Chorvereinigung

Rainbow-Singers feiern zehnten Geburtstag

Seit Januar haben die Sänger der Chorvereinigung einen neuen Chordirektor. Günter Werner bringt Erfahrung und Ideenreichtum nach Fischbach. Das Jubiläumskonzert für die „Rainbow-Singers“ macht neugierig wie der Farbverlauf des Regenbogens.

Was im Jahr 2008 als Projektchor begann, feiert am Sonntag, 21. Oktober, den zehnten Geburtstag. Gemeint ist der Chor „Rainbow-Singers“ der traditionsreichen Chorvereinigung Fischbach. Spezialisiert hat sich die aus 22 Sängern zusammengesetzte Gruppe vor allem auf Gospel-Stücke. Zum Jubiläum wird jedoch eine neue Ära auf der Chormusik eingeleitet. Diese Notwendigkeit sehen nicht nur die Mitglieder der Chorvereinigung, deren Gründung 125 Jahre zurückliegt.

Frischen Wind möchte auch der seit Januar engagierte Chordirektor Günter Werner einbringen. Werner punktet mit Erfahrung und guten Ideen. Er hat bereits halb Europa bereist und stand mit namhaften deutschen Größen auf der Bühne. „Ob Max Greger, Paul Kuhn oder Christina Bach. Ich kenne sie alle und versuche, meine Erfahrungen weiterzugeben“, sagt Chordirektor Werner. Der Diplom-Verwaltungswirt und Musikpädagoge hat 67 Jahre Bühnenerfahrung und möchte das Chorwesen aus der verstaubten Ecke herausholen. „Es ist wichtig, den Chor und die Chorvereinigung auf der kulturellen Leiter wieder nach oben zu befördern. Das kann man nicht konventionell machen“, schildert Werner. Er fährt jede Woche von Wehrheim zu den Chorproben nach Fischbach. Die Vorsitzende der Chorvereinigung, Gudrun Kalig, freut sich über dieses Engagement: „Wir sind so froh, dass wir Herrn Werner haben.“

Dieser erklärt eines seiner Erfolgsrezepte: „Dieses Pinguin-Gehabe vor den Sängern gibt es bei mir nicht. Ich dirigiere nicht, sondern greife nur im Notfall ein.“ Auch arbeite er nach der „Complete Vocal Technic“, kurz CVT – ohne festgefahrene Tonlagen. Liederwahl, Präsentation, Akustik, Licht und Ton seien wichtige Einflussfaktoren, die Werner wiederum berücksichtigt.

„Wir haben uns intensiv während eines Workshops im Zisterzienser Kloster in Marienstatt im Westerwald auf das Konzert vorbereitet“, erläutert Gudrun Kalig. „Ich nehme die Gäste und Chöre mit auf eine Reise. Wir steigen vor der Halle in den Bus nach Frankfurt zum Flughafen. Da schweben wir dann ,über den Wolken‘ und sind bald ,Weit, weit weg‘“, erläutert Werner seinen Plan, Lieder und Moderation beim Konzert auf einer musikalischen Reise zu verknüpfen. Drei Chöre sind an dem Abend (siehe Info) mit von der Partie. „Bella Musica“ und „Rainbow-Singers“ von der Fischbacher Chorvereinigung sowie die „Injoy Singers“ aus Usingen. Diesen Kontakt in den Hochtaunuskreis hat Werner ebenfalls geknüpft. „Er war dort Chordirektor. Wir haben also nicht nur einen neuen Chor eingeladen, sondern auch den Chordirekter für uns gewinnen können“, freut sich Kalig.

Eine weitere Überraschung wird es bereits zum Empfang geben. Felix Weiße, ein blinder Schüler Werners, wird die Gäste am Keyboard vor Beginn der offiziellen Veranstaltung musikalisch unterhalten. Als äußerst talentierter junger Musiker untermalt er die Gespräche bei Sekt und Saft.

Licht, Ton und Akustik geben dem Jubiläumsabend das gewisse Extra. Kalig: „Wir haben eine Band, eine Lichtanlage und vieles mehr.“ Im zweiten Teil des Abends werden sich die Chöre „Bella Musica“, „Injoy Singers“ und „Rainbow-Singers“ musikalisch die „Bälle zuspielen“. Das alles unter dem Titel „Ein Abend voller Stimmen“.

„Möglich ist eine so umfangreiche Veranstaltung nur durch großzügige Unterstützer und Spender“, sagt der Chordirektor. „Wir möchten mit diesem Programm viele Gäste anlocken, die Lust auf mehr bekommen und vielleicht schon demnächst bei uns mitmachen.“ Die Proben sind montags im Bürgerhaus Fischbach, um 18.15 Uhr für „Bella Musica“, um 19.50 Uhr für die „Rainbow-Singers“.

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