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Feiern die Neubenennung: Pfarrer Martin Sauer, die Ortsbeiräte Alexander Schott, Susanne Serke, Uwe Eisenmann, Quartiersmanagerin Marja Glage, Margurit Assmann (St. Johannes) und Stadträtin Elke Sautner.

Berühmter Pfarrer

Namenloses Grün bekommt den Namen Emil-Siering-Park

Am Sonntag hat der Park an der Sieringstraße endlich einen offiziellen Namen erhalten. Beim Unterliederbacher Nachbarschaftsfest wurde das kleine Stück Grün auf den Namen „Emil-Siering-Park“ getauft.

Das Nachbarschaftsfest am Sonntag hat besonders junge Familien aus ihren Häusern auf die Straße gelockt. Von Kinderschminken über Minigolf, einem Fußballturnier bis zu einem Löschfahrzeug der freiwilligen Feuerwehr gab es für Groß und Klein viel zu entdecken. Der ausgefallenste Programmpunkt in diesem Jahr war allerdings die Taufe des Parks, in dem das Fest stattfand.

Normalerweise prüft die Stadt die Namensvorschläge des Ortsbeirats. „Schulen, Plätze, Straßen und auch Parks dürfen wir aber eigenverantwortlich benennen“, sagt Susanne Serke, Vorsteherin des Ortsbeirats 6. Außerdem habe das Stadtteilparlament ein kleines Budget zur Verfügung, mit dem gezielt Projekte unterstützt werden können.Der Name, auf den der Park getauft wurde, ist keine große Überraschung. „Im Volksmund haben ihn alle Anwohner ohnehin schon den Siering-Park genannt“, sagt Susanne Serke. Der Ortsbeirat habe den Namen jetzt offiziell gemacht. Der Namensgeber Emil Siering war ab 1887 Stadtpfarrer in Höchst (und Unterliederbach) und prägte sowohl das kirchliche als auch das öffentliche Leben, unter anderem mit seinem „Höchster Kirchenstreit“ um die Errichtung der Josefskirche, den Bau der alten Kirche St. Johannes-Apostel oder auch als Gründungsmitglied des Höchster Vereins für Geschichte und Altertumskunde. Zwar wurde das Schild nicht mehr rechtzeitig fertig, doch half Ortsbeirat Uwe Eisenmann (parteilos) aus und druckte in seiner Firma ein Transparent mit dem Namen.

Als Termin für die Park-Taufe bot sich das Nachbarschaftsfest an, das immer gut besucht ist. Der nachbarschaftliche Austausch, der einmal im Jahr ermöglicht wird, ist der Quartiersmanagerin der Caritas, Marja Glage, besonders wichtig: „Mit dem Frankfurter Programm ,Aktive Nachbarschaft‘ wollen wir Hilfe zur Selbsthilfe anbieten“, sagt sie. Beispielsweise fördere man die Umgestaltung des Wohnumfelds durch Grünflächen oder Spielplätze, helfe aber auch bei der Organisierung von Kultur-, Freizeit- und Sportangeboten. „Bei Umfragen haben wir herausgefunden, dass viele Anwohner sich einen offiziellen Namen für ihren Park wünschen“, sagt Glage. Das sei natürlich nicht das Einzige, was geschehen müsse, sei aber immerhin ein guter Anfang.

„Wenn es um die Belange der Bürger geht, sind wir erste Anlaufstelle“, sagt Ortsvorsteherin Susanne Serke. Ganz egal, ob zu schnell fahrende Autos oder eben ein namenloser Park: Der Ortsbeirat könne sich darum kümmern. „Mit 130 000 Einwohnern und neun Stadtteilen sind wir der größte Ortsbeirat Deutschlands“, erklärt sie. Interessierte Bürger können im Internet die Termine der Bürgerfragestunde und die Kontaktdaten der Ansprechpartner nachschauen und sich über den Status verschiedener Anträge informieren. Über die Seite der Stadt kommt man über den Reiter „Stadtpolitik“ zu den Seiten der Ortsbeiräte.

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