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Zum ?Tag des offenen Denkmals? besteht die Möglichkeit, auch den jüdischen Friedhof in Bad Soden zu besichtigen.

Am 9. September

Orte, die sonst verschlossen sind beim Tag des offenen Denkmals

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Am 9. September ist in Deutschland der Tag des offenen Denkmals. Im Main-Taunus-Kreis werden dazu eine Reihe interessanter Führungen angeboten.

Der Charme eines Tages des offenen Denkmals ist sicher, dass der Besucher in Gebäude oder an Orte gelangt, die ihm sonst verschlossen sind. Aus dieser Perspektive fällt die Veranstaltung in diesem Jahr im Main-Taunus-Kreis eher mager aus, die meisten der Gebäude, die am 9. September im Blickpunkt stehen, können auch bei anderer Gelegenheit besichtigt werden. Aber immerhin gibt es überall Führungen, so dass man die Denkmale nicht nur anschauen kann, sondern auch allerlei über sie erfährt.

Streng genommen gibt es nur ein Denkmal, das nur bei solchen Veranstaltungen zugänglich ist, und das ist das Häuschen der Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt in der Bärengasse. Es handelt sich um einen Fachwerkbau aus dem Jahre 1818, der einst von zwei Familien bewohnt und jetzt von der Bürgervereinigung saniert wird. Später soll er als Büro und Archiv des Vereins dienen. Informationen zur Sanierung des Gebäudes und zur Arbeit des Vereins gibt es am Denkmaltag von 14 bis 17 Uhr.

Näher kennenlernen kann man an diesem Tag verschiedene Kirchen aus dem Kreisgebiet. In der Eppsteiner Talkirche bieten Mitglieder des Fördervereins ganz nach Bedarf Führungen zwischen 11 und 17 Uhr an; ein zusätzlicher Anziehungspunkt ist am gleichen Tag das Weinfest auf dem Platz vor der Kirche. In Kriftel hat man an der Kirche St. Vitus die Auswahl zwischen einer kirchenhistorischen Führung um 11 Uhr, einer Familienführung um 14 Uhr und einer Orgelführung um 16 Uhr. Im Pfarrgarten gibt es ein Kinderprogramm, Kaffee, Kuchen und Gegrilltes.

Gegessen und getrunken wird in Bad Soden nicht. Der jüdische Friedhof ist von 11 bis 13 Uhr geöffnet, um 11 Uhr wird eine Führung angeboten. Der Wasserturm ist von 11 bis 16 Uhr geöffnet, Führungen gibt es in dieser Zeit nach Bedarf. In dem 1911 gebauten Turm veranstaltet der Naturschutzbund Ausstellungen, aktuell unter anderem zur Sanierung des Turms.

Eppstein steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des 700-jährigen Stadtjubiläums, und der Tag des offenen Denkmals fällt auf den Höhepunkt des Jubiläumsjahres.

Die Burg ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet, um 10.30 Uhr gibt es einen Aufzug in historischen Gewändern, dann einen ökumenischen Gottesdienst und die Eröffnung der Festmeile.

In Hattersheim dreht sich der Tag des offenen Denkmals um den

Nassauer Hof

, eine historisch wichtige Gaststätte gleich neben dem Posthof, einer Thurn- und Taxis’schen Poststation. Ab 14 Uhr zeigt Ulrike Milas-Quirin vom Hattersheimer Geschichtsverein Relikte dieser Zeit. Bereits um 11 Uhr führt Gloria Gotzhain von der Stadt Hattersheim durch den Garten, der zu der Gaststätte gehört.

Im Karbidhäuschen, wo das zur Beleuchtung der Fuhrwerke benötigte Karbid gelagert wurde, gibt es historische Grenzsteine zu sehen.

In Schwalbach schließlich können sich Besucher auf dem Marktplatz mit der Kunsthistorikerin Ester Walldorf treffen und mit ihr ab 15 Uhr einen Rundgang zu verschiedenen Kunstdenkmalen der Umgebung unternehmen.

Wer kulturhistorisch interessiert ist, kann zum Tag des offenen Denkmals natürlich auch interessante Abstecher über die Grenzen des Kreises hinaus machen. In Königstein beginnt um 15 Uhr an der Hauptstraße 13a eine Führung zu architektonischen Spuren des örtlichen Kurbetriebes. Auf dem Wiesbadener Nordfriedhof ist nur an diesem Tag von 12 bis 15 Uhr eine begehbare Gruft mit Jugenstilmosaiken im Innern geöffnet.

In Höchst ist von 10.30 bis 14.30 Uhr das ehemalige Gasthaus Zum Goldenen Adler geöffnet, das heute eine betreute jugendliche Wohngruppe beherbergt.

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