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Von der Rhönstraße aus geht es nach links aufs Präsidiumsgelände (Foto links). Die Fahrbahnen des Spessartrings werden nach rechts verschwenkt. Von der Waldstraße aus gibt es eine neue Rechtsabbiegespur. Wann die Ruckelpiste rund um die neue Kreuzung saniert wird, ist unklar.

Millionenprojekt in Offenbach

Bau des Polizeipräsidiums erfordert neue Verkehrsregelung - mit einscheidenden Folgen 

2021 ist es soweit: 900 Mitarbeiter werden in Offenbach in das neue Präsidium der Polizei ziehen. Auch der Verkehr muss verändert werden - mit entscheidenden Folgen.

Offenbach -  Wer auf dem Spessartring im Abschnitt zwischen Waldstraße und Buchhügel unterwegs ist, für den ist es mittlerweile unübersehbar: Der Neubau des Polizeipräsidiums ist in die Höhe gewachsen.

Wenn im April 2021 die 900 Mitarbeiter in das 200 Meter lange Gebäude einziehen, muss auch die Zufahrt zum Gelände neu geregelt sein. In Umrissen ist sie schon jetzt zu erkennen, wird doch die derzeitige provisorische Zufahrt in Höhe des DRK-Heims auch die künftige sein.

Zu den bislang feststehenden Details der Verkehrsregelung kann die Stadt mitteilen: „Das neue Polizeipräsidium wird durch eine Zufahrt aus beiden Richtungen vom Spessartring aus erschlossen.“ Durch Einrichtung einer neuen Ampelanlage sollen alle Fahrbeziehungen und barrierefreie Fußgängerüberwege möglich sein. Die Ampeln werden, wie bei der Feuerwehr in der Rhönstraße, mit einer im Notfall zu aktivierenden Vorrangschaltung für die Polizei bestückt.

Offenbach: Polizei bekommt neues Gebäude - Bushaltestellen werden an Verkehr angepasst

Die für die Bauzeit eingerichtete provisorische Linksabbiegespur aus Richtung Rhönstraße auf das Gelände wird im Endzustand verlängert, die beiden Fahrbahnen des Spessartrings werden – wie im Moment bereits – zu diesem Zweck nach rechts in Richtung Gehweg verschwenkt. In der Gegenrichtung wird ebenfalls eine dauerhafte Rechtsabbiegerspur auf das Polizeigelände entstehen.

Weiterhin werden die bestehenden Bushaltestellen in beide Fahrtrichtungen etwas nach Osten versetzt und barrierefrei ausgebaut. Sie befinden sich dann direkt vor dem Eingangsportal des Präsidiums. Dort, wo die künftigen Bushaltepunkte sind, entfallen Parkplätze, dafür werden sie an der Stelle der heutigen Busstationen eingerichtet.

© Schmidt

Die Herstellung des gesamten Kreuzungsbereichs mit seinen Fußgängerüberwegen und Abbiegespuren sowie die Wiederherstellung eines einwandfreien Fahrbahnbelags bezahlt laut Stadtverwaltung die Firma Goldbeck, die den 162 Millionen Euro teuren Neubau im Wege einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP) erstellt und dann für 30 Jahre betreibt; das Land Hessen mietet die Immobilie für diesen Zeitraum für die Polizei an.

Offenbach: Polizei sollte schon 2014 neues Gebäude bekommen

Inwieweit der an die Kreuzung angrenzende und aufgrund von Setzungen arg in Mitleidenschaft gezogene Fahrbahnbereich des Spessartrings durch den ESO Stadtservice saniert werden muss und mit welcher Priorität das geschieht, sei noch nicht entschieden, heißt es.

Der Präsidiumsneubau hätte nach ursprünglicher Planung im Sommer 2014 fertiggestellt sein sollen. Die Grundsteinlegung erfolgte aber erst Ende 2018. Schuld an den Verzögerungen waren vor allem Rechtsstreitigkeiten im Zuge des ÖPP-Vergabeverfahrens.

VON MATTHIAS DAHMER

Mit stattlichen sechs Jahren Verspätung bekommt Offenbach sein neues Polizeipräsidium am Spessartring. Eigentlich hätte es schon im Jahr 2015 bezugsfertig sein sollen, aber aufgrund diverser Schwierigkeiten – vor allem im Vergabeverfahren – wird es nun April 2021, bis der ehrgeizige Neubau steht.

Schneller soll es beim Dreieichpark in Offenbach gehen. Er ist in schlechtem Zustand. Vom Hessen-Geld soll er saniert werden. 

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