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14.10.2018, Hessen, Gersfeld: Feuerwehrleute stehen nach einem Flugunfall neben einem Sportflugzeug. Das Kleinflugzeug hatte bei einer missglückten Landung auf Hessens höchstem Berg am Nachmittag eine Absperrung des Flugplatzes durchbrochen und Passanten auf einem Gehweg erfasst. Zwei Frauen und ein Kind sind bei dem Unglück gestorben, fünf weitere Menschen verletzt worden. Foto: Martin Engel/Osthessen-News/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Unfall auf der Wasserkuppe

Mutter und ihre zwei Kinder sterben bei missglücktem Landeanflug

Ein Sportflugzeug hat beim Landeanflug drei Passanten in Osthessen tödlich verletzt. Die Maschine erfasste die beiden Erwachsenen und ein Kind, als sie beim missglückten Landemanöver auf der Wasserkuppe

Die Opfer der tödlichen Flugzeuglandung auf der Wasserkuppe sind identifiziert. Es handelt sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Osthessen um eine Familie aus der Nähe von Fulda. Der Pilot der Cessna kommt nach dem derzeitigen Ermittlungsstand aus Ludwigshafen, wie Polizeisprecher Martin Schäfer am Montag berichtete. Die Maschine sei in Mannheim gestartet.

Bei den drei Getöteten handelt es sich nach Polizeiangaben um eine 39 Jahre alte Mutter und ihre beiden Kinder: ein Sohn im Alter von 11 Jahren und "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" eine 12 Jahre alte Tochter. Mutter und Kinder lebten in einem nicht genauer benannten Ort südöstlich von Fulda.

Nach der missglückten Landung des Kleinflugzeugs in der hessischen Rhön gehen die Ermittlungen zur genauen Ursache am Montag weiter. Auf der Wasserkuppe war eine Maschine vom Typ Cessna am Sonntagnachmittag über das Ende der Landepiste hinausgeschossen. Auf einer direkt dahinter verlaufenden Straße erfasste das Flugzeug drei Spaziergänger, die sofort tot waren. Der 56-jährige Pilot hatte nach bisherigen Erkenntnissen zuvor versucht, nach einem ersten Landeversuch durchzustarten, was ihm aber nicht gelang.

Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen waren noch am Sonntag zur Unglücksstelle gereist und untersuchten das Flugzeug. Auch die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf. Die Maschine mit insgesamt vier Männern an Bord stammt aus dem Raum Ludwigshafen/Mannheim. Sie wollten einen Ausflug auf Hessens höchsten Berg machen. Die Insassen erlitten nach Angaben der Polizei ebenso wie eine Augenzeugin einen schweren Schock.

Der Flugplatz-Chef und Leiter der Fliegerschule Wasserkuppe, Harald Jörges, vermutete einen Pilotenfehler als Ursache. Nach seinen Informationen seien die Wetterverhältnisse zum Zeitpunkt der Landung perfekt gewesen.

(dpa)

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