Heimwerkermarkt verlässt Limburg

Umzug in frühere „Anyway“-Halle - LHZ geht nach Elz

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Was aus dem abgebrannten LHZ wird, war vor kurzem noch unklar. In Limburg geht es nicht mehr weiter – das steht jetzt fest. Aber dafür in Elz – und darüber freut sich nicht nur der Bürgermeister.

Das Limburger Heimwerkerzentrum wird es nicht mehr geben. Das ist aber nur für wenige eine schlechte Nachricht, denn seit gestern gibt es in dieser Sache eine gute: entsteht neu in Elz. Der Name ist Geschichte, die Zukunft ist gesichert.

Markus Wagner will den Baumarkt schon Mitte Oktober im Gewerbegebiet „Vor den Eichen“ eröffnen. In den Räumen der ehemaligen Diskothek „Anyway“ hat er mit einer Fläche von 850 Quadratmetern zwar etwas weniger Platz als früher „Am Renngraben“ in Limburg, aber dafür kann er den Raum viel besser nutzen als im doch etwas verbauten und verwinkelten LHZ. Und ein Außengelände kommt auch noch dazu.

„Das ist eine gute Lösung. Ich freue mich sehr“, sagte Wagner gestern bei einem Ortstermin mit Vermieter Christian Sebold und Bürgermeister Horst Kaiser. Der Rathauschef und der Immobilienmakler und -entwickler freuten sich ebenso. In den vergangenen Jahren stand das Objekt weitgehend leer, für Elz bedeutet das Angebot laut Kaiser eine deutliche Bereicherung.

Sebold, der mit seinem Bruder Oliver das Areal mitsamt der Immobilien vor sechs Jahren von Lekkerland übernommen hatte, hat für das Gebäude zwei weitere Nutzer gefunden. Neben dem Heimwerkerzentrum werden dort die „Vivisol GmbH“, die Geräte für die Sauerstoffversorgung von Patienten vertreibt, und „Heitz-Feinkost“ einziehen.

„Wie es mit dem Gelände und dem LHZ weitergeht, ist noch nicht klar“, hieß es vor einem Monat in einem Bericht in dieser Zeitung. Plötzlich ging alles ganz schnell. Der Bürgermeister hatte den Kontakt freilich schon früher eingefädelt; „als es in Limburg noch qualmte“, sagte er gestern mit einem Augenzwinkern. Aus Limburg hörte Wagner allerdings nichts, und so wurde er mit Sebold einig. Am Mittwoch unterzeichneten beide den Mietvertrag für zunächst fünf Jahre, am Donnerstag stellte der Aschaffenburger den Bauantrag beim Kreis.

Kaiser geht davon aus, dass die Genehmigung wegen der besonderen Umstände in diesem Fall schnell erfolgen wird. Die Brandschutzprobleme, an denen in der Vergangenheit manche Pläne scheiterten, seien gelöst, erläuterte der Bauherr. Die Decke wird komplett erneuert und mit Feuerschutz verkleidet. Der Betonboden wird ebenfalls erneuert, außerdem ein bisschen umgebaut.

Den seit fast 50 Jahren bekannten Namen will der Inhaber nicht weiterführen. Limburg trifft ja nicht mehr zu, „Heimwerkerzentrum Wagner“ heißt das Geschäft künftig. Sonst soll am neuen Standort fast alles beim Alten bleiben. „Wir setzen wie früher auf unseren Service“, betont Wagner.

„Nur etwas kaufen kann man auch woanders.“ Die übliche Heimwerker-Palette verkaufen will er mit zunächst zehn Mitarbeitern natürlich auch, aber darüber hinaus mit speziellen Angeboten Kunden anziehen und binden. Dazu zählen der Holzzuschnitt, die Farbenmischanlage, das Bilderrahmen, der Schlüsseldienst und der Lieferservice. Bastelbedarf, den Wagner nach der Schließung mehrerer Läden in Limburg vor einem halben Jahr ins Programm genommen hatte, wird es ebenso in Elz geben wie Büroartikel.

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