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Florian (6) darf bei der Firma Zöller einen Kran steuern. Benjamin Schäfter passt auf.

Türöffner-Tag

Transportunternehmen lässt Kinder für die "Sendung mit der Maus" spielerisch Technik entdecken

Beim Türöffner-Tag der „Sendung mit der Maus“ konnten Frankfurter Familien gestern hinter die Kulissen von Betrieben in der Nachbarschaft schauen. Zum ersten Mal dabei war in diesem Jahr die Spezialtransportfirma Zöller aus Fechenheim.

Für den sechsjährigen Florian geht ein Traum in Erfüllung. Er darf selbst einen Kran führen und ein drei Tonnen schweres Gewicht von einer Palette auf die andere heben. Mit der großen Steuerung um den Hals und konzentriertem Gesichtsausdruck tastet er sich Millimeter für Millimeter voran. Benjamin Schäfer, einer der Transportleiter und Sicherheitsbeauftragter der Firma Zöller schaut ihm dabei ständig über die Schulter.

Auf dem Gewicht prangt ein großes Bild des Elefanten – und den treuen Begleiter der Maus irgendwo anzustoßen oder sogar fallen zu lassen, möchte niemand riskieren. „Es ist ganz schön schwer gleichzeitig zu lenken und zu fahren“, sagt Florian. Trotzdem sei er froh den anfänglichen Respekt vor dem großen Kran überwunden zu haben. „Es war richtig cool“, stellt er freudestrahlend fest.

„Wir sind weder eine Spedition, noch arbeiten wir mit großen Autokränen“, erklärt Geschäftsführerin Tamara Daiker-Kirsch. Stattdessen sei die Firma auf De- und Remontage von Industriemaschinen und auf den Transport von Kunst- und Kulturgütern spezialisiert.

Die Idee, Türöffner beim Maus-Tag zu werden, sei kurzfristig entstanden. „Wir haben gemerkt, dass wir in diesem Jahr noch gar kein Fest gefeiert haben und wollten gerne etwas für Kinder machen“, erzählt Daiker-Kirsch. Beinahe alle Mitarbeiter hätten selbst Kinder, da sei die „Sendung mit der Maus“ natürlich allen ein Begriff.

260 Gäste haben sich im Vorhinein auf der Internetseite des Maus-fests angemeldet. „Wir haben aber bis zu 100 unangemeldete Besucher eingeplant um auf alles vorbereitet zu sein, schließlich wollen wir niemanden nach Hause schicken“, sagt sie. Das Programm zu verpassen, das die Firma zusammengestellt hat, wäre auch ein Jammer.

Am Eingang bekommt jeder kleine Nachwuchsmitarbeiter eine orangefarbene Warnweste, bevor er sich auf das Betriebsgelände traut. Neben dem Kran, der für den Elefanten-Transport eingesetzt wird, können die Kinder und ihre Eltern noch viele weitere Kräne aus nächster Nähe betrachten und sogar eine kleine Runde mit einem Lastwagen fahren. „Das ist schon ein Unterschied zu einem normalen Auto“, findet Felix, der gerade wieder die hohen Stufen des Lasters herunterklettert.

Auch bei anderen Kindern steht die Rundfahrt hoch im Kurs. „Am meisten Spaß macht das Lenken“, verrät Matilda. Sie steht für die Spritztour schon zum dritten Mal an. Sie und ihre drei Geschwister sind erprobte Mausfans: „Vor zwei Jahren waren wir bei dem Klavierbauer Bechstein“, erzählt Mutter Maike Mehner. Aussuchen, wohin es geht, durfte Till, der Älteste der Geschwister. Er hat heute nämlich Geburtstag.

Auch wenn der Fokus mit Kinderschminken, Spieleparadies und Hüpfburg eher auf den kleinen Besuchern liegt, wird schnell klar: Technikbegeistert sind nicht nur die Kinder. Auch Eltern nutzen die Gelegenheit, einmal in einem Kran zu sitzen und über die großen Federn und Schrauben zu staunen.

Das Transportunternehmen war in diesem Jahr neben Planetarium, EZB und einem Roboterbau nur eine von 18 Türen in Frankfurt. Wer im nächsten Jahr selbst dabei sein möchte, kann sich im Internet unter informieren.

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