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Ist immer wieder Gegenstand wilder Gerüchte: Das ehemalige Verwaltungsgebäude am Waldfriedhof.

Planung

Oberrad: Auf dem Waldfriedhof stirbt seit Jahren ein Haus - Zukunft als Museum?

Auf dem Waldfriedhof Oberrad stirbt seit Jahren ein Haus. Hat es etwa eine Zukunft als Museum?

Es geht ein Gerücht um in Oberrad und es besagt: Das Verwaltungsgebäude auf dem Waldfriedhof soll abgerissen werden. Das hatte der Magistrat zuletzt dementiert. „Ein Rückbau ist keine Option“, heißt es in der Stellungnahme der Stadtverordnetenversammlung.

Gleichwohl wundert sich niemand, dass ein solches Gerücht aufkommen kann. Schließlich steht das Gebäude, wie Ortsvorsteher Christian Becker (CDU) sagt, „mindestens seit 2010“ leer und ungenutzt an der Burgenlandstraße.

Waldfriedhof Oberrad: Sanierung des Hauses zu teuer

Schon 2013 hatte Becker die Anfrage an den Magistrat gerichtet, welche Pläne die Stadt mit dem Gebäude habe. Die Antwort: „Die Wände des Gebäudes sind feucht und es liegt großflächiger Schimmelbefall vor. Um das Gebäude in einen bewohnbaren Zustand zu versetzen, sind umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich, deren Kosten sich nach grober Schätzung auf etwa 100 000 Euro bis 200 000 Euro belaufen. Diese Mittel stehen nicht zur Verfügung.“ Daher wolle die Stadt es verkaufen oder in Erbpacht veräußern, hieß es damals.

Fünf Jahre ist das her. Passiert ist seit dem nicht viel. Becker hat dafür kein Verständnis. „Das Gebäude ist städtisches Kapital aber man lässt es verfallen“, sagt der Ortsvorsteher. Dabei gebe es durchaus Interessenten für das kleine Haus. Kai Abicht etwa. Der Oberräder Wirt würde in dem ehemaligen Verwaltungsgebäude gern ein Grüne Soße Museum eröffnen. „Und in der oberen Etage Wohnungen“, sagt er. Doch das Grünflächenamt lasse ihn nicht einmal hinein. „Wie soll ich ein tragfähiges Konzept entwerfen, wenn ich mir das Haus nicht ansehen kann?“ Vierteljährlich rufe er seit zwei Jahren beim Amt an, ohne Reaktion.

Waldfriedhof Oberrad: Planungsunterlagen des Hausesfehlen

Dass es mit dem Haus kaum voran geht, begründet die Stadt in ihrer jüngsten Stellungnahme mit den widrigen Umständen. Für das Gebäude und Gelände gebe es keine Planungsunterlagen und so müsse es neu vermessen werden. Außerdem suche man nach einer Lösung, wie sich Gebäude und Friedhof unabhängig voneinander mit Strom und Wasser versorgen ließen. Beides laufe derzeit über den Keller des Verwaltungsgebäudes. Becker: „Aber die Lösung kann doch keine acht Jahre dauern.“ (red)

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