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Perfektes Outfit aber nur ?Ein scheinbar perfektes Leben? ? so lautet der Titel des Buches von Michelle Hunziker. Gestern stellte sie es vor und posierte ? ganz der Profi ? im Zeichen des Messeturms.

Frankfurter Buchmesse

Von Sekten, Pferden und Träumen

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Die Buchmesse nimmt Fahrt auf. Im Raum Alliance bildet sich eine Fotografentraube: Im Blitzlichtgewitter steht Michelle Hunziker.

Die Buchmesse nimmt Fahrt auf. Im Raum Alliance bildet sich eine Fotografentraube: Im Blitzlichtgewitter steht Michelle Hunziker.

Die Ex des italienischen Schmusebarden Eros Ramazzotti hat ein Buch geschrieben: „Ein scheinbar perfektes Leben“. Eines, das davon handelt, wie sie mit Anfang 20 in die Fänge einer Sekte geriet. Hunziker ist kein Buchmessen-Profi. Deshalb sagt sie auch: „Das ist ein spezieller Ort und ich fühle mich, wie ein Fisch im falschen Wasser.“

Jetzt sei sie „happy“, aber vor zwei Jahrzehnten sei ihr etwas Schlimmes widerfahren, und sie habe das Buch verfasst, „um andere zu warnen, nicht den gleichen Fehler zu begehen“. Sie sei damals auf einer „kranken Suche nach Liebe“ gewesen. „Es sind viele Dinge kaputtgegangen, die nicht gutzumachen sind“, sagt Hunziker, die einst „Deutschland sucht den Superstar“ und „Wetten, dass...?“ moderierte. Nicht zuletzt deshalb wurde die gebürtige Schweizerin in Deutschland bekannt. Einiges hätte sie wieder kitten können, doch „ich konnte nicht verlangen, dass die Ehe mit Eros wieder funktioniert“. Inzwischen ist sie mit dem Trussardi-Erben Tomaso Trussardi verheiratet, mit dem sie zwei Kinder hat.

Den Preis für die beste Literaturverfilmung, der erstmals bei der Buchmesse vergeben wurde, nahmen der Schauspieler Benno Führmann , Schriftsteller Hakan Nesser und Regisseur Daniel Alfredson für den Film „Intrigo – Tod eines Autors“ entgegen. Der Streifen ist abgedreht und Führmann kommt gerade vom Casting für den nächsten Dreh. „Die gute Nachricht ist: Die Drehbücher für die neue Staffel ,Babylon Berlin’ sind sehr gut.“ Doch für den 46-Jährigen gibt es auch schlechte Neuigkeiten. „Ich muss wieder reiten.“ Dabei möge er Pferde nicht wirklich. Hakan Nesser hat die Lösung: „Komm doch zum Trainieren zu uns auf die Farm!“ Dann geraten der Schauspieler und der Schriftsteller ins Philosophieren übers Reiten. Fazit: „Reiten ist wie Salsa.“

Stunden könnte Führmann bei der in Frankfurt geborenen Pferdeflüsterin Andrea Kutsch nehmen, die ihr neues Buch „Aus vollem Herzen“ präsentierte. Darin geht es zwar auch um Pferde, aber vor allem möchte sie Menschen, die einen schweren Schicksalsschlag erlitten haben, helfen, „daran zu wachsen“. Auch Nesser hat Neues zu berichten. „Im nächsten Jahr erscheint mein neuer Roman ,Der Linkshänderclub’.“ Dass er dann nach Frankfurt kommt, ist unwahrscheinlich. „Fair enough“, sagt er und meint: „Genug mit Messe.“

Luca di Fulvio , der italienische Erfolgsautor, brachte seinen Roman „Als das Leben unsere Träume fand“. „Deutschland ist als Markt für mich viel wichtiger als Italien“, sagt di Filvio, der bei einem seiner ersten Besuche in Deutschland erstaunt war, dass für Lesungen Eintritt kassiert wird. „Das möchte ich nicht, ich verdiene mein Geld mit Schreiben, nicht mit Lesen“, sagt er. Deshalb sind seine Lesungen kostenlos. Mit Schreiben verdient auch Andreas Eschbach sein Geld. Er war mit „NSA“ präsent. „Es hat Spaß gemacht, es zu schreiben“, so Eschbach, der zehn Monate daran saß. Das sei nicht immer so amüsant, das Verfassen von Büchern. „Wenn ich wüsste, wie ich den Spaßeffekt auf Kommando hervorrufen könnte, würde ich das bei jedem Buch machen“, scherzte der Autor.

(es)

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