Sanierung beginnt

Steinmetze arbeiten bald am Höchster Schloss

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Mit dem Ende des Höchster Schlossfests geht die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die angekündigte Sanierung der Mauer zum Burggraben an.

Angekündigt wurden die Arbeiten bereits vor rund einem Monat, nun geht es los: Teile der Mauer um das Schloss werden saniert. Mit den Arbeiten wurde bis zum Ende des Höchster Schlossfests gewartet. Teile der Mauer, die den Schlossplatz vom Burggraben abgrenzt, sind brüchig. Das Gerüst für die Arbeiten ist in dieser Woche aufgestellt worden. Rund 150 000 Euro will der Eigentümer der Anlage, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, in die Sanierung der Stützmauern rund um das Schloss stecken. Noch einmal 150 000 Euro gehen für die Sanierung der Fenster drauf (wir berichteten).

Die Schäden an den Stützmauern sind größtenteils auf Pflanzen zurückzuführen, deren Samen in die Ritzen der Natursteinmauer geweht werden und dort wurzeln. Inzwischen sind ganze Steine herausgebrochen. „Der obere Mauerabschnitt muss gesichert werden, weil uns sonst die ganze Krone herunterfällt“, sagt Juliane Lehmpfuhl von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Vor die Schlossplatz-Seite der Mauer werde noch ein Bauzaun gestellt; allerdings warte man da noch auf die Genehmigung der Stadt. Saniert wird der obere Abschnitt der Mauer zu Schlossplatz und Burggraben, ein weiterer Abschnitt am Treppenabgang und eine Mauerstelle am Neuen Höchster Schloss.

Zuerst würden Mörtel- und Verfügungsproben genommen und vom Denkmalamt und der Stiftung begutachtet, sagt Lehmpfuhl. Dann könnten die eigentlichen Arbeiten beginnen, die sich bis August oder gar September hinziehen.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat das Alte und das Neue Höchster Schloss 2002 von der Hoechst AG übernommen. Derzeit wird auch an einer Lösung gearbeitet, um die Schlossterrasse wieder für Veranstaltungen wie die „Sommernacht am Schloss“ nutzbar zu machen: Die Stadt Frankfurt hat ein Planungsbüro beauftragt, ein Fluchtwegekonzept zu erstellen. Derzeit wird nicht für Großveranstaltungen vermietet, weil es nur den Fluchtweg durchs Tor gibt. Ein zweiter Ausweg, wohl in den Burggraben, soll geschaffen werden.

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