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Rhein-Alarm: Tausende Liter Diesel ausgelaufen

Verdreckt von Rüdesheim bis Loreley

Polizei löst Rhein-Alarm aus: Ölspur über 20 Kilometer verdreckt Wasser

Ein Fahrgastschiff hat auf dem Rhein bei Rüdesheim mehrere Tausend Liter Diesel verloren - die Ölspur verläuft auf über 20 Kilometern.

Update, 29. April 14:48 Uhr: Für den hessischen Rheinabschnitt ist bereits eine Entwarnung der Nutzung des Wassers gegeben, das teilte das Hessische Umweltministerium auf Anfrage mit. Soweit abzusehen gebe es keine zu erwartenden langwierigen ökologischen Folgen. Diese sind zurzeit zwar noch nicht absehbar, wenn es tatsächlich welche gebe, dann seien sie lediglich von kurzer Dauer.

Update, 13:42 Uhr: Bis nach Rotterdam sind die Menschen angehalten, das Wasser aus dem Rhein nicht zu nutzen - dies gilt natürlich auch für die Anwohner, die in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle leben, dies meldet swr.de und beruft sich auf die Wasserschutzpolizei in Rüdesheim. Es steht nun auch fest, dass insgesamt 3000 Liter Diesel in den Rhein geflossen sind. 

Update, 11:32 Uhr: Nun steht fest, wie sich der Ölfilm auf so eine gewaltige Länge ausbreiten konnte: Aufgrund der hohen Fließgeschwindigkeit des Rheins konnte laut Wasserschutzpolizei der Dieseltreibstoff nicht mehr eingefangen werden. Dadurch, dass schon mehrere Schiffe durch ihn durchgefahren sind, sei er nicht mehr zusammenhängend.

Erstmeldung, 28. April, 10:05 Uhr: Rüdesheim - Mehrere Tausend Liter Schiffsdiesel sind am späten Samstagabend in den Rhein gelangt, die Ölspur zieht sich aktuell auf rund 28 Kilometer Länge von Rüdesheim bis nach St. Goar. Die Umweltschäden sind noch nicht einschätzbar. Die Wasserschutzpolizei hat einen internationalen Rhein-Alarm ausgerufen. 

Rhein mit Diesel verschmutzt: Schaden noch nicht absehbar

Vermutlich war es ein Fahrgastkabinenschiff, das für die Gewässerverunreinigung durch Diesel auf dem Rhein bei Rüdesheim verantwortlich ist. Offenbar ist einer der Tanks des Schiffs übergelaufen, als es über Nacht am Steiger lag. Das Schiff war ursprünglich auf dem Weg von Basel nach Nürnberg.

Die Wasserschutzpolizei Rüdesheim ist daraufhin am frühen Sonntagmorgen mit einem Hubschrauber den Rhein abgeflogen und musste feststellen, dass sich der Kraftstoff auf 28 Kilometern im Fluss verteilt hatte. Es handele sich zwar nicht um eine geschlossene Öldecke, aber auf etwa der Hälfte des Rheins sei der Diesel deutlich seh- und riechbar, so ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Rüdesheim. 

Internationaler Rhein-Alarm: Ab sofort keine Trinkwasserentnahme mehr

"Wir haben daraufhin sofort den internationlen Rhein-Alarm ausgerufen", sagt der Sprecher weiter. Damit soll verhindert werden, dass auch in den umliegenden Ländern, wie beispielsweise den Niederlanden, Wasser aus dem Fluss zum Trinken entnommen wird. Die Behörde ermittelt nun, wie es zu dem Unfall gekommen ist.

Über die Umweltschäden könne man bislang noch nichts sagen. Was die Verschmutzung ökologisch für Folgen habe, müsse die Untere Naturschutzbehörde in Bad Schwalbach nun klären. 

(ror)

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