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Esther Schweins, Dunja Hayali und Jasmin Tabatabai (von links) schritten über den roten Teppich.

Stadtgeflüster

Ungewohnte Gefühle auf dem Teppich

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Sie hat endlich angefangen: die Buchmesse. Gestern wurde sie mit einer großen Feier im Congress Center eröffnet. Zuvor stolzierten einige Prominente über den roten Teppich.

Sie hat endlich angefangen: die Buchmesse. Gestern wurde sie mit einer großen Feier im Congress Center eröffnet. Zuvor stolzierten einige Prominente über den roten Teppich. Unter ihnen Schauspielerin Esther Schweins , die nicht richtig viel Lust hatte, sich zu unterhalten, Ministerpräsident Volker Bouffier , Moderatorin Pinar Atalay , Moderator und Jurist Michel Friedman , Synchronsprecher Christian Brückner (er ist die Stimme des Schauspielers Robert de Niro ) oder der Schauspieler Christian Berkel .

Für ihn ist es ein ganz besonderer Besuch bei der Buchmesse, denn er stellt sein Erstlingswerk vor. „Der Apfelbaum“ ist der Titel des Romans, „der eine Blaupause meiner Familiengeschichte ist, die ich aber fiktional überhöhe“, sagt Berkel. Acht Jahre – mit Unterbrechungen – habe er daran geschrieben, „drei Jahre allein habe ich mit der Recherche verbracht“.

Es sei ein „tolles und ein aufregendes Gefühl“, das ihn zu dieser 70. Ausgabe der Buchmesse begleite. „Sonst stehe ich immer für eine ganze Gruppe von Menschen, die an einem Film mitgearbeitet hat. Dieses Mal aber stehe ich für mich und mein Werk ganz allein.“ Seine Brötchen verdient er allerdings immer noch als Schauspieler, deshalb steht er demnächst für die ZDF-Miniserie „Die verlorene Tochter“ und den Kinofilm „Die Wolf-Gang“ vor der Kamera.

Für Moderatorin Dunja Hayali war die Buchmesse gestern ebenfalls außergewöhnlich. Nicht nur, weil sie bei der Eröffnung zu Gast war, sondern weil auch sie bei dieser Weltmesse ihr erstes Buch vorstellt. „Vor zwei Tagen habe ich es das erste Mal richtig in der Hand gehalten“, sagt die 44-Jährige über das Werk mit dem Titel „Heimatland“. „Es geht darin um die Frage, wie wir in Zukunft zusammenleben wollen.“ Im Moment wisse sie nicht genau, wie sie sich fühlen solle, sagt Hayali. Weil der Abend quasi eine Premiere sei, wisse sie nicht, was alles auf sie zukommt.

Wegen der Autoren und der Bücher schaute Michel Friedman bei der Eröffnungsfeier vorbei. Er lese gern „richtige“ Bücher, keine E-Books, sagte Friedman. Drei Bücher hätten sein Leben geprägt und eins davon sei „Alle Menschen sind sterblich“ von Simone de Beauvoir .

Ein Buch hat Jasmin Tabatabai , Schauspielerin und Musikerin, vor gut acht Jahren bereits veröffentlicht. Aber ein zweites wird die Mimin, die unter anderem aus Filmen wie „Bandits“ oder „Der Baader Meinhof Komplex“ bekannt ist, wohl so schnell nicht nachlegen. „Ich habe zu viel zu tun“, sagt die 51-Jährige, die zurzeit an der achten Staffel der Serie „Letzte Spur Berlin“ arbeitet.

(es)

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