Wildpark Bad Orb

Toastbrot verfüttert: Pony tot

Im Wildpark Bad Orb herrscht striktes Fütterungsverbot. Eine Familie hält sich nicht daran und verfüttert mehrere Packungen frisches Toastbrot an ein Pony. Das stirbt daraufhin qualvoll.

Aktuell ist der Wildpark in Bad Orb geschlossen – vorübergehend. Die Konsequenz eines tragischen Vorfalls: Wie  hessenschau.de berichtet, wurde trotz Fütterungsverbot am Freitag ein Pony mit frischem Toastbrot gefüttert. Daraufhin setzen bei der Pony-Dame "Bonnie" Koliken ein, das Tier schwitzte, wälzte sich und knirschte mit den Zähnen. Schließlich wurde es von einem Tierarzt erlöst und eingeschläfert.

Die Pächterin Eva Appel macht ihrem Ärger nach dem Vorfall auf der des Tierparks Luft, postet ein Foto des toten Ponys und sorgt damit für großes Aufsehen und Anteilnahme. Ihr Post wurde bislang mehr als 20.000 Mal geteilt und knapp 4000 mal kommentiert. "Ich werde solche Fotos posten – egal ob ihr geschockt seid oder nicht", schrieb sie auf der Seite. Denn bei Appel sitzt der Schock tief. Vor allem deshalb, weil es kein Einzelfall ist: Im Oktober fand die 43-Jährige eines der seltenen Turopolje-Schweine tot in seiner Hütte. Besucher hatten dem Tier Rotkraut ins Gehege geworfen, samt Glas. Das Schwein hatte etwa ein Jahr lang gekämpft. Außerdem berichtet die Pächterin auch von Übergriffen auf die Tiere. So wurde der 13 Jahre alter Ziegenbock im März tot aufgefunden. Unbekannte hatten ihn mit blauer Lackfarbe besprüht, Max leckte die Farbe ab und starb an den Folgen einer Vergiftung. Oder die Wisent-Kuh Cleo. Sie starb an einer Kohlenhydratvergiftung. Auch sie war von Besuchern mit Brot gefüttert worden. Das Problem dabei: "Wenn das Brot nicht ganz trocken ist, fängt es an zu Gären. Bei dem Wisent hat das zu einer Entzündung des Labmagens geführt", erläutert Appel.

Das Fütterungsverbot zu überwachen ist praktisch unmöglich. Gelegen inmitten des Bad Orber Stadtwalds, führen auch Wanderwege an den Gehegen vorbei, der "Wildpark sei eben kein Zoo, wir können ihn nicht 24 Stunden kontrollieren", erklärt die Pächterin.

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