+
Eva Hanf-Dressler, Georg Fast, Jan Schneider, Sylvia Weber, Elke Wagenblast, Eckhard Gardhof, Gigi Witthohn, Michael Simon (v.l.).

Neubau-Beginn

Römerstadtschule in Frankfurt soll 2020 stehen

  • schließen

Das Warten hat ein Ende, die Römerstadtschule bekommt endlich ihren Neubau. 24 Millionen Euro investiert die Stadt in den Komplex aus vier Modulen, die in der Mitte über die Pausenhalle verbunden sind. Im Sommer 2020 soll der Neubau bezugsfertig sein.

Der gestrige Tag wird nicht nur in die Geschichte der Römerstadtschule eingehen. Er hat zugleich auch für große Erleichterung bei Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider (CDU) gesorgt. Denn nach zwölf Jahren des Wartens erfolgte am Donnerstag endlich der Spatenstich für den Neubau der Grundschule. Auf einem eigens dafür von der Stadt erworbenen, 4500 Quadratmeter großen Nachbargrundstück entsteht binnen zwei Jahren das neue Gebäude für die Grundschule mit derzeit 336 Schülern. 24 Millionen Euro investiert die Stadt in das Projekt.

Gebaut wird auf der Fläche, wo einst Baracken der US-Armee standen, ein windmühlenartiges Gebäude. Dies besteht aus vier dreigeschossigen Komplexen, die um den quadratischen, überdachten Innenhof angeordnet sind. So wird der Neubau der Besonderheit der Schule gerecht. Dort wird nämlich jahrgangsübergreifend und inklusiv unterrichtet. Sieben Lerngruppen mit je rund 50 Schülern gibt es, dafür sind besondere Anforderungen nötig.

All dies erfüllt der Neubau: Jede Lerngruppe bekommt zwei Unterrichts- und einen Differenzierungsraum. Zudem wird das Gebäude barrierefrei gebaut, es gibt ein Forum für Veranstaltungen, eine Mensa, eine Bibliothek, Fachräume.

Erst im Februar hatten Schüler und Eltern mit einem Protest-Rap auf die für sie untragbaren Zustände der Schule hingewiesen. Sie sangen über kaputte Heizungen, eingestürzte und tropfende Decken, Schimmel sowie fehlende Hortplätze. Auch Letzteres soll mit dem Neubau behoben werden, denn er schafft auch mehr Platz für die Nachmittagsbetreuung.

Fast 50 Jahre alt ist die Römerstadtschule, dass die Gebäude nicht mehr den heutigen Standards entsprechen, ist seit über zwölf Jahren klar. 2016 wurde deutlich: Eine Sanierung ist wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll, ein Neubau muss her. Der Kauf des Nachbargrundstücks war ein guter Schachzug, denn so müssen die Schüler während der Bauarbeiten nicht ausquartiert werden. Nach dem Umzug wird der Altbau abgerissen, auf der Fläche wird eine neue Turnhalle gebaut. Das ist sicher. Wann, sei jedoch nicht klar, so Jan Schneider. Ebenso wenig, ob dafür das komplette Grundstück nötig sei. „Es gibt da verschiedene Begehrlichkeiten. Man muss abwarten, was mit der übrigen Fläche passiert“, sagt der Dezernent.

Ebenfalls weiterhin in der Diskussion ist, was mit den auf dem Grundstück ausgegrabenen historischen Fundstücken passiert. Eine geeignete Ausstellungsfläche müsste noch gefunden werden, so Schneider.

Ein Punkt, über den sich auch das Hamburger Büro „Trapez Architektur“, nach dessen Entwürfen die neue Schule gebaut wird, Gedanken gemacht hat. So werden die Grundrisse des auf dem Areal gefundenen Jupitertempels auf dem Außengelände nachgezeichnet – anthrazitfarben auf sandfarbenem Untergrund. Zudem wird überlegt einige Fundstücke in Vitrinen auszustellen. Bis die Schule im Sommer 2020 eröffnet wird, sollen auch diese letzten Details geklärt sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare