Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am frühen Mittwochmorgen auf der A5 bei Homberg (Ohm). Auf der Fahrbahn in Richtung Frankfurt prallte nach ersten Angaben der Polizei ein Sattelzug in einen Pannen-Lkw auf dem Standstreifen.
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Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am frühen Mittwochmorgen auf der A5 bei Homberg (Ohm). Auf der Fahrbahn in Richtung Frankfurt prallte nach ersten Angaben der Polizei ein Sattelzug in einen Pannen-Lkw auf dem Standstreifen.

Unfall in Homberg/Ohm

Schwerer Lastwagenunfall auf der A5

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Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am frühen Mittwochmorgen auf der A5 bei Homberg (Ohm). Auf der Fahrbahn in Richtung Frankfurt prallte nach ersten Angaben der Polizei ein Sattelzug in einen Pannen-Lkw auf dem Standstreifen. Der 54-jährige Fahrer des Sattelzuges aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis wurde durch den Unfall im brennenden Unfallwrack eingeklemmt. Ersthelfer löschten den Brand mit Feuerlöschern, die Feuerwehr befreite den Fahrer in einer zweistündigen Rettungsaktion aus dem völlig zertrümmerten Wrack. „Das komplette Fahrerhaus lag förmlich auf dem Verunfallten, wir mussten es stückweise abbauen“, schilderte Gemeindebrandinspektor Stefan Hahn die Rettung.

Die Unfallbeteiligten hatten dabei noch Glück im Unglück, weil eines der Fahrzeuge 1,5 Kilogramm Cyanide an Bord hatte, wie der Einsatzleiter der zuständigen Feuerwehr mitteilte. Dabei handelt es sich um einen hochgiftigen Stoff, den die Einsatzkräfte in entsprechenden Schutzanzügen zunächst umverpackten und dann beseitigten. Ausgelaufen sei von den Stoffen jedoch nichts, weswegen keine akute Gefahr durch die Cyanide bestanden hätte.

Um den Mann Retten zu können, setzten die Feuerwehrleute neben hydraulischen Rettungsgeräten auch eine Seilwinde ein. Sowohl der Fahrer des Sattelzuges, als auch des Pannen-Lkws wurden mit schweren Verletzungen in Kliniken eingeliefert. Neben zwei Rettungsteams war auch die Crew des Rettungshubschraubers Christoph Gießen und ein leitender Notarzt im Einsatz. Unglaubliche Szenen spielten sich im Stau der Unfallstelle ab, sowohl Autofahrer als auch Lastwagenfahrer bildeten keine Rettungsgasse und behinderten so die Anfahrt eines Notarzteinsatzfahrzeuges massiv.

Die Autobahn glich nach dem Unfall einem Trümmerfeld, die Ladungen der Lastwagen verteilten sich über die A5, darunter auch Gefahrgut. Wie die Polizei informierte, ergoss sich das Vorprodukt eines Klebestoffes aus mehreren Containern auf die Fahrbahn. Die weiße Klebesubstanz erfordert derzeit den weiteren Einsatz von Feuerwehr und Autobahnmeisterei. Um eine Ausbreitung des Stoffes zu verhindern, wurden Bindemittel ausgebracht und der Kanal im Bereich der Unfallstelle abgedichtet.

Die Autobahn ist derzeit in Richtung Frankfurt noch voll gesperrt, der Verkehr wird an der Anschlussstelle Alsfeld West von der Autobahn abgeleitet. Die Polizei empfiehlt den Bereich weiträumig zu umfahren. Wann die A5 in diesem Bereich wieder frei gegeben wird, ist laut Polizeiangaben noch nicht absehbar.

(pw)

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