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Simon Bolz hat ein Buch mit Fotografien nackter Frauen herausgebracht. Es heißt ?sublime?, was so viel wie atemberaubend schöne Frau heißt. Katja und Chiara sind darin auch zu sehen.

Frankfurter Fotograf

Simon Bolz: Sein Business ist nackte Haut

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Sein Job ist laut Simon Bolz kein Problem für seine Frau Mirijam Phillippi. „Sie ist selbstbewusst genug und kennt keine Eifersucht.

Sein Job ist laut Simon Bolz kein Problem für seine Frau Mirijam Phillippi. „Sie ist selbstbewusst genug und kennt keine Eifersucht. Sie unterstützt mich bei meiner Arbeit“, sagt der Frankfurter Fotograf, der nackte Frauen an den schönsten Orten der Welt fotografiert. Gründe, eifersüchtig zu sein, hat sie nicht. Denn: Auch wenn die jungen Frauen sehr schön seien und eine gewisse Intimität entstehe: „Es ist noch nie etwas passiert.“ Dazu sei er viel zu professionell und habe noch nie einen Gedanken daran verschwendet. „Außerdem haben die Mädchen ein Privatleben und nur, weil sie sich vor der Kamera ausziehen bedeutet das nicht, dass sie sexuelle Gelüste haben – auch wenn viele das denken“, stellt Simon Bolz klar.

Der 42-Jährige hat jetzt einen Bildband mit seinen schönsten Fotos der vergangenen Jahre veröffentlicht und das Werk in Sachsenhausen im Lokal „Der kleine Mann mit dem Blitz“ vorgestellt. „Sublime“ enthält 30 Bilderstrecken von 23 Frauen auf 208 Seiten. Eine von ihnen ist die 23-jährige Römerin Chiara Bianchino , die im vergangenen Dezember Playmate des Monats im Deutschen Playboy war. Und damals schon arbeitete sie mit Bolz zusammen. „Vorrangig bin ich als Fotomodel tätig“, sagt sie. Für die Arbeit auf den Catwalks dieser Welt fehlten ihr nämlich die richtigen Maße. „Ich bin leider nicht groß genug dafür.“ Sie habe sich aber bereits für Bade- und Unterwäscheunternehmen ablichten lassen, sagt Bianchino, die Bolz durch Freunde kennenlernte.

„Sublime, das sagen die Franzosen, wenn sie eine atemberaubend schöne Frau sehen“, erklärt Bolz, warum er dieses Wort als Titel für sein Buch gewählt hat. Nacktheit sei in Deutschland ziemlich verpönt, sagt der Fotograf, der auch für das Herrenmagazin Playboy fotografiert. „In Osteuropa ist das anders“, betont Bolz. Probleme, Modelle für seine Bilder zu finden, habe er nicht. „Ich erhalte täglich Bewerbungen.“

Bei der Arbeit an seinem Buch sei es ihm wichtig gewesen, sich viel Zeit zu nehmen. „Heute geht das Fotografieren normalerweise ja ganz schnell. Die meisten verschwenden höchstens eine Sekunde für ein Bild. Ich wollte es anders machen“, erklärt der Fotograf. „Es geht in dem Buch zwar hauptsächlich um nackte Frauen“, sagt Bolz. Doch seine Themen seien tiefgründiger. Er befasse sich mit Sujets wie Freiheit, Sehnsucht, Sorglosigkeit der Jugend oder der Verrücktheit. „Es ist viel mehr als nur nackte Haut“, sagt Bolz, der bis zu vier Tage für eine Fotostrecke mit einer Frau benötigen kann. Bei der Arbeit hält er sich an sein„Ideenbuch“, das er zuvor ausgearbeitet hat. „Da habe ich schon einen bestimmten Typ Model in meinen Gedanken“, erklärt er. Es sei alles andere als einfach, „jemanden zu finden, der dann genau darauf passt, was ich mir ausgedacht habe“. Bei allen Widrigkeiten steht für Bolz eins aber fest: „Es ist auf jeden Fall ein Traumberuf. Und für mich auch eine Berufung. Es ist einfach mein Leben“, hebt der Fotograf hervor. „Es ist auch gar nicht die Nacktheit, um die es mir geht, sondern die Art und Weise, wie ich mich künstlerisch ausdrücken und verwirklichen kann“, erklärt er.

Hat er sich denn schon mal in eines seiner gut aussehenden Modelle verliebt? „Nein, überhaupt nicht.“ Aber er verguckt sich schon. „In meine eigenen Fotos“, sagt er. „Das klingt zwar ein wenig narzisstisch. In die Mädchen verliebe ich mich nicht. Da hätte meine Frau auch sicher etwas dagegen“, scherzt Bolz. In den nächsten Wochen und Monaten hat Mirijam Philippi ihren Mann aber ganz für sich alleine. Denn Simon Bolz will kürzer treten. „Ich brauche jetzt erstmal eine länger Pause, weil ich in den vergangenen drei Jahren wie am Fließband produziert habe und unheimlich viel im Ausland unterwegs war“, schildert der Fotograf. Die Auszeit muss her, „weil ich auf keinen Fall in Routine verfallen möchte“.

(es)

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