Nachfolge geregelt: Auch auf dem Oranienhof gibt es Neuigkeiten

Milchbauer Frank Hammen kann aufatmen. Eine Last ist von ihm genommen, denn den Oranienhof wird es als Milchviehbetrieb auch dann noch geben, wenn er und seine Frau Carmen Velte-Hammen nicht mehr mitarbeiten können.

Milchbauer Frank Hammen kann aufatmen. Eine Last ist von ihm genommen, denn den Oranienhof wird es als Milchviehbetrieb auch dann noch geben, wenn er und seine Frau Carmen Velte-Hammen nicht mehr mitarbeiten können. „Das hat mir einen enormen Auftrieb gegeben.“

Schließlich ist die Landwirtschaft seine Leidenschaft, obwohl er nicht auf einem Bauernhof aufgewachsen ist. Er kam 1983 der Landwirtschaft wegen aus Wixhausen bei Darmstadt nach Wehrheim und ist der Liebe wegen dort geblieben. Gerade deshalb hat er sich schon früh darüber Gedanken gemacht wie es weiter geht, als klar war, dass eine innerfamiliäre Nachfolgelösung nicht infrage kommt.

Hammen weiß, dass es Bauern in der heutigen Zeit nicht leicht haben, denn in einer globalen Welt sind Preise für Milch, Käse und Fleisch regional nicht zu beeinflussen, richten sich nach dem Weltmarktpreis.

Nicht umsonst gehöre Betriebswirtschaft zu einem der wichtigsten Lehrstoffe für Bauern. Dass die Preise für landwirtschaftliche Produkte in den vergangenen 40 Jahren von der allgemeinen Preissteigerung abgehängt waren, macht der Landwirt am Beispiel einer Abrechnung von 1983 klar: „Damals haben wir für den Liter Milch 68 Pfennig bekommen.“ Heute seien es 32 Cent, womit der Preis an der Schmerzgrenze liege.

Für ihn ist das aber kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Er bleibt seinen 90 „Mitarbeiterinnen“ im Stall weiter treu. Trotzdem ist er derzeit zusammen mit seinem Nachfolger schon intensiv dabei, Mittel und Wege zu finden, um dem Oranienhof eine Zukunft zu geben. Wie es genau weiter geht, lesen sie in der kommenden Woche. mai

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