Neubaugebiet für 2000 Einwohner

Nieder-Eschbach fürchtet Verkehrsinfarkt

Der Ausbau eines Feldwegs im Grüngürtel zur Entlastungsstraße: So will die CDU auf die Verkehrsbelastung in Nieder-Eschbach reagieren. Auf der kommenden Ortsbeiratssitzung steht ein entsprechender Antrag auf der Tagesordnung.

Nieder-Eschbach wird wachsen, um bis zu 800 Wohnungen und 2000 Einwohnern. Im Süden des Orts sind entsprechende Arrondierungen geplant. Die Kritik der Nieder-Eschbacher bei der Vorstellung der Pläne im vergangenen Jahr fiel aber deutlich aus: Sie befürchten eine Verkehrskatastrophe, weil die Deuil-La-Barre-Straße im Norden des Neubaugebiets gar nicht allen Verkehr aufnehmen kann.

Die CDU-Fraktion stellt nun bei der nächsten Sitzung des Ortsbeirats einen Vorschlag vor, wie sie die Situation entspannen möchte: Mit einer Verbindung zur bereits geplanten Ortsrandstraße Bonames Ost. Entlang des Nieder-Eschbacher Stadtweges und dann rechts durch einen Feldweg (Verlängerung der Bonameser Galgenstraße) hin zur geplanten Ortsrandstraße Bonames. Sie leitet den Verkehr dann auf die Homburger Landstraße und den Harheimer Weg.

Die CDU selbst fürchtet in ihrem Antrag Konflikte mit dem Grüngürtelpark. Sie schlägt in ihrem Antrag selbst vor, entlang des jetzigen Feldwegs auf einen oder gar beide Gehwege zu verzichten. Zudem wird die Straße dann kostengünstiger.

Ernst-Peter Müller (CDU), der Ortsvorsitzende: „Wir brauchen eine Entlastung.“ Die Baugebiete – neben Nieder-Eschbach Süd auch ein kleineres Gebiet Am Hollerbusch – bringen zusätzlichen Verkehr in den Süden des Ortsteils. Geht es nach Ernst-Peter Müller, sollten die neuen Nachbarn möglichst nicht nach Norden zur Deuil-La-Barre-Straße fahren, sondern in Richtung Westen zur Homburger Landstraße. Das funktioniere jedoch nicht über die Georg-Büchner-Straße. Der Übergang über die U-Bahn ist geschlossen. Die Straßen entlang der U-Bahn könnten den Verkehr ebenfalls nicht aufnehmen. Bleibt der CDU-Vorschlag. Demnach soll der Magistrat prüfen und dann berichten, ob diese Lösung machbar ist.

Martin Hunschler, Leiter des Stadtplanungsamts, glaubt, es wäre sinnvoller, eine Gesamtuntersuchung des Frankfurter Nordens vorzunehmen. „Es bringt wenig, in einem Ort Entlastung zu schaffen und dafür einen anderen Ortsteil zu belasten“, so Hunschler Man müsse grundsätzlich sehen, wie der Verkehr im Norden fließen soll.

Robert Lange (CDU), Vorsitzender des Ortsbeirates 10, zu dem Bonames gehört, meldete ebenfalls Bedenken an: „So lange wir keine richtige Ortsumgehungsstraße haben, wird es nur zu einer größeren Belastung in Bonames führen.“

Der Ortsbeirat 15 (Nieder-Eschbach) tagt am Freitag, 13. April, um 19.30 Uhr im "Darmstädter Hof", An der Walkmühle 1.

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