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Ein alltägliches Bild: In der Heimatsiedlung stehen die Autos Stoßstange an Stoßstange.

Parksituation

Quartiersgaragen und mehr Bewohnerparkzonen gefordert

Parkplätze sind rar. In allen Ortsteilen wird die Situation immer schlimmer, besonders aber im Süden. In Sachsenhausen werden mehr Bewohnerparkzonen und eine Quartiersgarage gefordert.

Wer in der Fritz-Kissel-Siedlung und der Heimatsiedlung einen Parkplatz sucht, kurvt gut und gerne mehr als zwanzig Minuten durch die Straßen und ist genervt. Der andauernde Autoverkehr wiederum, der dadurch zu Stoßzeiten entsteht, nervt Passanten und Anwohner.

Gegen den „immensen Parkdruck“ müsse deutlich mehr getan werden – fordert die SPD-Fraktion im Ortsbeirat 5 (Sachsenhausen, Oberrad, Niederrad) in einem neuen Antrag. Abhilfe soll eine Quartiersgarage schaffen, die zügig geplant und gebaut werden soll. Wenn der Ortsbeirat in seiner heutigen Sitzung über das Thema berät, greift er einen gemeinsamen, einstimmig verabschiedeten Antrag vom Januar dieses Jahres noch einmal auf. Darin ging es um den Bau einer Quartiersgarage für beide Siedlungen. Im Mai antwortete der Magistrat, dass er Quartiersgaragen an geeigneter Stelle grundsätzlich unterstütze. Die Stadt wolle zwar nicht selbst als Bauherr auftreten, aber mögliche Investoren fachlich unterstützen. Neue Konzepte, wo und wie Quartiersgaragen errichtet werden können, seien im Entstehen, aber es ließe sich noch nichts dazu sagen, ob es in der Heimat- und der Fritz-Kissel-Siedlung einen geeigneten Standort gebe.

Antragsteller Thomas Murawski (SPD) ist das alles zu langatmig. „Die Bürger erwarteten schnelles und zielgerichtetes Handeln zur Beseitigung der Probleme“, schreibt er in der Begründung des Antrags, warum das Thema nochmals an die Stadt herangetragen werden soll.

Quartiersgaragen werden immer wieder in Frankfurt gefordert, sind jedoch selten realisiert worden. Über die Stellplatzablöse mitfinanziert wurden die von der Frankfurter Aufbau-AG gebaute Garage unter der Glauburgschule im Nordend mit 100 Plätzen und die Quartiersgarage Rosengärtchen in Bornheim mit 185 Plätzen – Bauherr sind die Diakonie Kliniken sowie das Parkhaus Goetheplatz.

Parkdruck herrscht auch an anderen Stellen in Sachsenhausen und auch in Niederrad, insbesondere, weil immer wieder Auswärtige ihre Autos in den Wohnstraßen der beiden Stadtteile abstellen, um dann mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter zum Flughafen zu fahren, um wochenlang zu verreisen – oder zu Veranstaltungen in der Commerzbank-Arena. Die Bürger wünschen sich mehr Bewohnerparkzonen und effektivere Kontrollen. Die SPD nimmt sich in diesem Zusammenhang der Parksituation in der Stresemannallee vor den Hausnummern 90 bis 96 an: Auf den vorhandenen Parkplätzen und auf dem Grünstreifen seien besonders viele „Fremdparker“ zu beobachten.

Grüne und FDP fordern eine neue Bewohnerparkzone im Grethenweg und der Mailänder Straße in Sachsenhausen. Dort parkten viele Gäste eines Hotels, während der gebührenpflichtige Hotelparkplatz leer bleibe. Der Ortsbeirat fordert auch ein umfassendes Parkraumbewirtschaftungskonzept, wie es derzeit in Bornheim getestet wird, für den Frankfurter Süden.

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