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Macht die ?Krähe? (wie hier im Foto) und auch den ?Baum mit dem Wunsch erfüllenden Juwel? und viele andere Yoga-Figuren, lässt sich aber nicht zum Affen machen: Schauspieler und Yoga-Guru Ralf Bauer.

Stadtgeflüster

Ralf Bauer macht die „Krähe“

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Dass Ralf Bauer nicht nur schauspielern kann, sondern sich auch gern

Dass Ralf Bauer nicht nur schauspielern kann, sondern sich auch gern mal verbiegt, demonstrierte er jetzt bei seinem Besuch in der Mainmetropole. Denn dem 51-Jährigen liegt Yoga sehr am Herzen und er ist ein Unterstützer des Dalai Lamas und des neuen Tibethauses in Frankfurt.

Daher ist Ralf Bauer gern wiedergekommen, um dank seines Bekanntheitsgrades diese Institution an der Georg-Voigt-Straße zu unterstützen. So gab er gleich drei Yoga-Kurse an zwei Tagen und er plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen.

Er hat eine Mission. Da spricht ein Fachmann. Schließlich hat Bauer fünf Yoga-DVDs und auch ein Buch „Yoga – Unterwegs zu mir – über die Philosophie des tibetischen Yoga“ veröffentlicht. „Ich lehre tibetisches Yoga und möchte den Teilnehmern die Grundlagen mitgeben“, so Bauer. Er findet, „dass sich im Westen das Yoga doch sehr zum indischen Turnen entwickelt hat“. Ein Trend, den Bauer nicht gern sieht. „Ich versuche, das wieder in den Vordergrund zu rücken, wofür Yoga ursprünglich mal gestanden hat.“ Es geht nicht darum, abzunehmen oder Muskeln aufzubauen. Jedenfalls nicht primär. „Es geht um das bewusste Atmen.“ Deshalb sei Yoga als Basis sehr gut, so Bauer, der schon mit Ende 20 Rückenprobleme hatte und etwas suchte, was ihm half.

„Weil ich aus dem Judo komme, habe ich etwas gesucht, mit dem eine Philosophie, eine Lebenshaltung einhergeht“, erklärt er, wie er zum Yoga kam. „Ich konnte damals nicht ahnen, dass Yoga für mich so wichtig und zum ständigen Begleiter werden würde.“ Sein Körper sei heute immer noch „so agil wie vor 30 Jahren“, wirbt er für die Übungen. Die Zahnbürste vergesse er bei seinen vielen Reisen schon mal, die Yoga-Übungen nicht.

Bauer freut sich schon auf die lange Sommerpause, die ansteht. Noch dreimal steht er in Karlsruhe auf der Bühne, spielt Theater. „Dann ist erstmal Feierabend. Ich habe seit Dezember durchgearbeitet“, erklärt er, der unterwegs war mit den Stücken „Gut gegen Nordwind“ und „Alle sieben Wellen“. Auch seine erste eigene Regiearbeit, „Das Lächeln der Frauen“, präsentierte er.

Lange war der Mann, der an der Seite von Antje Pieper beim „Disney Club“ seine ersten Fernsehgehversuche unternahm, nicht mehr im TV zu sehen. Vielen ist noch sein Auftritt bei der RTL-Show „Let’s Dance“ in Erinnerung, wo er an der Seite von Oana Nechiti tanzte, doch nach der siebten Folge krankheitsbedingt ausstieg. Dabei sollte ihn Yoga doch auch fit halten. Doch in diesem Fall versagte selbst das Bauer-Geheimrezept Yoga. „Da sind mir die Machenschaften von RTL auf den Keks gegangen“, erzählt Bauer. „Da hatte ich echt die Schnauze voll gehabt und dementsprechend habe ich die Grippe bekommen.“ Es sei eine Reaktion darauf gewesen, „wie sie uns alle behandelt haben. Das Schlimmste war dabei nicht, dass wir die Musik nicht selbst aussuchen durften“. Vertiefen wolle er das Thema aber nicht.

Ob er trotzdem wieder bei einer solchen Show mitmachen würde, beantwortet der Mime diplomatisch: „Sag’ niemals nie.“

(es)

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