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#Olioptic: Warum der Instagram-Star nie Frankfurt verlassen würde

  • Rebecca Röhrich
    vonRebecca Röhrich
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Oliver Schoch hat im wahrsten Sinne des Wortes die Stadt im Rücken. Einmal durch ein großes Tattoo der Frankfurter Skyline, dass sich quer über seinen Rücken, von einer Schulter zur anderen zieht. Und zum anderen, weil er unter dem Pseudonym Olioptic zu Frankfurts erfolgreichsten Instagramern gehört.

Oliver Schoch hat im wahrsten Sinne des Wortes die Stadt im Rücken. Einmal durch ein großes Tattoo der Frankfurter Skyline, dass sich quer über seinen Rücken, von einer Schulter zur anderen zieht. Und zum anderen, weil er unter dem Pseudonym Olioptic zu Frankfurts erfolgreichsten Instagramern gehört.

14.800 Menschen folgen ihm in dem zweitgrößten Sozialen Netzwerk, in dem man vor allem über Fotos kommuniziert. Hunderte melden sich für seine Foto-Touren, seine sogenannten „Freak Walks“ durch die Stadt, die er regelmäßig anbietet. Jetzt überlegt er sogar, ob er mit seiner Beliebtheit Geld verdienen kann.

 

am Apr 16, 2018 um 10:11 PDT

Angefangen hat alles 2014 mit einer Rucksackreise nach Borneo. „Ich war begeistert von der Natur und habe angefangen Fotos mit meinem Smartphone zu machen“, erzählt der 35-Jährige. Vor allem die Tiere hatten es ihm angetan. „Nach dem Urlaub habe ich mir eine Kamera gekauft.“

Über Youtube-Tutorials hat er das Fotografieren gelernt. Mittlerweile ist er über Facebook und Instagram so bekannt, dass er eine richtige Frankfurter Berühmtheit geworden ist. „Neulich wurde ich am Main in einem Restaurant erkannt“, erzählt er. „Das war echt verrückt.“

 

am Aug 22, 2017 um 11:04 PDT

Der Fluss hat es dem Frankfurter Bub besonders angetan. Flößerbrücke, Mainufer, Eiserner Steg – das ist sein Revier. Vor allem das Spiel mit dem Licht, Wasser und Himmel im Einklang sind Motive, die er besonders liebt. Frankfurt ist auf jedem Foto markant zu erkennen. Kein Wunder: Olioptic liebt seine Heimatstadt. „Ob Gosse oder Villenviertel, der Kontrast zwischen dreckig und sauber, Frankfurt ist einfach unheimlich vielfältig“, sagt er.

Aber manchmal rauszukommen sei auch nicht schlecht, findet der dunkelhaarige Typ mit Bärtchen, der sein Geld als Fachverkäufer in einem Tiergeschäft verdient. Besonders, seitdem er mit seinem Instagram-Profil so erfolgreich ist. So tummeln sich zwischen beeindruckenden Skylinebildern von Frankfurt-City auch Bilder aus Costa Rica, Tokyo und Seoul. 

Den großen Erfolg seiner Social-Media-Aktivität sieht er aber ziemlich nüchtern. Das Ganze sei schon ziemlich oberflächlich. Von den rund 14.000 Followern reagieren nur etwa 8 Prozent auf seine Bilder. Pro Bild bekommt er also zwischen 800 bis 1500 Likes.

 

am Feb 13, 2018 um 11:01 PST

Erfolgreich auf Instagram zu sein bedeutet auch Arbeit, sagt Olioptic. Vier bis Sechs Stunden müsse man schon pro Tag investieren. Aber noch ist es ein Hobby. Geld verdient er damit nicht. Noch nicht. Fürs nächste Jahr plant er, Kalender mit seinen Fotos zu verkaufen. Vielleicht entstünde dann ein kleiner Nebenverdienst. Schaden würde das nicht. Aber Olioptic ist schon mit der aktuellen Situation sehr zufrieden. "Das ist schon mehr, als ich je erwartet hätte."

Aktuell ist sein Erfolg in den sozialen Netzwerken ein Ausgleich zum Beruf. Das Reisen und Fotografieren mache ihm unheimlich viel Spaß. Aber langfristig kann ihn die weite Welt nicht vollends überzeugen – außer im Internet natürlich. „Ich liebe meine Stadt und ich habe nicht vor, hier jemals wegzugehen.“

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