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Weil er seine Liebe nicht erwiderte, soll ein Mann aus Rüdesheim versucht haben, einen Tennis-Kollegen zu vergiften. Es traf aber stattdessen dessen Hunde. (Symbolbild)

Gerichtsprozess

Gift in Nudelsuppe geschüttet: Mord-Anschlag trifft Hunde statt Herrchen

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Weil er seine Liebe nicht erwiderte, soll ein Mann aus Rüdesheim versucht haben, einen Tennis-Kollegen zu vergiften.  Dabei machte er einen Fehler. 

Rüdesheim - Er verliebte sich in einen Bekannten vom Tennisspielen, aber der erwiderte seine Liebe nicht. Deshalb soll Enrico R. versucht haben den Mann, den er nicht haben konnte, umzubringen. Dafür sitzt er nun seit April in Untersuchungshaft in der JVA Preungesheim. 

Rüdesheim: Versuchter Giftmord mit Nudelsuppe

Wie bild.de berichtet, soll der beschuldigte Enrico R. sich 2018 in einen Mitspieler des Tennisclubs Rüdesheim verliebt haben. Sein Auserwählter Hans ist allerdings mit einer Frau verheiratet und habe die Avancen seines Tennis-Kollegen abgelehnt. Das habe Enrico R. gekränkt, der daraufhin den Plan gefasst habe, den Mann zu vergiften. 

Dafür sei er in das Haus von Hans und seiner Frau eingebrochen, und habe eine Substanz in einen Rest Nudelsuppe geschüttet, die noch auf dem Herd stand. Die Substanz enthielt wohl das tödliche Gift des Blauen Eisenhuts, eine Pflanze deren Teile hochgiftig sind. 

Dann verschwand Enrico R. wieder aus dem Haus. Sein Plan ging allerdings nicht auf, da die Suppe mit dem Gift an die beiden Hunde des Ehepaars verfüttert worden sei. 

Versuchter Giftmord in Rüdesheim: Mitglied von Tennisclub sitzt in JVA Preungesheim

Die Tiere erbrachen sich, bekamen Krampfanfälle und wurden in eine Klinik gebracht. Die Hunde überlebten den Gift-Anschlag knapp. Die Polizei habe anschließend die Suppen-Reste untersuchen lassen, wobei sie Spuren des tödlichen Gifts fand.

Enrico R. sei Anfang April festgenommen worden und sitzt seitdem in der JVA Preungesheim. Laut bild.de konnte die Polizei genug Informationen bei der Hausdurchsuchung genug Beweismaterial für eine Schuld R.'s finden. 

Am 16. Oktober habe die Staatsanwaltschaft nun Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. Sie spricht demnach von den Mordmerkmalen Grausamkeit, niedrige Beweggründe und Heimtücke. Der Beschuldigte Enrico R. bestreitet die Tat. 

Er soll bereits vor 18 Jahren vom Landgericht Memmingen wegen versuchten Mordes zu einer längeren Haftstrafe verurteilt. Damals soll er versucht haben, einen Menschen mit Arsen zu vergiften.

agr

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