Bei der Unterbringung steht die Stadt unter großem Druck

Obwohl die Stadt Frankfurt derzeit weniger Asylbewerber zugewiesen bekommt, als sie aufnehmen müsste, wird es zunehmen schwierig, Unterkünfte bereitzustellen.

Obwohl die Stadt Frankfurt derzeit weniger Asylbewerber zugewiesen bekommt, als sie aufnehmen müsste, wird es zunehmen schwierig, Unterkünfte bereitzustellen. „Es ist ein schwieriges Geschäft, in einer so beengten Stadt wie Frankfurt Lösungen zu finden“, sagte Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) gestern Abend im Sozialausschuss im Römer. „Aktuell sind wir wieder unter besonderem Druck.“ 266 Standorte seien geprüft worden, keiner davon ließ sich realisieren. Auf Immobilienanzeigen habe die Stadt kein einziges Angebot bekommen, so Birkenfeld.

Seit 2014 habe das Land rund 7300 Asylbewerber zugewiesen. Davon seien noch 4900 auf eine Unterbringung durch die Stadt angewiesen. Die Zahl steigt: Jeden Monat ziehen zwar 45 Geflüchtete aus, doch durch Zuweisungen, Geburten und Familiennachzug kommen während des gleichen Zeitraums rund 80 Personen hinzu. 40 Unterkünfte mit 3300 Plätzen wurden seit 2014 geschaffen. Davon wurden aber auch 18 Standorte mit 2670 Plätzen wieder geschlossen, weil Verträge ausliefen oder weil die Stadt den Standard der Unterbringung verbessern wollte.

Wegen des Engpasses wurden die Notunterkünfte im Labsaal auf dem Uni-Campus Bockenheim sowie in der Sport- und Kulturhalle Unterliederbach wieder in Betrieb genommen. „Im Moment prüfen wir weitere Notlösungen“, sagte Birkenfeld. Drei neue Übergangsunterkünfte seien in Vorbereitung. 170 Plätze entstehen auf dem ehemaligen Edwards-Sportfeld in Berkersheim, die anderen Standorte würden im September bekannt gegeben. Bezugsfertig werden demnächst Unterkünfte in Schwanheim in Harheim. „Jedes Projekt ist unverzichtbar“, so Birkenfeld. mu

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare