Corona-Krise in Offenbach, Hanau, Darmstadt und Region

Coronakrise: In Offenbach drohen Uneinsichtigen saftige Bußgelder - Hanau wappnet sich mit Helfern

Alle Autoren
    schließen
  • Michael Eschenauer
    Michael Eschenauer
  • Manuel Schubert
    Manuel Schubert
  • Luisa Ebbrecht
    Luisa Ebbrecht
  • Isabel Wetzel
    Isabel Wetzel

In der Region um Hanau, Offenbach und Darmstadt steigt die Zahl der Corona-Infizierten. Die Stadt Offenbach greift beim Kontaktverbot jetzt härter durch. Der News-Ticker.

  • In der Region um OffenbachHanau und Darmstadt verbreitet sich das Coronavirus* - alle Infos im Ticker 
  • Corona-Helfer für Offenbach und Umgebung werden - zu unserer Aktion #offenbachhältzusammen*
  • Offenbach greift durch: Ab 200 Euro Strafe zahlt, wer keinen Abstand hält. 

>>> Ticker aktualisieren <<<

+++17.03 Uhr: Für den Fall der Fälle: Die Stadt Hanau will wegen der Corona-Pandemie für alle Fälle eine Datenbank mit freiwilligen Helfern aufbauen. Aktuell gebe es bei der Stadt zwar noch keinen Bedarf an Hilfskräften, aber man wolle für den Fall gewappnet sein, dass sich die Situation verschlechtert. Zur Zeit funktionieren alle Dienstleistungen der Stadt noch ohne größere Probleme. 

Coronakrise in Hanau: Die Stadt wappnet sich mit freiwilligen Helfern

Der Austausch von Arbeitskräften laufe sogar schon recht erfolgreich in Hanau. So wurden schon städtische Objektbetreuer bei der Lebensmittelausgabe der Hanauer Tafel eingesetzt und der Schaustellerverband unterstützte mit Lkw-Fahrern die städtische Müllabfuhr. "Das ist ein eindrucksvoller Beweis, dass das Motto ‚Hanau steht zusammen‘ nicht nur ein Slogan ist, sondern dass das in unserer Stadt gelebt wird", sagt Oberbürgermeister Kaminsky.

Aber da niemand weiß, wie es mit der Coronavirus-Pandemie weitergehen wird und bereits eine einzige Infektion dazu führen könne, dass eine ganze Einsatzgruppe ausfalle, weil alle Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne müssten, möchte Hanau gerüstet sein – und sucht dafür freiwillige Helfer. Insbesondere Helfer mit bestimmten Kompetenzen, wie eben Lkw-Fahrer, Köche und Küchenhilfen oder Alten- und Krankenpfleger, die zum Beispiel im Ruhestand sind, oder in der aktuellen Situation durch Corona auf Kurzarbeit gesetzt sind. Aber natürlich kann sich jeder als Helferin oder Helfer registrieren lassen. Über ein Formular, dass  auf www.corona.hanau.de zum Download zur Verfügung steht.

Corona-Verordnung: In Offenbach drohen bei Verstößen nun saftige Bußgelder

+++15.23 Uhr: Die Stadt Offenbach kündigt hartes Durchgreifen bei Verstößen gegen das Kontaktverbot an. Während sich die meisten Menschen an die Kontaktsperre zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie halten, gibt es immer noch einige, die den Ernst der Lage scheinbar noch nicht verstanden haben. „Wenn sich weiter Menschen in großen Gruppen versammeln, wird das Menschenleben kosten – das dulden wir nicht“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. 

Corona: Offenbach greift nun mit Bußgeldern ab 200 Euro durch 

Noch am Dienstagvormittag (31.03.2020) teilte die Polizei mit, dass bei den Kontrollen der Corona-Verordnung am vergangenen Wochenende keine Verfahren eingeleitet wurden und vereinzelte Verstöße mit Mahnungen und Kommunikation gelöst wurden. Doch jetzt greift die Stadt härter durch. Bürgermeister Peter Freier erklärt: „Wir werden jetzt konsequent durchgreifen und nicht mehr nur kontrollieren und ermahnen. Jetzt werden auch Bußgelder ab 200 Euro aufwärts fällig, wenn sich jemand nicht an die geforderte Distanz von 1,5 Metern hält.“ 

Viele nutzten am Wochenende die verwaiste Bestuhlung von geschlossener Gastronomie, um zusammen in der Sonne zu sitzen. Diese Bestuhlung werde jetzt von den Gastronomen entfernt. Die Stadtpolizei kennt bereits häufig genutzte Treffpunkte, kontrolliert dort in regelmäßigen Abständen und verhängt umgehend Bußgelder für Gruppen von mehr als zwei Menschen. Außerdem startete die Stadt Offenbach eine Plakatkampagne, um die Bürgerinnen und Bürger aufzufordern zuhause zu bleiben.

Corona in Hanau: Stadt  erlässt Schutzmasken-Gebot

+++12.41 Uhr: Jena hat es bereits angekündigt, andere Städte in Deutschland könnten zeitnah nachziehen. Ab Montag (6.4.2020) soll in Jena die Maskenpflicht greifen. Derweil erlässt die Stadt Hanau ein Schutzmasken-Gebot im Kampf gegen Corona

Um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus zu verringern und damit die Verbreitung von Corona zu verlangsamen, bittet der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky die Bürger der Stadt, während der Coronakrise in der Öffentlichkeit Schutzmasken* für Mund und Nase zu tragen. 

„Wenn jeder eine Maske trägt, ist allen geholfen“, sagte Kaminsky. Damit sich die Menschen selbst versorgen können, erarbeitet die Stadt Hanau eine Nähanleitung, die in den kommenden Tagen veröffentlicht werden soll. 

Corona in Offenbach, Hanau und Darmstadt: Nur wenige Verstöße gegen Kontaktverbot in Offenbach

Update von Dienstag, 31.03.2020, 10.59 Uhr: Wie die Polizei Südhessen kaum Verstöße gegen das Kontaktverbot in Darmstadt feststellte, zeigt sich auch die Polizei in Offenbach zufrieden. Am vergangenen Wochenende (28. und 29. März) wurden von der Polizei keine Verfahren bei Kontrollen im Stadtgebiet Offenbach eingeleitet.

Die vereinzelten Verstöße gegen die Corona-Verordnung wurden von den Polizeistreifen kommunikativ gelöst, indem sie die Bürger dazu aufforderten zuhause zu bleiben, um sich und ihre Mitmenschen zu schützen.

Insgesamt wurden bei Kontrollen hinsichtlich des Kontaktverbots 10 Platzverweise ausgesprochen und von 13 Personen die Personalien festgestellt. 

Coronavirus: Der Kreis Offenbach meldet den dritten Covid-19-Todesfall

+++ 17.37 Uhr: Im Kreis Offenbach ist am Montag (30.03.2020) eine weitere Person an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Das teilte der Kreis Offenbach in Dietzenbach am Montagnachmittag mit. Es handele sich um den dritten Covid-19-Todesfall im Kreis. Weitere Informationen zur verstorbenen Person wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Die Zahl der Personen, bei denen das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 im Kreis Offenbach nachgewiesen wurde, blieb im Vergleich zum Sonntag gleich: Kreisweit sind somit weiterhin 176 Menschen als infiziert registriert. Davon hat das Gesundheitsamt insgesamt 34 Patienten als gesund aus der Überwachung entlassen. Derzeit werden in den beiden Krankhäusern im Kreis elf an Covid-19 Erkrankte versorgt.

Corona in Darmstadt: Polizei meldet nur vereinzelt Verstöße gegen Kontaktverbot

+++ 16.45 Uhr: Die Polizei Südhessen zeigt sich nach dem Wochenende zufrieden. Größtenteils sei das Kontaktverbot wegen des Coronavirus trotz des guten Wetters in Darmstadt eingehalten worden, so eine Sprecherin. Nur vereinzelt sei es zu Verstößen gekommen. Diese Gruppen seien dann von der Polizei angesprochen worden. In einem Großteil der Fälle waren die Betroffenen einsichtig, sodass es zur Auflösung der Gruppen kam. 

Die Zahlen und Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie in ganz Hessen, gibt es in unserem Hessen-Ticker

Corona in Offenbach: Eine Person im kritischen Zustand

+++ 14.39 Uhr: Laut einer Pressemitteilung der Stadt Offenbach sind inzwischen 26 Menschen im Stadtgebiet positiv auf den Coronavirus getestet worden. Seit Sonntag (29.03.2020) sind zwei neue bestätigte Fälle hinzugekommen. Acht Personen werden derzeit in der Klinik behandelt. Bei sieben Erkrankten ist der Zustand stabil, bei einer 78-jährigen Person mit diversen Vorerkrankungen ist der Zustand derzeit kritisch. Zehn weitere Menschen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Sieben Personen sind bereits genesen. Außerdem gab es in Offenbach einen Todesfall.

Corona in Offenbach: Eltern haben drastische Forderung

Update vom Montag, 30.03.2020, 12.50 Uhr: Eltern in Darmstadt wünschen sich eine Aussetzung der Benotung in der Corona-Krise. Das virtuelle Lernen bedeutete für Eltern, wie auch Kinder zusätzlichen Stress. Das berichtet das Darmstädter-Echo und beruft sich auf einen Elternabend, den das neue „Haus für Medienbildung“ per Video-Konferenz organisiert hatte. Viel Kritik habe es bei dem neuen Online-Format des Elternabends gehagelt, allerdings seien auch konstruktive Ideen und Vorschläge geäußert worden. 

Corona in Offenbach: 24 Menschen haben das Coronavirus - bisher ein Toter

Update vom Sonntag, 29.03.2020, 14:18 Uhr: Insgesamt 24 Menschen wurden in Offenbach positiv auf das Coronavirus getestet. Fünf neue Fälle sind damit hinzugekommen. Derzeit werden sieben Personen wegen Corona im Krankenhaus behandelt. Der Zustand der Patienten ist Stabil. In häuslicher Quarantäne befinden sich neun Menschen. Bisher starb eine Person in Offenbach an Corona. Sieben Personen sind genesen. 

Das Stadtgesundheitsamt Offenbach appelliert an alle, soziale Kontakte wegen Corona zu vermeiden und das eigene Zuhause nur für dringende Besorgungen zu verlassen. Dabei sollte immer ein Mindestabstand von 1,5 Meter zu anderen Menschen gehalten werden. Verboten sind zudem Zusammenkünfte von mehr als zwei Menschen.

Corona in Haunau: Oberbrügermsister Claus Kaminsky kündigt Maßnahmen gegen Coronavirus an

+++ 16.06 Uhr: Ab nächster Woche wird es auf dem Wochenmarkt in Hanau wegen der Coronavirus-Pandemie Stadtpolizei und Security Überwachung geben. Das verkündete Oberbürgermeister Claus Kaminsky via Facebook. Eigentlich hatte der Oberbürgermeister von Hanau in seinem Facebook-Post das Einhalten der Abstandsregeln auf dem Wochenmarkt loben wollen. Doch dann hatten ihn Bürger darüber informiert, dass das Gegenteil der Fall war.

„Abstände werden nicht eingehalten, man steht dicht gedrängt in Gruppen beieinander. Ich weiß, dass sich sehr viele an die Regeln halten, aber leider muss ich ob derjenigen, die immer noch nicht begriffen haben, die angeordneten Maßnahmen wohl anders durchsetzen,“ bedauerte Claus Kaminsky. Der Wochenmarkt soll weiterhin für die Bürger offen bleiben, schreibt er weiter, aber: 

„Ich werde ab kommender Woche über die Stadtpolizei und Security den Wochenmarkt überwachen lassen (müssen), damit die Regeln zur Vermeidung von Sozialkontakten eingehalten werden, um diese Lebensmittelversorgung weiter anbieten zu können“, endet der Oberbürgermeister von Hanau seinen Facebook-Post.

Corona in Hanau: Oberbürgermeister - Minimierung von Sozialkontakten ist wichtig 

Update vom Samstag, 28.03.2020, 14.45 Uhr: Der Oberbürgermeister von Hanau freut sich über die schulische Notbetreuung in den Osterferien angesichts der Corona- Krise, die das Hessische Kultusministerium verkündet hatte. Das unterstrich er in einer Pressemitteilung. Dennoch sind nach Ansicht von Oberbürgermeister Claus Kaminsky noch Fragen offen. 

Aus dem Schreiben des Ministeriums gehe nicht hervor, wer die Nachmittagsbetreuung übernehme. Bisher war die schulische Notbetreuung in Hanau nur am Vormittag von Lehrerinnen und Lehrern übernommen worden und lag nachmittags in den Händen der Betreuungsvereine. Damit sei der Oberbürgermeister von Hanau nicht einverstanden gewesen, denn eine Minimierung an Sozialkontakten sei wichtig. Daher müsse nach seiner Ansicht in Zeiten des Coronavirus die schulische Notbetreuung ausschließlich bei den Lehrkräften liegen: „Damit könnte das Risiko einer Infektion für alle Beteiligten reduziert werden,“ unterstreicht Kaminsky.

Coronavirus im Kreis Offenbach: Zahl der Infizierten in der Region steigt - die der Gesundeten aber auch

+++ 18.50 Uhr: Die Zahl der Menschen im Kreis Offenbach, bei denen das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen wurde, nimmt kontinuierlich zu. In den zurückliegenden 24 Stunden sind neun weitere Fälle hinzugekommen. Das teilte der Kreis Offenbach am Freitagabend mit. Dem gegenüber stehe jedoch die - ebenfalls wachsende - Zahl der als gesund aus der Überwachung des Gesundheitsamtes entlassenen Personen. Diese beträgt aktuell neun. Somit haben derzeit 122 Menschen im Kreis Corona.

Coronavirus: Neue Infizierte im Main-Kinzig-Kreis

+++ 1 8.14 Uhr: Im Main-Kinzig-Kreis hat es 21 neue Coronavirus-Fälle gegeben. Das meldete das Gesundheitsamt. Eine der infizierten Personen stammt aus Hanau, eine weitere aus Maintal. Damit stieg die Gesamtzahl der laborbestätigten Coronavirus-Erkrankungen im Main-Kinzig-Kreis auf 127. Zwölf der Patienten müssen aktuell stationär behandelt werden. Elf der 127 Erkrankten konnten hingegen schon wieder aus der häuslichen Isolation entlassen werden.

+++ 17.11 Uhr: Aufgrund der aktuellen Corona-Krise ist der Service der Ämter der Region eingeschränkt. Dadurch kommt es in verschiedenen Städten zu Terminverzögerungen. Die Stadt Offenbach macht in einer Pressemitteilung darauf aufmerksam, dass die üblicherweise geltenden Fristen von allen Behörden großzügig ausgelegt werden. Betroffenen müssten kein Bußgeld oder sonstige Strafen erwarten. Dies gilt beispielsweise für Bürgerinnen und Bürger, die umgezogen, aber noch nicht umgemeldet sind. 

Corona in der Region: Zahl der positiven Tests auf Covid-19 in Offenbach steigt

Auch ein abgelaufener Personalausweis sei kein Grund zur Beunruhigung, so die Stadt Offenbach. Weiterhin stellt sie klar, dass Menschen die zur Risikogruppe gehören oder aktuell keinen freien Termin bekommen, erst dann das Amt aufsuchen, wenn sich die Situation gebessert hat. Niemand erwarte, dass man sich einer vermeidbaren Gefahr aussetzt. 

Update vom Freitag, 27.03.2020, 13.41 Uhr: Die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Personen in der Stadt Offenbach ist um zwei Personen gestiegen. Nun sind 19 Menschen im Stadtgebiet mit dem Coronavirus infiziert. Die Stadt berichtet, dass vier Personen derzeit im Krankenhaus behandelt werden, ihr Zustand sei stabil. Elf weitere Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Drei Personen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher einen Todesfall.

Coronavirus in der Region: Hanau leitet weitere Maßnahmen ein

+++ 19.46 Uhr: Das Coronavirus wirkt sich mittlerweile auf fast alle Bereiche in unserem Leben aus. So hat das Virus auch Einfluss auf die Vorhersage des Wetters in Deutschland. Die Daten sind massiv eingebrochen, das beschäftigt auch den Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Wie zuverlässig ist die Vorhersage noch?

+++ 18.29 Uhr: Die Stadt Hanau leitet noch weitere Maßnahmen ein, um den Bürgerinnen und Bürgern in der Coronakrise entgegenzukommen. In einer Pressemitteilung teilte die Stadt am Donnerstag (26.03.2020) mit, dass die Abbuchungen von Kita-Gebühren ab April ausgesetzt werden. Zur Verrechnung von zu viel gezahlten Gebühren im März lässt sich jedoch erst nach der Wiederaufnahme der Kinderbetreuung Genaueres sagen.

Ausgangsbeschränkungen Corona-Pandemie: Parkhaus GmbH vermietet günstige Stellplätze 

Außerdem möchte die Hanauer Parkhaus GmbH (HPG) Stellplätze in den Parkhäusern, die durch die von der Corona-Pandemie bedingten Schließungen, aktuell kaum genutzt werden, preisgünstig, monatlich vermieten. 

Von der Sonderaktion können vor allem Anwohnerinnen und Anwohnern innerhalb des City-Rings oder in der Nähe profitieren: Für 50 Euro pro Kalendermonat können sie bis auf weiteres einen Stellplatz mieten.

Bis zu 400 Stellplätze bietet die HPG an: in den Parkhäusern Kinopolis und Kinopolis 2 jeweils 50, im Parkhaus Am Forum 200 und im Parkhaus Congress Park/Schwimmbad 100.

Baugesellschaft Hanau erlässt Mietern, die von Corona-bedingten Ausfällen betroffen sind, Teile der Miete

+++17.37 Uhr: Die Baugesellschaft in Hanau erlässt seinen Mietern in durch das Coronavirus verursachten, begründeten Härtefällen bis zu 35 Prozent der Kaltmiete. Oberbürgermeister Claus Kaminsky verspricht: „Wir lassen die Mieterinnen und Mieter der Baugesellschaft in dieser Corona-Krise nicht allein, wenn sie von Kurzarbeit oder Entlassung betroffen sind und Mühe haben ihre Miete zu zahlen.“

Bei entsprechendem Nachweis, kann der Erlass von April bis einschließlich Dezember 2020 gelten. Ein Expertengremium der Baugesellschaft entscheide darüber und orientiere sich zum einen am Mietereinkommen der vergangenen drei Monate, zum anderen an der Maximalmiete. 

Mieterinnen und Mieter, die den Erlass beantragen möchten, müssen folgende Dokumente verpflichtend vorlegen: 

  • den Einkommens- oder Umsatznachweis für die Monate Januar bis März 2020
  • einen schriftlichen Nachweis über eine Corona-bedingte Kündigung, unbezahlten Urlaub oder Kurzarbeit

Corona-Pandemie: Erster Todesfall in Hanau 

+++16.39 Uhr: In Hanau hat es am Donnerstag (26.03.2020) den ersten Corona-Todesfall gegeben. Es verstarb eine über 90 Jahre alte Frau, die sich in häuslicher Quarantäne befand. In Hanau befinden sich zur Zeit 13 Corona-Patienten in stationärer Behandlung, die auch aus den umliegenden Gemeinden stammen. Drei davon sind aktuell in intensivmedizinischer Behandlung, der Rest liegt auf den eigens für Corona-Patienten eingerichteten Covid-Stationen der Krankenhäuser.

+++ Donnerstag, 26.03.2020, 11.00 Uhr: Der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky rechnet wegen der Corona-Krise mit gewaltigen Steuerausfällen*. Die Stadt Hanau ergreift nun Vorsichtsmaßnahmen. Es ginge um eine „Gratwanderung zwischen finanzieller Großzügigkeit in der Corona-Krise und radikaler Kostenbremse“, so Kaminsky in Hanau.

Corona-Pandemie: Bürgermeisterwahlen in Region um Offenbach und Darmstadt verschoben

+++ Mittwoch, 25.03.2020, 08.44 Uhr: Wegen der Coronakrise werden in Hessen zahlreiche Bürgermeisterwahlen verschoben, darunter auch einige Wahlen in der Region um Offenbach und Darmstadt. Der Landtag hat am Dienstag (24.03.2020) im Schnelldurchgang ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Betroffen sind unter anderem die Wahlen im April in Münster, sowie die für September geplanten Wahlen in Eppertshausen und Babenhausen. Die kommunalen Wahlen finden wegen der Coronakrise nun stattdessen frühestens im November statt.

+++ 20.39 Uhr: Der Kreis Offenbach und seine 13 Kommunen haben sich darauf verständigt, im April keine Beiträge für die Kinderbetreuung einzuziehen - egal, ob Krippe, Kindertagesstätte, Tagespflege oder Schulkindbetreuung. Die Regelung ist zunächst auf einen Monat befristet. Mit dem Essensgeld wird genauso verfahren. „Wir wollen damit die Eltern in diesen schwierigen Zeiten entlasten und die soziale Infrastruktur sichern“, betonen die Bürgermeister und der Sozialdezernent des Kreis Offenbach, Carsten Müller, in einer gemeinsamen Mitteilung.

Sollten Beiträge für April bereits abgebucht worden sein, bittet der Kreis um Verständnis, dass Rückerstattungen vermieden werden sollen, da diese für die Verwaltung einen größeren Aufwand bedeuten würden. In diesen Fällen soll der Betrag mit zukünftigen Gebührenzahlungen verrechnet werden.

Corona-Pandemie: Dritter Todesfall in Region Offenbach

+++ 18.19 Uhr: Die Region Offenbach hat den dritten Todesfall in Folge einer Infektion mit dem Coronavirus zu beklagen. Dabei handelt es sich um einen 84-jährigen Mann aus Rodgau im Kreis Offenbach, der am Dienstag (24.03.2020) im Krankenhaus verstarb, wie der Kreis Offenbach mitteilte. 

Das Gesundheitsamt sei derzeit dabei, die Infektionskette und die Kontaktpersonen des Verstorbenen nachzuvollziehen. Das andere Todesopfer im Kreis stammte aus Mainhausen; außerdem ist ein Mensch in der kreisfreien Stadt Offenbach verstorben.

Die Zahl der Personen im Kreis Offenbach, bei denen das neuartige Coronavirus Sars-Cov-2 nachgewiesen wurde, nimmt derweil kontinuierlich zu. Derzeit sind kreisweit 95 Menschen infiziert. Allerdings sind nun die ersten beiden Patienten als gesund aus der Überwachung des Gesundheitsamtes entlassen worden.

Sehr geehrte Leser*innen, in einer früheren Version dieses Textes schrieben wir von drei Todesopfern im Kreis Offenbach. Das war ein Fehler und wir bitten, ihn zu entschuldigen.

Trinkwasserversorgung in Hanau trotz Coronavirus gewährleistet

+++ 18.07 Uhr: Die Trinkwasserversorgung in Hanau bleibt laut der Stadtwerke auch während der Coronakrise gesichert. Die Pandemie-Notfallpläne seien bereits aktiviert worden, teilt Martina Butz, Geschäftsführerin der Stadtwerke Hanau, mit. Diese beinhalten etwa Schutzvorkehrungen für das technische Personal. Außerdem ist ein Teil des Personals von den alltäglichen Arbeitsprozessen isoliert, um so bei einem Ausfall einzelner Mitarbeiter schnell für Ersatz sorgen zu können. 

Da die Wasserförderung und -aufbereitung vollautomatisch laufen, habe die Corona-Krise keinen Einfluss auf die Wasserverfügbarkeit und -qualität. Butz betont außerdem, dass Coronaviren nicht über das Trinkwassernetz übertragen werden können. Die Stadtwerke Hanau betreiben in ihren Wasserwerken UV-Desinfektionsanlagen, die mit ihren hochenergetischen ultravioletten Strahlen Bakterien und Viren vernichten. 

Seligenstadt schließt wegen Corona-Krise Wertstoffhof

+++ 14.08 Uhr: Die Stadt Seligenstadt (Kreis Offenbach) sieht sich gezwungen, ihren Wertstoffhof ab Mittwoch (25.03.2020) bis vorerst 19. April 2020 zu schließen. Der Grund: Durch das gute Wetter der vergangenen Tage und die Tatsache, dass wegen des Coronavirus aktuell viele Bürger zu Hause weilen, habe der Besuch des Wertstoffhofs zuletzt „massiv zugenommen“, wie Erster Stadtrat Michael Gerheim betont. „Dies ist in der aktuellen Situation nicht förderlich.“

Außerdem würden einige Besucher den Anweisungen des Personals nicht folgen und sich eigenmächtig auf dem Gelände bewegten. Die Mitarbeiter hätten zum Teil „heftige Beschimpfungen“ über sich ergehen lassen müssen, nachdem es wegen der beschränkten Personenzahl auf dem Hof zu Wartezeiten gekommen war. „Solche Zustände sind völlig inakzeptabel. Deshalb sehen wir uns gezwungen, den Wertstoffhof, auch zum Schutz unserer Mitarbeiter, zu schließen“, begründen Bürgermeister Daniell Bastian und Stadtrat Gerheim in einer gemeinsamen Erklärung.

Coronavirus: Offenbach startet Telefonseelsorge

+++ 12.55 Uhr: Die Stadt Offenbach hat angesichts der Coronakrise eine Telefon-Seelsorge eingerichtet. Die Gesprächs-Hotline ist ab sofort sieben Tage die Woche von 8 bis 20 Uhr unter der Nummer 069/8065-4399 erreichbar. Das Angebot richtet sich beispielsweise an Alleinstehende oder an Menschen, deren Angehörige zurzeit mehr arbeiten müssen als sonst. Um die Betreuung der Anrufer kümmert sich das Personal des Offenbacher Jugendamts

„Sie sind da und hören zu, bei Einsamkeit, bei Nöten und Ängsten, bei Themen, die Sie nicht mit Freunden und Angehörigen besprechen wollen oder wenn Ihnen sprichwörtlich die Decke auf den Kopf fällt“, erklärt Offenbachs  Gesundheitsdezernentin Sabine Groß (Grüne). „Mit diesem Angebot wollen wir sicherstellen, dass alle Offenbacherinnen und Offenbacher wissen: Sie sind nicht allein. Da ist jemand, der zuhört und der helfen kann.“ Besteht besonderer Bedarf für Beratung oder Unterstützung, auch in Fällen von häuslicher Gewalt, stellen die Mitarbeiter der Telefon-Seelsorge entsprechende Kontakte her oder vermitteln an die zuständige Behörde.

Coronavirus-Pandemie: Erstes Todesopfer in Darmstadt

+++ Dienstag, 24.03.2020, 11.31 Uhr: Die Corona-Pandemie hat auch in Darmstadt das erste Todesopfer gefordert. In der Nacht zum Dienstag ist ein auf das Coronavirus positiv getesteter Patient gestorben, teilte Gesundheitsamt in Darmstadt mit. 

Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 89 Jahre alten Mann, der am Montag mit schweren Vorerkrankungen in ein Krankenhaus in Darmstadt eingeliefert worden war.

+++ 19.02 Uhr: Auch im Kreis Offenbach steigt die Zahl der Coronavirus-Infizierten weiter. Aktuell wurde bei zehn weiteren Personen das neuartige Virus Sars-Cov-2 nachgewiesen. Damit liegt die Gesamtzahl im Kreisgebiet bei insgesamt 86 Fällen, die auf alle Städte und Gemeinden verteilt sind. Das teilte der Kreis Offenbach am Montag (23.03.2020) mit. Inzwischen werden 16 Patienten aus dem Kreis Offenbach mit Covid-19 in den Kliniken behandelt. Der Kreis spricht hier von einer „deutlichen Zunahme“.

Hanau dämmt Hamsterkäufe wegen Coronavirus ein

+++ 18.11 Uhr: „Die Maßnahmen haben gegriffen.“ So lautet die erste Bilanz von Oberbürgermeister Claus Kaminsky zum Verbot der Hamsterkäufe wegen des Coronavirus in Hanau. Die Stadt hatte am Sonntag per Allgemeinverfügung geregelt, dass Supermärkte nur noch Waren in haushaltsüblichem Umfang verkaufen dürfen. „Unser Eindruck ist: Die Einzelhändler haben darauf reagiert und sich für die neue Situation aufgestellt", so Kaminsky. Das Ordnungsamt kontrollierte am Montag (23.03.2020) in rund 80 Geschäften, ob die Maßnahmen eingehalten werden. 

Ergebnis: Mehr als die Hälfte hatte sich auf die neuen Regelungen bereits eingestellt und kontrollierte den Zugang sowie das Einkaufsverhalten der Kunden. Dort, wo es Beanstandungen gab, hätten die betroffenen Geschäfte bereits im Laufe des Montags weitgehend nachgebessert, teilt die Stadt Hanau mit. Das Wichtigste für ihn, so Kaminsky: „Die Kassiererinnen und Kassierer, die in den vergangenen Tagen manches erleiden mussten, sind aus der Schusslinie.“

Coronavirus: Erster Todesfall in Offenbach

+++ 15.13 Uhr: In Offenbach hat es den ersten Corona-Todesfall gegeben. Wie die Stadt mitteilte, handelt es sich dabei um eine 89 Jahre alte Person, die „verschiedene Vorerkrankungen“ gehabt habe. Die Person sei am Sonntag (22.03.2020) verstorben. Es ist der zweite Corona-Todesfall im Kreis Offenbach. Auch die Zahl der positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getesteten Menschen in der Stadt Offenbach steigt. Aktuell gibt es elf Infizierte, das sind zwei mehr als am Sonntag. Eine Person wird im Krankenhaus behandelt, zehn weitere befinden sich in häuslicher Quarantäne.

+++ Montag, 23.03.2020, 09.20 Uhr: In Frauenhäusern in der Region werden immer mehr Plätze gebraucht. Offenbar wurden zahlreiche Frauen seit Beginn der Corona-Pandemie Opfer häuslicher Gewalt. „Wir haben hier Frauen mit gepackten Koffern vor der Geschäftsstelle stehen“, sagte Gloria Schmid vom Frauenhaus Offenbach gegenüber der „hessenschau“. 

„So etwas habe ich noch nicht erlebt. Täglich rufen Frauen an und verstehen nicht, dass wir aktuell niemanden mehr aufnehmen können.“ Die Einrichtungen wollen deshalb vermehrt Beratungen online und per Telefon durchführen. 

Corona-Pandemie in der Region: Kontaktverbote treffen auch Hanau, Offenbach und Darmstadt

+++ 19.45 Uhr: Die Hessische Staatskanzlei hat die Aussage von Ministerpräsident Volker Bouffier korrigiert, dass Menschen nur noch alleine in die Öffentlichkeit dürfen. Demnach dürfen im Kreis Offenbach, wie in ganz Hessen, maximal zwei Personen zusammen kommen, nicht nur eine.

+++ 18.36 Uhr: Wie in ganz Hessen werden auch in Offenbach, Hanau und Darmstadt weitgehende Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote* verhängt. Wie Ministerpräsident Volker Bouffier am Nachmittag mitteilte, ist es nur noch gestattet, alleine aus dem Haus zu gehen. Menschen die auf Hilfe angewiesen sind, dürfen sich in Begleitung einer weiteren Person in der Öffentlichkeit bewegen.

„Sehr sehr ernste Lage“ durch Coronavirus im Kreis Offenbach

Familenangehörige und Menschen, die zusammenleben, dürfen ebenfalls zusammen nach draußen. Eine Ansteckung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 sei in solchen Fällen ohnehin kaum zu verhindern, erläuterte Bouffier.

Ab wann die Maßnahmen gelten, muss noch abgeklärt werden, wie ein Regierungssprecher mitteilte. „Wir sehen, dass wir eine sehr, sehr ernste Lage haben und trotzdem müssen wir besonnen bleiben“, erklärte Bouffier im Rahmen einer Pressekonferenz.

Zahl der Coronavirus-Fälle steigt auch in Offenbach

+++ 15.35 Uhr: Wie die Stadt Offenbach mitteilt, ist die Zahl der mit dem Coronavirus Sars-COV-2 infizierten Menschen weiter gestiegen. So tragen mitteile nachgewiesen neun Menschen das Coronavirus in sich. Acht sind in häuslicher Quarantäne, ein Mensch musste ins Krankenhaus gebracht werden. 

Die Stadt fordert ihre Bürger dazu auf, in ihren Wohnungen und Häusern zubleiben und auf soziale Kontakte weitesgehend zu verzichten. Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) berichtet in einer VIdeobotschaft auf Facebook über die aktuelle Entwicklung. 

+++ 15.04 Uhr: Die Corona-Epidemie wütet, die Lage wird auch für die Krankenhäuser in Deutschland ernster. Die Kliniken in Hanau haben bereits vor Wochen drastische Schritte umgesetzt, um bestmöglich auf die Versorgung von Covid-19-Patienten vorbereitet zu sein. So wurde etwa vergangenen Sonntag ein Fieberzelt vor dem Klinikum Hanau aufgestellt, planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe wurden abgesagt, um Kapazitäten zu schaffen. Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky: "Die Krankenhäuser haben sofort geliefert – aber jetzt plant Bundesgesundheitsminister Spahn, die Klinik-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Regen stehen zu lassen. Mit einem Rettungsschirm, der das Wort nicht verdient hat." 

Seit Samstag liegt der Gesetzentwurf zu diesem sogenannten Rettungsschirm vor. Danach sind die Finanzhilfen für die von der Politik geforderten zusätzlichen Intensivplätze viel zu niedrig angesetzt. Weiterhin soll es keine finanzielle Unterstützung für die hohen Mehrkosten für die persönlichen Schutzausrüstungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben. Das Ministerium verlangt von den Krankenhäusern, dass in einem Klein-Klein mit den Krankenkassen die Personalkosten für Krankenschwestern und Pflegern ausgehandelt werden sollen. OB Kaminsky: "Das ist bürokratisch und technokratisch."

Corona-Pandemie in der Region: Stadt Hanau greift bei Hamsterkäufen durch

+++ 13.53 Uhr: Die Stadt Hanau macht angesichts der Corona-Krise kurzen Prozess in Sachen Hamsterkäufe. Das meldet die Stadt in einer Pressemitteilung. Ab Montag (23.03.2020) dürfen Waren nur noch in haushaltsüblichen Mengen herausgegeben werden. Der Grund: Angesichts der Coronavirus hätten einige wenige so viel eingekauft, dass es die Versorgungsage gefährdete. Bereits iim Vorfeld hatte Hanaus Oberbürgermeister Claus Kamnisky dieses verhalten als „asozial“ bezeichnet. „Mit der neuen Anordnung wollen wir verhindern, dass die Ehrlichen am Ende die Dummen sind. Und wir wollen damit auch den Kassiererinnen und Kassierern den Rücken stärken“, erklärt Oberbürgermeister in der Mitteilung.

Hanau ist damit nicht allein, der Landkreis Marburg-Biedenkopf, hat bereits am Samstag ähnliche Regelungen auf den Weg gebracht, um Hamsterkäufe in Zeiten des Coronavirus zu verhindern. In der Allgemeinverfügung der Stadt Hanau wird die Zahl derer, die sich auf der Verkaufsfläche aufhalten dürfen, in Abhängigkeit zur Geschäftsgröße reglementiert. Auch die Anzahl an zur Verfügung stehenden Einkaufswagen wird begrenzt.

Hinzu kommt, dass jeder Kunde nur einen Einkaufswagen benutzen darf. „Die Geschäfte haben damit eine klare Handhabe, um die ‚Hamsterkäufe‘ zu unterbinden. Ich hoffe sehr, dass die Kassiererinnen und Kassierer damit entlastet werden und sie sich nicht mehr beschimpfen lassen müssen. Auch für sie gilt nämlich unser Credo: ‚Wir lassen niemanden allein!‘“, unterstreicht der Oberbürgermeister. Die neue Allgemeinverfügung ist auf der Webseite der Stadt Hanau unter der Rubrik Rechtsgrundlagen zu finden.

Coronavirus: In Seligenstadt wird der Fährbetrieb zwischen Bayern und Hessen eingestellt

+++ 11.49 Uhr: Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen in Bayern wegen der Corona-Pandemie stellt die Mainfähre Seligenstadt ihren Betrieb zwischen den Mainufern Bayern und Hessen auf noch unbestimmte Zeit ein. Dies teilt der Bürgermeister von Seligenstadt, Daniell Bastian, in einer schriftlichen Stellungnahme mit. 

+++ 10.37 Uhr: Mit einem Facebook-Video wendet sich die Berufsfeuerwehr Offenbach an die Bevölkerung in Offenbach Stadt und Kreis. Denn noch immer halten sich viele Menschen nicht an die Vorgabe, möglichst viel Zeit in den eigenen vier Wänden zu verbringen. In dem Video bezieht sich die Feuerwehr auf die weltweite Aktion von Rettenden und Pflegenden "Wir bleiben für dich da, bleib' du für uns Daheim". 

Update vom Sonntag, 22.03.2020, 09.41 Uhr: Immer mehr Menschen haben das Bedürfnis, ihre große Dankbarkeit für die vielen Helfenden im Gesundheitswesen und im Einzelhandel zum Ausdruck zu bringen. Deshalb organisieren sich in vielen Kommunen in der Region ganz besonders Aktionen. Zum Beispiel in Münster im Kreis Darmstadt-Dieburg. 

Dort treten zu einer ganz bestimmten Uhrzeit die Menschen an ihre Fenster, auf ihre Balkone oder Terrassen und bedanken sich für die Menschen, die täglich während der Corona-Krise ihrer Arbeit unter starker Belastung nachgehen. 

Update vom Samstag, 21.03.2020, 19.43 Uhr: Die Hamsterkäufe halten weiter an: Klopapier und Nudeln waren am Samstag etwa in einem Offenbacher Supermarkt ausverkauft, und zwar schon morgens um 8.00 Uhr.

Update vom Samstag, 21.03.2020, 11.00 Uhr: Seit 12 Uhr sind heute alle Restaurant, Gaststätten und Eisdielen in Hessen geschlossen. „Eine Krise dieser Dimension kann nicht der Staat alleine regeln. Eine Krise dieser Dimension können nur alle Menschen gemeinsam bewältigen“, sagte Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke. In Offenbach müssen außerdem folgende Geschäfte in der Coronakrise schließen:

  • Nagelstudios
  • Tattoostudios
  • Kosmetikstudios
  • Sonnenstudios
  • Friseurgeschäfte

Coronavirus in Offenbach: Nagelstudios und Friseure müssen schließen

„Die Entscheidung, Regelungslücken der Landesverordnung hier in Offenbach direkt zu schließen, sodass zum Beispiel auch Nagel-, Tattoo- und Kosmetikstudios nicht mehr öffnen dürfen, haben alle vier hauptamtlichen Dezernenten einhellig getroffen“, erklärte Bürgermeister Peter Freier.

Geschäfte zur Allgemeinversorgung dürfen dagegen weiterhin öffnen - auch in Offenbach. Dazu zählen:

  • Supermärkte
  • Bäckereien
  • Drogerien
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Tankstellen
  • Poststellen
  • Waschsalons
  • Reinigungen
  • Zeitungsverkauf
  • Baumärkte
  • Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte
  • Großhandel
  • Kioske
  • Wochenmarkt (ohne Bewirtung)

Aufenthaltsbereiche in diesen Geschäften müssen jedoch geschlossen bleiben, außerdem gelten strenge Auflagen zur zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und für Hygienemaßnahmen.

Coronavirus Sars-CoV-2: Polizei in Offenbach warnt vor Betrugs-Masche

Update vom Freitag, 20.03.2020, 19:56 Uhr: Die Polizei in Offenbach warnt vor Betrug mit dem Coronavirus. Dabei haben sich die Kriminellen eine trickreiche Masche überlegt.

Die Betrüger gehen von Haustür zu Haustür und geben an, als Amtspersonen Tests auf Covid-19 durchzuführen. Teilweise tragen die Kriminellen dabei Schutzkleidung. Ziel der angeblichen Überprüfungen ist es, in Wohnungen der Opfer zu gelangen und Wertgegenstände zu stehlen.

Polizei bittet um Meldung falscher Kontrolleure im Kreis Offenbach

Darum weist die Polizei im Kreis Offenbach darauf hin, dass es keine unangemeldeten Kontrollen auf das Coronavirus an der Haustür gibt. Wenn jemand solche falschen Kontrolleure bemerkt, sollte schnellstmöglich die Polizei unter der Rufnummer 110 kontaktiert werden.

Eine Tote durch Coronavirus im Kreis Offenbach

Update vom Freitag, 20.03.2020, 16.41 Uhr: Das Hessisches Ministerium für Soziales und Integration hat neue Zahlen zum Coronavirus herausgegeben. Demnach gibt es nun 962 bestätigte Corona-Fälle in Hessen, ein Anstieg um 222 Infizierte. Die Zahl der Toten steigt auf zwei. Auch die Region um Offenbach, Hanau und Darmstadt ist betroffen.

So viele Corona-Infizierte gibt es in der Region (Stand: 20.03.2020, Zahlen vom Sozialministerium):

  • Landkreis Darmstadt-Dieburg: 28
  • Landkreis Offenbach: 43 (1 Todesfall)
  • Main-Kinzig-Kreis: 47
  • Stadt Offenbach: 5 (Laut Stadt Offenbach 6)
  • Stadt Darmstadt: 16

Coronavirus in der Region: Brüder-Grimm-Festspiele in

Update vom Freitag, 20.03.2020, 14.05 Uhr: Auch die diesjährigen Brüder-Grimm-Festspiele in Hanau fallen dem Coronavirus* zum Opfer. Oberbürgermeister Claus Kaminsky hat am Freitag (20.03.2020) in Absprache mit Festspiel-Intendant Frank-Lorenz Engel entschlossen, die Veranstaltung abzusagen. „Mir blutet bei dieser Entscheidung das Herz. Aber es gibt leider keine Hinweise, dass eine professionelle Vorbereitung in absehbarer Zeit möglich ist“, sagte Kaminsky.

Die Grimm-Festspiele waren eigentlich für den Zeitraum vom 15. Mai bis 27. Juli angesetzt. „Wir hätten übernächste Woche mit den Proben beginnen wollen – das ist aufgrund der aktuellen Lage schlichtweg nicht machbar“, ergänzte Intendant Engel. Auch das Hanauer Märchenfest (9./10. Mai) und das Lamboyfest (12. bis 14. Juni) werden in diesem Jahr ausfallen. Man müsse sehr genau prüfen, „wo wir Steuergeld für Planungen von Veranstaltungen ausgeben, deren Realisierung ungewiss ist“, so Kaminsky.

Für die diesjährigen Brüder-Grimm-Festspiele wurden bereits rund 33.000 Tickets verkauft. Wie sie mit den bereits erworbenen Karten umgehen, wollen Kaminsky und Engel in den nächsten Tagen klären.

Weitere Person aus Offenbach mit Coronavirus infiziert

Update vom Freitag, 20.03.2020, 13.27 Uhr: In Offenbach gibt es einen weiteren Corona-Fall. Die Zahl der positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getesteten Menschen liegt damit nun bei sechs. Die betroffene Person sei nach Angaben der Stadt zuvor in Ischgl gewesen und habe sich dort infiziert. Zur genaueren Identität machte die Stadt keine Angaben. Alle sechs positiv auf das Coronavirus* getesteten Offenbacher befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Es gehe ihnen gut, so die Stadt.

Das Stadtgesundheitsamt Offenbach fordert derweil alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, „soweit wie möglich in ihren Wohnungen und Häusern zu bleiben, soziale Kontakte zu reduzieren und Abstand zu anderen Menschen zu halten, wenn sie aufgrund ihrer Arbeit oder zum Einkaufen ihr zuhause verlassen müssen“.

Offenbach bündelt mehrsprachige Infos zum Coronavirus

Update vom Freitag, 20.03.2020, 12.07 Uhr: Die Stadt Offenbach hat auf ihrer Homepage Informationen rund um das Coronavirus für Bürger mit Migrationshintergrund zusammengestellt. Menschen, die kein Deutsch sprechen, können sich hier auf zahlreichen Fremdsprachen informieren. Unter anderem gibt es Material auf Englisch, Türkisch, Bulgarisch, Rumänisch, Arabisch, Polnisch oder Russisch. 

Hanau klatscht für Coronavirus-Helfer

Update vom Freitag, 20.03.2020, 11.38 Uhr: Die Stadt Hanau fordert dazu auf, denen Respekt zu zollen, die in der Corona-Krise einer besonderen Belastung ausgesetzt sind. Die Brüder-Grimm-Stadt schließt sich damit der mittlerweile bundesweiten Aktion an, in deren Zug jeden Abend um 21 Uhr Menschen ihre Fenster öffnen, um Pflegepersonal, Ärzten oder Mitarbeitern im Einzelhandel mit einem Applaus zu danken. Die Bewegung hatte sich über die sozialen Netzwerke formiert. „Wir applaudieren unseren #coronahelden. Jeden Abend um 21 Uhr aus den Fenstern und von den Balkonen Hanaus. Bleibt zuhause und macht mit!“, schreibt die Stadt Hanau auf Twitter.

Main-Kinzig-Kreis: Region von Coronavirus stark betroffen

Update vom Freitag, 20.03.2020, 10.36 Uhr: Der Main-Kinzig-Kreis ist besonders stark vom Coronavirus betroffen. Wie das Gesundheitsamt mitteilte*, hat sich die Zahl der Covid-19-Fälle auf 55 erhöht. Alleine gestern (19.03.2020) meldete das Amt zwölf neue Personen, die sich mit Sars-CoV-2 infiziert haben. Zwei von ihnen stammen aus Hanau.

Coronavirus im Kreis Offenbach: Erster Todesfall im Zusammenhang mit Corona

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 21.56 Uhr: Der Kreis Offenbach meldet am Abend den ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Eine 89-jährige Frau aus Mainhausen starb an Covid-19.

Der Kreis betont, dass sowohl die Infektionskette wie auch die Kontaktpersonen der Verstorbenen nachvollzogen werden konnten.

Offenbach: Coronavirus wirkt sich auf Taxi-Branche aus 

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 18.01 Uhr: Die Taxi-Branche in Offenbach leidet massiv unter dem Coronavirus Sars-CoV-2. Der Offenbacher Taxi-Sprecher Addy Wehner fasst das Geschehen rund um die Corona-Pandemie kurz und knackig zusammen: „So etwas habe ich noch nicht erlebt.“ Die lokalen Droschken halten aber den Betrieb aufrecht. „Selbstverständlich!“, betont Wehner. „Und zwar rund um die Uhr, sieben Tage die Woche“. Allerdings verzeichnen die Chauffeure einen starken Rückgang der Fahrten. Bereits Anfang der Woche spricht das Urgestein der lokalen Taxi-Zunft von einem Minus von 30 Prozent.

Coronavirus in der Region: Main-Kinzig-Kreis stark betroffen

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 17.02 Uhr: Das hessische Sozialministerium hat aktuelle Zahlen zu den bestätigten Coronavirus-Fällen in Hessen (Stand 19.03.2020, 14 Uhr) herausgegeben. Demnach ist die Zahl der landesweit an Covid19-Erkrankten auf 740 gestiegen. Auch rund um Offenbach, Hanau und Darmstadt ist ein Anstieg zu verzeichnen.  In Klammern steht die Veränderung zum Vortrag.

  • Landkreis Darmstadt-Dieburg: 17 (+4) 
  • Landkreis Offenbach: 32 (+6)
  • Main-Kinzig-Kreis: 40 (+8)
  • Stadt Offenbach: 4 (+/- 0)
  • Stadt Darmstadt: 14 (+6)

Die Zahlen, die das Sozialministerium angibt, können von denen, die die Landkreise eigenständig veröffentlichen, abweichen. Das liegt an den unterschiedlichen Meldewegen. Die Coronavirus-Zahlen des Ministeriums basieren auf den vom Robert-Koch-Institut elektronisch gemeldeten Fällen. 

Coronavirus: Bürgermeister von Hanau droht, Einkäufe zu überwachen – „Hamsterkäufe asozial“

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 14.29 Uhr:  Der Hanauer Bürgermeister Claus Kaminsky hat seinen Unmut zu Hamsterkäufen schon mehr als deutlich geäußert. Doch er erwägt noch striktere Maßnahmen einzuleiten. Gegenüber FFH sagt Kaminsky: "Wenn es tatsächlich weiter zu solchenasozialen Hamsterkäufen kommt, dann werden wir als Stadt einschreiten. Ich kann mir vorstellen, dass mit unserer Stadtpolizei vor Ort auch ein Stück überwacht wird, dass nur in üblichen Mengen bestimmte Grundnahrungsmittel eingekauft werden. Das ist das letzte Mittel. Aber ich hab's ausdrücklich ins Auge gefasst."

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 12.15 Uhr: Die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Personen in Offenbach ist stabil. Nach wie vor sind fünf Menschen in Offenbach betroffen. Damit die Ausbreitung von Corona eingedämmt wird, ist nun auch die Stadtpolizei gefragt.* Sie kontrolliert an den kommenden Tagen, ob die angeordneten Geschäftsschließungen und Versammlungsverbote eingehalten werden.

Coronavirus: Sana-Klinikum in Offenbach verhängt Besuchsverbot

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 11.40 Uhr: Das Coronavirus hat auch Auswirkungen auf das Krankenhaus Sana-Klinikum in Offenbach. Sana verhängt ab sofort ein Besuchsverbot für seine Abteilungen, um die Verbreitung von Corona im Krankenhaus einzudämmen. „Wir bitten alle Angehörige und Freunde von Patienten, die stationär im Klinikum versorgt werden, um Verständnis. Der Wunsch gerade jetzt den Erkrankten durch einen Besuch Beistand leisten zu wollen, ist zwar sehr verständlich. 

Aber zum eigenen Schutz, zum Schutz der Patienten und der Mitarbeiter des Klinikums macht ein grundsätzliches Besuchsverbot am meisten Sinn“, sagt der ärztliche Direktor des Krankenhauses, Norbert Rilinger. Ausnahmen gibt es jedoch, so sind etwa Besuche nach einer Geburt oder im Kreißsaal durch den Vater oder eine andere Person gestattet. Auch dürfen minderjährige Patienten weiter mit ihren Eltern zusammentreffen. Bei palliativ versorgten Patienten gilt, dass nach Abstimmung maximal zwei Personen gleichzeitig den Patienten besuchen dürfen.

Main-Kinzig-Kreis mit mehr als 40 bestätigten Coronavirus-Fällen

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 11.30 Uhr: Mehr als 40 bestätigte Fälle von Covid-19* befinden sich im Main-Kinzig-Kreis nach neustem Stand in häuslicher Absonderung. Bisher sind nicht bei allen die Ansteckungswege klar. Insgesamt sind dem Main-Kinzig-Kreis am Mittwoch zehn neue Corona-Fälle gemeldet worden. Die Betroffenen wohnen in Hanau (3), Bruchköbel (2), Freigericht, Nidderau, Gelnhausen und Rodenbach und befinden sich in häuslicher Isolierung.

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 11.00 Uhr: Der Wochenmarkt auf dem Wilhelmsplatz in Offenbach kann weiterhin wie gewohnt dienstags, freitags und samstags von 8 bis 14 Uhr abgehalten werden. Allerdings bittet die Stadt die Besucher darum, entsprechenden Abstand zu anderen Menschen zu halten und die Waren nicht zu berühren, sondern von den Beschickern einpacken zu lassen. Auch auf dem Märktchen auf dem Goetheplatz kann weiterhin donnerstags von 15 bis 20 Uhr eingekauft werden. Allerdings wird es bis auf weiteres keinen Getränkeausschank und auch keinen Grillstand geben.

Coronavirus in Hanau: „Hamsterkäufe sind asozial“

Update vom 19.03.2020, 10.55 Uhr: „Wer panisch seinen Einkaufswagen vollpackt, handelt nicht nur verantwortungslos, sondern schadet auch der Gemeinschaft“, kritisiert Oberbürgermeister Claus Kaminsky in Hanau scharf das Verhalten vieler Bürger. „Hamsterkäufe sind asozial.“*

Erstmeldung vom 19.03.2020: Offenbach – Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Kreis Offenbach steigt. „Wir haben bei den Erkrankungen – wie in allen anderen Gegenden auch – ein exponentielles Wachstum der Fallzahlen“, erklärte Landrat Oliver Quilling (CDU). Bei den fraglichen Personen handele es sich um Rückkehrer aus den Risikogebieten Italien, (speziell Südtirol), Frankreich, Österreich (speziell Tirol), Spanien und New York.

Eine Angabe dazu, wie viele Menschen am Coronavirus in den einzelnen Kommunen des Landkreises Offenbach erkrankt seien, lehnen Kreisverwaltung und Gefahrenabwehrzentrum ab. Datenschutz und das Vermeiden von Panikreaktionen in möglicherweise besonders betroffenen Orten sind der Grund für diesen Schritt. Außerdem, so der Landrat, würden derartige Infos „keinen weiterbringen“.

Corona im Kreis Offenbach: Krankenhäuser auf Anstieg des Coronavirus vorbereitet

Im Kreis Offenbach sowie in den beiden Krankenhäusern in Langen und Seligenstadt sei man „bestmöglich auf den Anstieg der Fallzahlen vorbereitet“. Insbesondere das Gesundheitsamt arbeite seit Wochen auf Hochtouren, um die Ausbreitung von Corona zu verlangsamen. Es entlaste zudem die niedergelassenen Hausärzte im Kreis Offenbach, indem Abstriche durchgeführt würden. Im Gesundheitsamt, wo die meisten Anfragen auflaufen würden, habe man ein Telefoncenter eingerichtet (Kontakt über die Zentralnummer der Kreisverwaltung). Grundsätzlich unterstrich der Landrat, dass reine Verdachtsfälle auf das Coronavirus nicht getestet werden. 

Coronavirus im Kreis Offenbach: Bei Verdacht auf Corona in Quarantäne bleiben

Dies sei personell und wegen der begrenzten Menge an Testmaterial und der Überlastung der Labore nicht mehr möglich. Generell gelte, dass jeder, der aus einem Risikogebiet zurückkehre, automatisch 14 Tage wegen des Verdachts auf Coronavirus in häuslicher Quarantäne bleiben muss – auch wenn er symptomfrei ist. Rückkehrer aus Risikogebieten, die Symptome einer Erkrankung von Corona zeigen oder Kontakt mit einem zuvor positiv Getesteten hatten, sollen ihren Hausarzt im Kreis Offenbach anrufen oder Kontakt mit dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst aufnehmen. 

Corona im Kreis Offenbach: Nicht die Krankenhäuser wegen Verdacht auf Coronavirus besuchen

Eindringlich bittet der Landrat darum, wegen des Verdachts auf Corona nicht die Krankenhäuser oder das Gesundheitsamt aufzusuchen. „Die Kliniken sind für Erkrankte vorgesehen, die stationär aufgenommen werden müssen“, so Quilling. Diese Ressource müsse geschont werden. Allerdings würden Personen, die in gesundheits- und sicherheitsrelevanten Bereichen arbeiten, beim Gesundheitsamt getestet. Zuvor müssen auch sie Rücksprache mit ihrem Hausarzt nehmen.

Unterdessen gibt es erste Überlegungen, wo und in welcher Form Notfall-Krankenhäuser im Kreis Offenbach eingerichtet werden, falls die Zahl entsprechend ausgerüsteter Klinikbetten nicht ausreicht. Der Stopp des Publikumsverkehrs sei insbesondere für die Kfz- und Führerscheinstelle sowie die Ausländerbehörde bedeutsam, so Quilling. Denn hier liege die Besucherzahl bei mehreren hundert täglich. Und damit steigt auch das Risiko, das Coronavirus weiter zu verbreiten. Wer noch Fragen hat, kann sich an die zuständigen Stellen wenden.

Corona im Kreis Offenbach: Die wichtigsten Telefonnummern und E-Mail-Kontakte im Notfall

  • Kreisverwaltung Offenbach zentral: Telefon, 06074-8180 0, E-Mail, info@kreis-offenbach.de
  • Zulassungsstelle: Telefon, 06074-8180 0, E-Mail, zulassungsbehoerde@kreis-offenbach.de
  • Fahrerlaubnisbehörde: Telefon, 06074-8180 0, E-Mail, fahrerlaubnis@kreis-offenbach.de
  • Ausländerbehörde: Telefon, 06074-8180 1347, E-Mail, auslaenderbehoerde@kreis-offenbach.de
  • Pro Arbeit: Telefon, 06074-8058 100

Von Michael Eschenauer, Damian Robota und Manuel Schubert

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Auch Promis und Stars haben sich mit dem Virus infiziert. Wer bereits positiv getestet wurde, zeigt unser Ticker.

*op-online.de und fnp.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare