Flugzeugschlepperfahrer

Ein ungleiches Kräftemessen

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Fast 81 000 Menschen arbeiten am Flughafen. Mehr als 21 000 im Fraport-Konzern. Udo Peschel ist einer von ihnen.

Fast 81 000 Menschen arbeiten am Flughafen. Mehr als 21 000 im Fraport-Konzern. Udo Peschel ist einer von ihnen. Seit 2006 ist er Flugzeugschlepperfahrer und sorgt dafür, dass sich Flugzeuge zur richtigen Zeit am richtigen Ort befinden und unterstützt Maschinen beim Verlassen der Parkpositionen.

Mit dem Schlepper, einem Goldhofer Ast 1, kann er große Flieger „umparken“ und trägt dabei Arbeitsschutzbekleidung. Für die Kampagne „Kleider machen Leute“ tauschte er diese gegen einen schicken Anzug von Maßkonfektionär Stephan Görner .

Kaum eine Stadt wird so von „Nadelstreifen und Krawatten“ geprägt wie Frankfurt. Das ist aber nur eine Seite der Stadt. Neben der glamourösen Welt gibt es viele Menschen, die im „Maschinenraum der City“ oder am Flughafen arbeiten. Ob im Blaumann oder in Uniform sorgen sie dafür, dass die Stadt sicher und sauber bleibt. Die öffentliche Anerkennung für sie sei oft zu gering. Das finden Herrenausstatter Görner, PR-Fachmann Sven Müller sowie die Fotografen Angela Kropp und Daniel Baldus .

Peschel fühlte sich beim Shooting, das erstmals Angela Kropp für die Kampagne umsetzte, wohl. Im blauen Schurwolle-Anzug mit hellblauem Checkdesign, einem hellblauen Hemd, Krawatte und Einstecktuch ähnelte er dem Sänger Rod Stewart , dessen Fan er ist. Spaßeshalber versuchte er, mit seiner Muskelkraft eine Boeing 777 zu ziehen. Vergebens. „Ein ungleiches Kräftemessen, aber mir machen solche Aktionen Spaß, es ist eine schöne Abwechslung zum verantwortungsvollen Job. Ein paar Mal habe ich als Komparse in TV-Kriminalfällen, wie ,Ein Fall für zwei‘ oder ,Tatort‘ mitgespielt“, sagt er.

Den neuen Maßanzug darf Udo Peschel behalten und wird ihn tragen bei der „Kleider machen Leute“-Gala, am 10. November im Hotel Kempinski in Gravenbruch, bei der er Ehrengast ist.

(es)

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