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Volker Meisinger Persch (Mitte) von der ABG Holding beantwortete die Fragen von Nachbarn. Die CDU Nied hatte zu einem Ortstermin eingeladen.

Wohnbauprojekt

Nachbarn befürchten, dass das Bauprojekt der ABG nur Nachteile für sie bringt

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Das Quartier um das „Nieder Loch“ verändert sich durch das Wohnbauprojekt der ABG Frankfurt Holding merklich. Viele Nachbarn haben Bedenken.

Vom „Nieder Loch“ wird bald nichts mehr zu sehen sein. Auf dem Gelände entstehen zuerst 75 Wohnungen dort, wo jetzt schon gebaggert wird, später noch einmal 55 Wohnungen auf dem Gelände der Wendeschleife der Straßenbahnen, außerdem ein Supermarkt. Zu einem Rundgang der Nieder CDU waren auch Bewohner der angrenzenden Häuser gekommen, für die sich das Wohnumfeld ändert. Volker Meisinger-Persch von der ABG Frankfurt-Holding konnte nicht alle Bedenken zerstreuen.

So ist beispielsweise eine Sorge, dass zu dicht an die Nachbarhäuser gebaut wird. Meisinger-Persch versicherte, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstände eingehalten werden. Andernfalls hätte die städtische Wohnungsbaugesellschaft auch keine Baugenehmigung bekommen, erklärte er.

Die vier- bis fünfgeschossigen Häuser, die entstehen, überragen die meisten der umliegenden Gebäude. Als Zumutung empfindet das eine empörte Nachbarin. Meisinger-Persch kann den Ärger darüber verstehen, wie er erklärte. Allerdings sagte er auch, dass angesichts der bestehenden Wohnungsknappheit dringend zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden müsse. Häuser mit vier bis fünf Geschossen seien vertretbar, anders sehe dies bei acht oder mehr Stockwerken aus.

30 Prozent der geplanten Wohnungen würden gefördert, berichtete Meisinger-Persch, und könnten dann zu Quadratmeterpreisen von 7,50 bis 10,50 Euro vermietet werden – abhängig sei dies vom jeweiligen Einkommen der Mieter. Ein Anwohner erinnerte daran, dass die ABG eigentlich 40 Prozent geförderten Wohnraum an dieser Stelle hätte bauen sollen. Dies gelte für das gesamte Neubauprogramm, so Meisinger-Persch. In dem Rahmen werde das Ziel auch erreicht – in der Platensiedlung (Ginnheim) beispielsweise gebe es für die Hälfte der Wohnungen Landeszuschüsse.

Große Bedenken haben die Nachbarn auch bezüglich des Verkehrs. Künftige Bewohner sollen in der Tiefgarage parken. So zumindest der Plan. Laut Meisinger-Persch sei es aber nicht möglich, Mieter zu verpflichten, einen Parkplatz zu mieten. „Wir haben das vor Jahren schon mal geprüft.“ Ebenso wenig könne es jemandem untersagt werden, öffentliche Parkplätze zu nutzen, auch wenn er einen Tiefgaragenplatz habe.

Die laufenden Erschließungsarbeiten – Zufahrten, Leitungen, Kabel und so weiter – sollen im Herbst abgeschlossen werden. Dann beginnt der Rohbau für den ersten Teil der Gebäude mit 75 Wohnungen. In der Tiefgarage darunter soll es 80 Parkplätze geben, zwei Jahre Bauzeit sind für den Komplex veranschlagt. Bevor es weitergeht, muss die Wendeschleife der Straßenbahn abgebaut werden, der Zeitpunkt dafür steht noch nicht fest. Die Planungen für diesen Komplex, zu dem ein Supermarkt gehört, sind noch nicht abgeschlossen. 55 Wohnungen entstehen, die Tiefgarage wird um 90 Plätze erweitert. Die ABG rechnet damit, dass für dieses Gebäude eine Bauzeit von zwei Jahren angesetzt werden muss.

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