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Der Angeklagte soll die Frau lebendig im Wald verscharrt haben. Jetzt wird neu verhandelt. 

BGH verhandelt Fall neu

Mann verscharrt Frau lebendig im Wald: Kommt der Täter davon? Diese Szenarien sind möglich

Ein Mann soll eine Frau aus dem Raum Offenbach brutal vergewaltigt, fast erstochen und die Totgeglaubte in einem Wald in Aschaffenburg verscharrt haben. Jetzt wird der Fall neu verhandelt. Verschiedene Szenarien sind möglich.

Update, 9. April, 11:54 Uhr: Er soll eine Frau aus dem Raum Offenbach brutal vergewaltigt, fast erstochen und die Totgeglaubte in einem Wald in Aschaffenburg verscharrt haben. Jetzt wird der Fall erneut verhandelt. Doch welche Strafen können auf den Angeklagten zukommen? Laut Main Echo gibt es vier möglichen Szenarien. Im Ersten wird die Revision als unbegründet verworfen. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigt das Urteil aus Aschaffenburg vollständig und damit auch die Strafe. Normalerweise wird ein solcher Beschluss aber schriftlich mitgeteilt, also ohne Termin am BGH, weshalb diese Option unwahrscheinlich ist.

Im zweiten Fall ist die Revision teilweise erfolgreich: Der Senat sieht rechtliche Probleme in Teilbereichen des Urteils. Der Fall wird entweder an eine andere Kammer des Ausgangsgerichts zurückgegeben – das ist gängig – oder an ein anderes Landgericht in Bayern, berichtet das Main-Echo. Eine Option ist außerdem, dass die Revision komplett erfolgreich ist. Die Richter haben das Urteil komplett auf, der Fall muss neu verhandelt werden. Am Ende könnte ein völlig anderes Urteil stehen. Zudem könnte der BGH im vierten Fall das urteil komplett aufheben und selbst ein Urteil fällen.

Mann sticht auf Frau ein und begräbt sie lebendig im Wald: Fall wird neu verhandelt 

Erstmeldung, 5. April, 11:28 Uhr:  Offenbach - Er soll eine Frau aus dem Raum Offenbach brutal vergewaltigt, fast erstochen, die Totgeglaubte in einem Wald in Aschaffenburg verscharrt haben - und dafür lebenslang ins Gefängnis kommen. Doch das Verfahren wird vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe fortgeführt, weil der Verteidiger des Mannes erfolgreich Revision eingelegt hat.

Die Verhandlung sei für den 26. Juni angesetzt, teilte eine BGH-Sprecherin am Freitag mit (Az.: 104 Js 10594/17 Ks). Das ist insofern etwas Besonderes, als dass nach BGH-Angaben nur in etwa fünf Prozent der Revisionen in Strafsachen eine Hauptverhandlung angesetzt wird.

Frau brutal vergewaltigt: Pflichtverteidiger forderte Freispruch

Rund 30 Jahre nach der Tat hatte das Landgericht Aschaffenburg den Peiniger der damals 22 Jahre alten Frau wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sah im vergangenen Mai die Mordabsicht des damals 56-Jährigen als erwiesen an. Der Anwalt hatte bei seiner Revision mehrere Gründe angegeben, wie er auch der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Der Pflichtverteidiger hatte in dem Prozess vor dem Landgericht einen Freispruch gefordert, weil für ihn versuchter Mord nicht ausreichend belegt sei. Vergewaltigung oder versuchter Totschlag wären nach der langen Zeit verjährt. Er hatte argumentiert, sein Mandat sei während der Tat benebelt gewesen, habe nicht geplant gehandelt und auch Jahrzehnte unter seiner Schuld gelitten und die Tat bereut.

Angeklagter war betrunken: Wie zurechnungsfähig ist er?

Das Gericht folgte aber mehr der Argumentation von Staatsanwaltschaft und Nebenklage: Der Mann sei zwar betrunken gewesen, sei aber Alkohol gewöhnt und habe strukturiert handeln können. Indem er unter anderem Zigarettenkippen einsammelte, Autositze abklopfte und der Frau ihre Kleidung abnahm, habe er versucht, die Tat zu verdecken. (dpa/chw)

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