+
Eintracht-Präsident Peter Fischer und Tankard-Sänger Andreas Geremia freuen sich immer noch über den Pokal-Erfolg ? aber auch über die Bilder von Holger Sà.

Ausstellung

Den Pokal-Sieg in Fotos festgehalten

  • schließen

Die Schauspieler Nathalie Portman und Keanu Reeves , Panik-Rocker

Die Schauspieler Nathalie Portman und Keanu Reeves , Panik-Rocker Udo Lindenberg und Modedesigner Julien Fournié setzte er als Porträtfotograf schon monochrom in Szene. In diesem Jahr hat er Eintracht Frankfurt nach und in Berlin begleitet – und wieder zurück. Was er rund um den Pokalsieg gegen die Bayern aus München sah, hielt er in seinen Fotos fest. Nun wurde die entsprechende Ausstellung von Holger Sà in der Leica-Galerie an der Berliner Straße eröffnet, die noch bis Ende des Monats zu sehen ist.

Zur Vernissage kamen mehr als 500 Gäste. Eintracht-Präsident Peter Fischer , der neue Trainer Adi Hütter , Sportdirektor Bruno Hübner sowie Finanzvorstand Oliver Frankenbach und viele, viele mehr wollten dabei sein, beispielsweise Tankard-Sänger Andreas Geremia und Dunja Rajter.

Auch Fredi Bobic , Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, kam vorbei – und war begeistert. „Jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte. Außerdem bin ich ein großer Schwarz-Weiß-Foto-Fan“, sagte Bobic über die Bilder von Holger Sà. Was er an dessen Fotos schätzt, sei, dass er die Person darstelle, so dass sie natürlich und nicht gestellt wirke. „Ich mag seinen anderen Blick, seine andere Perspektive, die er auf das Geschehen hat.“

Dass der deutsch-italienische Fotograf überhaupt die Chance erhielt, für die Eintracht zu fotografieren, ist einem Zufall zu verdanken. Damals war Bobic mit seiner Frau in Berlin im Geschäft des Taschen-Verlags. „Sie unterhielt sich mit einem Mann aus Hanau“, erinnert sich Bobic. Es stellte sich heraus, dass es Holger Sà war und der fragte Bobic, ob er Bilder von der SGE machen könne. „Zuerst aber wollte ich seine Bilder sehen“, sagte Bobic. So kam es, dass der 50-Jährige Sà beim Spiel gegen Hoffenheim dabei war und das ganze Drumherum eines solchen Bundesligaspiels festhielt. Als er Bobic am Tag danach die Fotos vorlegte, sagte dieser nur: „Du bist dabei.“

Und so war Sà auch dabei, als die Eintracht in Berlin den DFB-Pokal gewann. „Ich wollte ihn aber nicht auf dem Platz haben“, erinnerte sich Bobic. Stattdessen sollte Sà auch hier wieder die Emotionen rund um die Partie einfangen. Der Fotograf, seit seinem sechsten Lebensjahr Eintracht-Fan, hatte es in seiner Kindheit nicht einfach. Denn sein Vater war OFC-Anhänger. Aber der kleine Holger zeigte sich damals schon weltoffen, ging ins Waldstadion und auf den Bieberer-Berg.

Zwölf Jahre lebte Holger Sà in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro, wo er den dortigen Karneval fotografierte. „Der ist auch so etwas wie eine Liga, bei der Teams gegeneinander antreten und die letzten beiden absteigen“, sagt er. „Es war ein Glück, dass ich gerade in dieser Saison dabei sein konnte, die für die Eintracht so erfolgreich lief.“ Er empfand die Gelegenheit, mit den Adlerträgern zusammenzuarbeiten, als „Ritterschlag“.

„Ich wollte etwas Neues entwickeln und Eintracht Frankfurt anders darstellen, als es in der Sportfotografie üblich ist“, schildert Sà die Intention, die ihn umtrieb. Sein Anspruch sei kein geringerer gewesen, als eine eigene Bildästhetik zu schaffen. „Ich wollte Dinge zeigen, die weit über das Spiel hinausgehen.“ Das ist ihm gelungen. So gut, dass Bobic nun über Sà sagt: „Er ist Teil des Teams.“ Und das bleibt er auch, denn das nächste Eintracht-Sà-Projekt steht an: „Er wird uns durch Europa begleiten.“

(es)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare