Sein Gesicht ist bekannt aus unzähligen Hollywood-Blockbustern. Er spielte in „Reservoir Dogs“, Kill Bill“, „Sin City“, aber auch in „Free Willy“. Gestern schaute

Sein Gesicht ist bekannt aus unzähligen Hollywood-Blockbustern. Er spielte in „Reservoir Dogs“, Kill Bill“, „Sin City“, aber auch in „Free Willy“. Gestern schaute Michael Madsen im kleinen und feinen „Orfeos Erben“ vorbei.

Nicht jeder weiß, dass der Star aus der Traumfabrik in drei Produktionen mitarbeitete, die von der hessischen Filmförderung unterstützt wurden. „Bra-Wars“, „Uneasy Rider“ und „Why are you creative“ sind die Titel und sie stammen aus der Feder des Filmemachers Hermann Vaske . Ins Frankfurter Programmkino waren Vaske und Madsen, der von seiner Frau De Anna begleitet wurde, gekommen, um „Why are you creative“ vorzustellen. „Hermann habe ich über Dennis Hopper kennengelernt, mit dem ich sehr gut befreundet war“, erinnert sich der Schauspieler, der gerade eine Hundert-Millionen-Dollar teure Produktion von Starregisseur Quentin Tarantino mit dem Titel „Once Upon a Time in Hollywood“ abgedreht hat. Madsen spielt an der Seite etlicher Filmgrößen wie Brad Pitt oder Leonardo di Caprio . „Es war bei einer Party, und Dennis unterhielt sich angeregt mit jemandem. Bei Dennis war es so, dass man sofort wusste, wenn er jemanden nicht ausstehen konnte, aber mit Hermann the German sprach er stundenlang“, berichtet Madsen. Vaske musste also ein Netter sein. Und das war er auch. „Es ist sehr selten, dass man jemanden trifft, mit dem man sich künstlerisch auf Anhieb gut versteht. Aber so war das bei Hermann Vaske und mir“, sagt Madsen, der bereits fast 20 Mal in Frankfurt war. „Am Flughafen“, sagt er und lacht dabei.

„Aber ich bin auch schon in der Stadt gewesen. Kann mich allerdings beim besten Willen nicht daran erinnern, wann und was ich hier gemacht habe.“ Er sei so viel unterwegs, sehe so viele interessante Plätze und Städte. „Immer denke ich, ich müsste mir alles ansehen. Es gibt so viel historisch Bedeutendes. Aber ich habe einfach nicht die Zeit dafür.“ Wenn er irgendwo sei, dann zum Arbeiten. Abends sei er dann zu müde. „Und wenn meine Frau dabei ist, bleibe ich lieber mit ihr zusammen im Bett liegen“, erklärt Michael Madsen, der vergangenes Jahr Protagonist des Trailers für das Lichter Filmfest war. Was auch wieder Hermann Vaske zu verdanken ist. Allerdings war Madsen damals beim Filmfestival nicht vor Ort.

Diesmal gestaltet sich sein Aufenthalt etwas länger als sonst. Bis nach Samstag will er bleiben. Und auch beim Hessischen Film- und Kinopreis in der Alten Oper vorbeischauen. Eine Auszeichnung erhält er dort wahrscheinlich nicht. Doch das wird ihn nicht wirklich traurig machen, denn gestern überreichte ihm Hans Joachim Mendig , Geschäftsführer der HessenFilm und Medien GmbH, den ersten Bembel-Award. „Das ist ein Preis mit dem wir den Charakter Hessens widerspiegeln möchten“, sagt Mendig.

Der Bembel wurde übrigens eigens von Hermann Vaske signiert. „Wir wollen ihn jetzt jedes Jahr vergeben und jedes Jahr anders gestalten“, kündigte Mendig an. Michael Madsen erhalte ihn „für sein Lebenswerk, weil er aus Los Angeles eigens zu uns flog und weil er bei ,Why are you creative’ mitgemacht hat. Na, wenn sich das mal nicht gelohnt hat.

(es)

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