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Schultheisweiher in Offenbach

Plage

Badesaison am Schultheisweiher: Tausende Sumpfkrebse weiterhin ein Problem

Am Schultheisweiher hat die Badesaison offiziell begonnen. Wie in den vergangenen Jahren sind auch jetzt wieder die Sumpfkrebse ein Problem. 

Update, 9. Mai, 12.16 Uhr: Auch wenn das schöne Wetter noch auf sich warten lässt, wurde vor einer Woche die Badesaison im Naturschutzgebiet Schultheisweiher eröffnet. Doch auch in diesem Jahr gibt es ein altbekanntes Problem. Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs (Louisianakrebs) bevölkert weiterhin den zehn Hektar großen Flachsee. Darüber berichtet op-online.de*.

1000 Aale sollen das Problem mit dem Sumpfkrebs im Schultheisweiher lösen 

Im vergangenen Jahr ging die Population zwar zurück*, doch Sergej Justus, Experte des Umweltamtes, schätzt, dass immer noch rund 5000 Krebes im Weiher leben. Mehrere 100 der eingeschleppten Krustentiere werden jedes Jahr per Reuse aus dem Gewässer gezogen. 

„Sumpfkrebse sind vorsichtige Tiere, ziehen sich normalerweise bei Badegetümmel in ruhige Abschnitte zurück“, sagt Justus der "Bild". Doch fühlten sie sich an Land bedroht, könnten sie zur Verteidigung schmerzhaft zwacken. Um die Population der Sumpfkrebse in Schach zu halten, wurden Ende 2017 rund 1000 Aale in dem Weiher ausgesetzt.* Sie sollen junge Sumpfkrebse während der Häutung vertilgen. 

Badesaison am Schultheisweiher offiziell gestartet

Erstmeldung, 2. Mai, 11.08 Uhr: Zuständig für das Gebiet mit dem zehn Hektar großen Flachgewässer ist das Umweltamt. Damit dort gebadet werden kann, sorgt jedes Jahr die GBM Service GmbH im Auftrag der Stadt dafür, dass das Gelände sauber und aufgeräumt ist. Die Mitarbeiter reinigen jährlich vor Saisoneröffnung den Sand, pflegen das im Strandteil wachsende Grün, beseitigen auch mal Sturmschäden und stellen während der Badesaison jeden Tag die Geländeaufsicht.

Auch die Papierkorbleerung und das Gebäude auf dem Gelände gehören mit zum Verantwortungsbereich der GBM, ebenso die Duschanlagen, deren Wasser zur Sicherheit der Badegäste regelmäßig während der Saison beprobt wird. Rettungsschwimmer sind aber nur vorsorglich vor Ort, um auf die Schwimmer zu achten. Denn dort badet jeder auf eigene Gefahr. Die Anwesenheit der Profis enthebt Eltern nicht ihrer Aufsichtspflicht.

red

*op-online.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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