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Viel aufgeräumter und in schlichtem Schwarz und Weiß wird die Fassade des Einkaufszentrums MyZeil gestaltet.

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MyZeil-Modernisierung im April abgeschlossen

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Zum zehnjährigen Bestehen im kommenden Jahr präsentiert sich das Einkaufzentrum MyZeil mit neuem Konzept und frischem Kleid. Der Einkauf soll ein Erlebnis sein. Dafür investiert die Betreibergesellschaft ECE 70 Millionen Euro.

Über den Dächern der Innenstadt können die Frankfurter speisen, wenn im April 2019 in der vierten Etage des MyZeil das sogenannte „Foodtopia“ fertig ist. Der Begriff nimmt das künftige Konzept auf diesem Stockwerk vorweg:

Damit Gäste, die mittags etwas essen oder abends nach dem Bar-Besuch schneller von der vierten Etage auf die Zeil gelangen, werden zwei neue Rolltreppen eingebaut. In Betrieb gehen sie voraussichtlich schon Ende Dezember. Mit den Rolltreppen gelangt man auf direktem Weg von der vierten in die zweite Etage und von dort zum Ausgang. Weniger als zwei Minuten sind dafür nötig – bislang sind je nach Besucherfrequenz schon mal mindestens fünf Minuten einzuplanen.

Zusätzliche Rolltreppen sollen auch helfen, um die Besucherströme besser steuern zu können. Denn nach Angaben von Centermanager Marcus Schwartz verfolgt das neue MyZeil-Konzept auch das Ziel, die 100 000er Marke (Kunden pro Tag) zu knacken. Mit dem Motto „Einkaufen als Erlebnis“ soll das gelingen.

Ohne die entsprechende Gastronomie funktioniert das aber nicht mehr. Denn Kunden wollen nach dem Einkaufen etwas essen, trinken und sich unterhalten, also sich amüsieren. „Entertainment“ bietet ihnen die Astor-Film-Lounge in fünf Kinosälen mit insgesamt 500 Plätzen. Außerdem wird es in der vierten Etage eine Bühne unmittelbar neben dem Glastrichter geben.

Um genügend Platz für sie zu schaffen, wird das v-förmige Loch zubetoniert – der spektakuläre Blick bis hinunter ins Untergeschoss ist somit künftig Geschichte. Auf der Bühne sind laut Schwartz Konzerte, Lesungen, Präsentationen von Vereinen, Museen oder auch Kochkurse geplant. Und auf einer Leinwand sind Sportereignisse wie Fußballspiele oder Super Bowl zu sehen.

„Wir wollen

Marktplatz und Schaufenster

in die Stadt zugleich sein“, sagt der Centermanager, der das MyZeil mit seinen vielen in- und ausländischen Gästen als eine Art „zweite Touristen-Information“ sieht. Tipps und Infos über das, was in Frankfurt geboten wird, soll es deshalb an einem „Concierge-Desk“ geben.

Auf die drei Terrassen mit Sitzgelegenheiten im Freien freut sich Schwartz ganz besonders. Denn in Kombination mit einer neuen Belüftungsanlage und einer wärmeisolierenden Folie, die auf sämtliche Glasflächen geklebt werde, könne nun endlich die Raumtemperatur geregelt werden. Früher sei es im Sommer unerträglich warm gewesen. „Die Terrassen sorgen jetzt für Durchzug.“

Auf die Veränderungen im Gebäude wird aber schon weithin sichtbar beim Betreten hingewiesen, denn auch die Fassade wird komplett neu gestaltet. Durch eine Konzentration auf schlichte Schwarz-Weiß-Töne wirkt sie aufgeräumter und ruhiger. Diese Schlichtheit setzt sich im Gebäudeinneren bei den Geschäftsschildern fort, auch sie sind schwarz-weiß statt wie bisher bunt. Ansonsten dominieren Gold- und Naturtöne, und so werden beispielsweise Holzfliesen als Bodenbelag verlegt. „So wirkt alles klassischer und luxuriöser“, sagt Schwartz. Zur gehobenen Kategorie zählt der Centermanager übrigens auch die neuen Toiletten im vierten Stock, die zudem deutlich besser ausgeschildert sein werden als bislang.

70 Millionen Euro investiert die ECE in die Revitalisierung des Gebäudes. Eine Menge Geld, denn die Aufwertung des Hauses kommt auch der Zeil zugute. Schwartz fordert als Gegenleistung von der Stadt: Sie soll für mehr Sauberkeit, Sicherheit und Aufenthaltsqualität auf der Zeil sorgen.

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