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Spielen auf dem Bauernhof: Traktor, Häuschen und Mühle stehen schon. Jetzt fehlt nur noch das Gras.

Spielplatz

Ein Paradies für Kinder, die sich aber noch gedulden müssen

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Fünf Jahre nach den ersten Plänen ist der Bauernhof-Spielplatz im Osten des Quartiers Altkönigblick fast fertig. Nur noch der Rasen fehlt, doch der kann erst im Herbst gesät werden.

Ein Trecker aus Holz mit schwarzen Rädern und rotem Dach sowie großem Anhänger, dahinter eine begehbare Windmühle und in der Mitte eine Doppelseilbahn mit Startrampe – der neue Spielplatz im Quartier Altkönigblick, direkt am Ende des Valentin-Schmetzer-Wegs und damit inmitten des Topographischen Wegs, wird nicht nur ein Spielparadies für Kinder, sondern zugleich auch ein großes Abenteuer. Denn der Spielplatz trägt das Motto „Bauernhof“.

Doch auch wenn auf den ersten Blick alles fertig aussieht - schließlich stehen alle Geräte: Bespielt werden darf er noch nicht. Deswegen versperrt auch nach wie vor ein Bauzaun den Zugang und sorgt nicht für leuchtende, sondern traurige Kinderaugen.

Doch der Zaun steht nicht ohne Grund, denn es fehlt noch etwas ganz Entscheidendes. Neben dem noch nicht installierten Fallschutz wurde auch noch kein Rasen ausgesät. Schuld daran ist das Wetter. „Hätten wir einen verregneten Sommer, dann hätten wir es wahrscheinlich gewagt. So bringt das aber nichts, der Rasen würde nicht anwachsen, es ist einfach zu heiß“, sagt ein Sprecher des Grünflächenamtes.

Ungefähr im Herbst, schätzt der Experte, könne damit begonnen werden. Auf einen Monat will er sich dabei jedoch nicht festlegen. „Das Wetter ist einfach nicht berechenbar“, so das Argument. Benutzt werden könnte der Spielplatz dann, wenn der Rasen fertig gewachsen ist und er das Gestapfe der kleinen und auch großen Kinderfüße mühelos aushält.

Und die werden dort munter auf und ab laufen, schließlich gibt es dort vieles und für Frankfurt auch einzigartiges zu entdecken. Die Kletterlandschaft ist einem Getreidefeld nachempfunden, die Windmühle kann über Stufen, Stangen und Netze erklommen werden – raus geht es über eine Rutsche. Der Kleinkindspielbereich liegt ein wenig abseits. Dort gibt es einen Trecker zum Klettern, der angehängte Heuwagen kann ebenso bespielt werden.

Dass der Spielplatz nun tatsächlich bald fertig ist, ist das Ende eines langen Weges. Schließlich wurden bereits 2013 die ersten Planungen vorgestellt. Doch der Hamster, der auf den Feldern zwischen dem Riedberg und Kalbach entdeckt wurde, sorgte für einen zweijährigen Stopp. Mittlerweile hat die Nagerfamilie die dortigen Äcker verlassen, auf den Feldern konnte ein neuer Grünstreifen entstehen.

Denn der Bauernhof-Spielplatz liegt quasi inmitten des Topographischen Weges, der sich vom Bonifatiuspark über den Kätcheslachpark bis zum Weißkirchener Berg zieht; direkt neben der neuen, zweiten Sportanlage an der Altenhöferallee.

Ungefähr 165 Meter lang und 7000 Quadratmeter groß ist diese Fläche, auf der bereits im Februar die ersten Baufahrzeuge anrückten. Nach Westen grenzt die Sporterweiterungsfläche an, nach Osten ein freies Feld mit Blick auf Kalbach. Geplant ist dort eine Spiele- und Liegewiese, bepflanzt mit großen und kleineren Bäumen – wie auch in den anderen Abschnitten des Topographischen Weges. Geplant sind einzelne, kleinkronige Bäume wie Misteln, aber auch größere Arten wie Ahorn oder Linden.

Auch der für den Grünzug typische Weg, der sich über die Wiesen schlängelt, wird in diesem Abschnitt fortgesetzt.

Zudem wird es die Möglichkeit geben, dort Volleyball zu spielen. Nicht auf Sand, sondern auf Rasen. Rund vier Monate sind für den Bau eingeplant, die Pflanzung erfolgt im Herbst.

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